1. Umwelt, Klima & Energie

Nachhaltigkeit als Chance für die Schweiz

„Die Zei­ten ändern sich und wir ändern uns in der Zeit“. Die­ses Zitat stammt von einem römischen Den­ker und passt per­fekt in die mo­derne Zeit. In der Schweiz fin­det ein Um­den­ken statt und verändert unser Ver­hal­ten. Viele Men­schen er­ken­nen, dass unser herkömmliches Ver­hal­ten ne­ga­tive Aus­wir­kun­gen auf un­sere Um­welt hat und dass die Roh­stoffe nur in beschränkter Menge vor­han­den sind. El­tern möchten ihren Nach­kom­men nicht einen zerstörten Pla­ne­ten, son­dern eine Um­welt hin­ter­las­sen, in der auch zukünftige Ge­ne­ra­tio­nen ein ge­sun­des Leben führen können. Die­ses Um­den­ken lässt neue Lösungen zu und bil­det die Basis für eine grund­le­gend wich­tige Ent­wick­lung.

Immense Einsparungen für das Spital

Als in meiner Wohngemeinde Männedorf ein neues Seewasserwerk gebaut wurde, zeigte sich, dass auch Behörden umdenken. Kluge Köpfe erkannten, dass die grosse Menge an Wasser, die im Seewasserwerk bearbeitet wird, ein beachtliches Nachhaltigkeitspotent​ial in sich birgt. Würde man dem aus dem See gepumpten Wasser nur 3 ° C entziehen, könnten damit etliche Räume aufgewärmt werden. Daraus wurde folgendes Projekt entwickelt und umgesetzt: Die bestehende Seewasserleitung wurde mit einem Bogen zum naheliegenden Spital ergänzt und Wasser zum Spital umgeleitet. Mit der gewonnen Energie können die Operationssäle gekühlt und die übrigen Räume des Spitals erwärmt werden.

Bis auf eine sehr beschränkte Menge für Spezialanwendungen konnten so sämtliche fossilen Brennstoffe ersetzt werden. Die Einsparungen des Spitals für Energiekosten sind dadurch immens. Die eingesetzten Investitionen der Gemeinde zahlen sich über die Einsparungen in weniger als zehn Jahren zurück.

Das Beispiel zeigt, dass intelligente Planung sehr wohl möglich ist.

Eine schwierige Aufgabe – packen wir sie an

Die Schweiz hat ausgezeichnete Grundlagen, um die Aufgaben unserer Zeit zu meistern. Wir haben hervorragende Schulen, die ETH in Zürich und Lausanne gehören gar zu den besten Schulen der Welt. Unsere gut ausgebildeten Berufsleute sind in der Lage auf einem technisch und qualitativ anspruchsvollen Niveau neue Technologien einzubauen und zu installieren. Die Schweiz ist ein Technologie-Standort,​ der weltweit Massstäbe setzt – auch bezüglich Nachhaltigkeit. Mit guten Kenntnissen und qualitativ hochstehenden Leistungen meistern wir gemeinsam die Aufgaben unserer Zeit. Die Erhaltung einer gesunden Umwelt ist eine der komplexesten Aufgaben überhaupt – dafür setze ich mich als Nationalrätin in Bern ein. Schwierige Aufgaben sind Chancen, packen wir sie an.

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Comments to: Nachhaltigkeit als Chance für die Schweiz
  • April 9, 2011

    Diese erfolgreiche Wärmepumpengeschichte​ für das Männedorfer Spital freut mich sehr. Hoffentlich setzt sich die Vernunft durch und viele ähnliche Institutionen folgen dem Beispiel. (Überziehen sollten wir es aber nicht, sonst können wir vielleicht mal in der Zunkunft auch im Sommer auf dem Zürichsee Eissport betreiben…) Ich würde mich auch über die Aktivierung/Reaktivie​rung vieler kleiner Strömungskraftwerke in der Schweiz freuen, die uns nach und nach von Nukleartechnik unabhängiger machen könnten.

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  • April 10, 2011

    Sie beschreiben die Zukunft, daher wähle ich GLP.

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    • April 10, 2011

      Es war ein CVP Gemeinderat, der dieses Projekt umgesetzt hat. In der Vergangenheit : -)

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    • April 10, 2011

      Ich wähle eine Partei au s einem Guss, sprich national und kantonal gleich agierend. Falls ich ihre Partei wähle, stärke ich gelichzeitig auch Walliser die den Wolf abknallen wollen. Ob Sie da anders denken, interessiert mich dann nicht. Bei ihrer Partei (gilt ebenso für die FDP) existieren 26 verschiedene Richtungen. Das ist ganz einfach nicht mehr Zeitgemäss. Ich glaube die Wahlen in den Kantonen reflektieren mehr die nationale Politik und nicht die kantonale.

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    • April 11, 2011

      Wen Sie wählen, das entscheiden Sie. Zentrumsparteien sind nie aus einem Guss. Das gilt auch für die glp. In Zürich gibt es eine glp Strömung von ehemaligen Gründen, welche sehr wertkonservativ sind, und es gibt eine glp Strömung von liberalen Wissenschaftlern. Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass Zentrumsparteien Diskussionen noch zulassen.
      Wenn Sie eine Partei aus einem Guss wählen wollen, dann empfehle ich Polparteien. Dort müssen stets alle in die gleiche Richtung marschieren.

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    • April 11, 2011

      Das alle in die gleiche Richtung marschieren ist für mich das Wesen einer Partei. Sonst wären Parteien ja unnötig und wir könnten reine Personenwahlen durchführen. Wen in einer Partei zu viele Politiker diametral unterschiedliche Ansichten vertreten, dann ist eine Partei für mich nicht mehr wählbar. Zumindest müssen zwei – drei Hauptlinien erkennbar sein. Sicher unmöglich ist, dass sich Mitglieder gegen die Mehrheit der eigenen Parteimeinung einsetzen.

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    • April 11, 2011

      Gleiche Richtung. Das geht dann so: Der Chef der SVP sagt ja und alle sagen ja. Der Chef der SP sagt nein und alle sagen nein.
      Die Wahrheit liegt dann irgendwo in der Mitte. Auch ein Kompromiss muss gefunden werden, denn unser Konkordanzsystem basiert auf Kompromisssuche. Der Komopromiss wird dann in der Mitte erarbeitet.
      NEU ist: Die SP sagt geschlossen nein und die SVP – weil sie Opposition sein wollen, plötzlich auch. Natürlich geschlossen. So geschehen bei AHV-Revision. Das Resultat: SVP und SP haben nein gesagt. Also geschieht nichts. Das nennt man dann Blockade. Einfach so, weil die SVP gerade mal Lust auf Blockade hatte. Dem Volk hilft das nichts.

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    • April 11, 2011

      Diese Verhinderungspolitik ist ein Desaster für unser Land. Mittepolitik ist immer ein Kompromiss, damit habe ich kein Problem. Aber auch einen Kompromiss muss durchgesetzt werde. Ich erwate dann, dass alle am gleichen Strick ziehen und nicht die Hälfte der Kantonalsektionen dagegen sind, Politiker aus der Partei den Kompromiss bekämpfen, oder später die allfällige Umsetzung auf kantonaler Ebene die Umsetzung boykottieren..

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    • April 11, 2011

      Ja, Herr Meier, das ist die Krux der direkten Demokratie. Der Vorteil aber, und ich persönlich pflege diesen Vorteil zu schätzen, ist, dass ohne “erzwungene” Marschrichtung, der Bürger, und dies scheint mir am wichtigsten, die Möglichkeit hat sich zu informieren, sich eine “eigene” Meinung zu bilden und – falls diese dann mit einer Parteiparole übereinstimmt, à la bonheur – seine Stimme abzugeben.
      Das Wichtigste dabei ist, dass der Bürger stimmen geht. Sobald dies wieder bewusster wird und Alle , die sich eine Meinung gebildet haben, wieder ihre Stimme abgäben, hätten die Parteien, die eine einheitliche “eingepeitschte” Marschrichtung predigen, viel weniger Gewicht und die so lange, erfolgreiche betriebene Konkordanz wieder eine “Renaissance”.

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  • April 10, 2011

    Sehr geehrte Frau Schmid
    Ich frage mich manchmal, ob diese heute “intelligent” scheinenden Lösungen in etwa 20 – 30 Jahren immer noch als so intelligent empfunden werden. Könnte es nicht auch sein, dass dem See plötzlich etwas fehlt, weil wir das ökologische Gleichgewicht etwas durcheinander gebracht haben?! Ich weiss, dass die Fauna und Flora z.T. bereits auf wenige Zehntelsgrade reagiert.
    Viele damals “intelligente Lösungen” sind heute überholt und haben teilweise sogar das Gegenteil bewirkt…

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    • April 10, 2011

      Sicherlich richtig, aber nach heutigem Wissensstand besser (=nachhaltiger) als andere Lösungen (z.B. Öl, Atom, …).

      Im konkreten Fall finde ich 3°C sehr viel und wird die Flora und Fauna wohl ziemlich beeinflussen; aber man muss gewisse Projekte wagen, um Forschung endlich in einem möglichst vernünftigen Rahmen in die Tat umzusetzen.

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  • April 10, 2011

    Frau Schmid, letzte Woche hat die CVP in Zürich eine Ohrfeige erhalten, dieses Wochenende in Luzern und im Tessin. Glauben Sie, dass Sie mit Ihren Sprüchen hier diese Entwicklung aufhalten können? Ich nicht, denn die CVP hat keine oder die falschen Antworten auf die Fragen unserer Zeit. Meine Eltern stimmten christlich-sozial, später CVP, die Söhne und Töchter stimmen alle SP oder grün. “Tempora mutandum et nos in illis.” Die Zeiten ändern sich und wir mit ihnen. Trifft auf die CVP leider nicht zu. Wer zu spät kommt, wird von der Geschichte bestraft.

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    • April 11, 2011

      Sehr geehrter Herr Amrein
      Was Sie salopp “Sprüche” nennen, habe ich vor Fukushima geschrieben. An dem Text habe ich zudem lange gearbeitet.
      Meine Haltung in Sachen Umwelt-Energie hat sich in den vergangenen Jahren nicht geändert. Ich war schon immer Kernkraft-kritisch, und das sprechen Sie offensichtlich an. Für SP oder Grün müsste ich demnach durchaus die richtige Antwort haben.

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    • April 11, 2011

      Lieber Herr Amrein, im Gegenteil – ein grosser Geist zeigt sich darin, dass er flexibel ist und sich ständig darauf einstellt neue Erkenntnisse, nach reiflicher Hinterfragung, umzusetzen.

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    • April 11, 2011

      Endlich einmal wird eine Politikerin so richtig konkret – und prompt wird sie der Sprücheklopferei bezichtigt… Nun gut: Ich hätte gerne mehr SOLCHE Sprüche, Barbara!

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    • April 13, 2011

      Frau Schmid, wie können Sie glaubwürdig ökologische Interessen vertreten, wenn die CVP-Bundesrätin Leuthard seit Jahren eine vehemente Verfechterin der Atomenergie ist und in diversen Verwaltungsräten der Atomlobby und der Energiewirtschaft sitzt? Nach Fukushima hat sie zwar einen moderateren Ton angeschlagen, um zu beschwichtigen, zu vertuschen und um Zeit zu gewinnen für die Interessen der Atomlobby. Diese Wendehalspolitik wird von Wählerseite immer weniger goutiert, wie die Wahlen in den Kantonen Zürich, Luzern, Basel-Land und Tessin gezeigt haben. Die Ohrfeige für die CVP war heftig. Der Schmuck mit dem grünen Mäntelchen macht aus der CVP noch keine grün-liberale oder grüne Partei, sondern das ist reiner Wahlopportunismus, um den Stimmenverlust bei Wahlen einzugrenzen. Die CVP ist in ökologischen und sozialen Fragen schon längst unglaubwürdig geworden, siehe z.B. Familienpolitik, darum wird sie vom Wahlvolk abgestraft. Recht so, man kann nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitg tanzen. Die Zeiten haben sich geändert, doch die CVP hat es noch nicht gemerkt. Ist ja auch kein Wunder, mit einem Parteipräsidenten wie Darbellay, der meint, das Wallis sei repräsentativ für die ganze Schweiz.

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    • April 14, 2011

      Grüezi Herr Amrein
      Ich will Barbara ja nicht vorgreifen, aber: Dass BR Leuthard nach “Japan” eine neue Standortbestimmung vornimmt, ist nicht “Wendehalspolitik”,​ sondern schlicht vernünftig. Ich glaube auch nicht, dass es darum geht, irgendetwas zu “vertuschen”. Das Problem ist, in Zahlen, immerhin gewaltig: Nach dem Stand der Technik und des allgemeinen Verhaltens von 2010 braucht die Schweiz bis 2030 entweder neue Kernkraft, oder aber beispielsweise die 17’000-Fache Solarfläche des Stade de Suisse… Wenn man das eine nicht will und anerkennt dass das andere nicht geht, dann brauchen wir jedes einzelne Beispiel, wie Barbara Schmid es vorbrachte. Nein, das ist NICHT “Wahlopportunismus”​, das ist Politik im Griechischen Wortsinn.

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    • April 14, 2011

      Guten Morgen Herr Saxer – mit Ihnen in allen Punkten einverstanden ! Obwohl ich selbst, nicht unbedingt CVP-Wähler bin, kann auch ich nichts “wendehalsiges” in Frau Leuthards Politik finden und verweise dazu auf meinen Kommentar vor 2 Tagen in diesem Forum.
      Wenn es z.B. gelänge unsere Mitbewohner dazu zu bringen, mittels eigenm Handeln und Vorstössen an Gemeindeversammlungen​ ab 24 Uhr nur jede 5-te Strassenlampe brennen zu lassen und gleichzeitig die Unternehmensreklamen von 24 Uhr bis 5 Uhr früh zu löschen, bin ich sicher, dass damit ein Stromkonsumrückgang provoziert werden kann, der der Dringlichkeit eines zusätzlich nötig werdenden Kraftwerks ( ob atomar , solar oder was auch immer)verschwinden liesse.

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    • April 14, 2011

      Mein Artikel ist kein “Wahlopportunismus”​. Das Projekt wurde von einem CVP-Gemeinderat realisiert und ich persönlich habe meine Haltung in Sachem Umwelt-/Energie nie geändert. Sie können gerne mein Abstimmungsverhalten im Rat analysieren.

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  • April 11, 2011

    Liebe Barbara
    Ich finde es sehr positiv und schön, dass Du wenige Tage nach dem Wahldesaster im Kanton Zürich, diesen motivierten Beitrag schreibst. Hut ab!

    Was für Menschen braucht es für diese Herausforderung?
    Men​schen mit angewendeter Intelligenz, kreativem Geist und dem Willen zur konstruktiven Zusammenarbeit.

    Me​nschen die keine Angstmacher, keine Schwarz-Weissdenker und keine Lobbyisten in den Lagern sind.
    Auch brauchen wir keine absurden Lösungsvorschläge wie z.B. den Ausländern die Heizung abstellen.

    Eine Aussage wird wohl immer mehrheitsfähig bleiben:
    Keine Schweiz ohne Strom.
    Und ich will es definitiv nicht ausprobieren!

    Zude​m ist es schlecht, wenn Bestände die unsere Grundbedürfnisse abdecken, in die Spekulation geraten. Hierzu gehört in unsere Gesellschaft zweifellos auch der Strom, nebst Nahrung, Behausung, Bildung, Sicherheit, Gemeinschaft etc.
    Da kommt dann, nebst der Politik, das Verhalten in Verantwortung jedes einzelnen Bürgers dazu, sei es als privat- oder juristische Person.

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  • April 13, 2011

    Sehr geehrte Frau Schmid-Federer,

    Fi​ndet wirklich ein Umdenken statt, das den kommenden Generationen ein gesundes Leben verspricht?

    Wir haben unsere Welt so radikal verändert, dass wir gezwungen sind, uns selber zu ändern, um in ihr existieren zu können. Diesen Fingerzeig legt uns der Mathematiker und Begründer der Kybernetik, Norbert Wiener, nahe.

    Schön und gut – doch in Zeiten des permanenten Wahlkampfes schwindet und zerbröselt jeglicher Reformwille, den es zwingend braucht, um in dieser umgekrempelten Welt unseren Kompass nicht zu verlieren. Dem gesellschaftlichen und ökonomischen Wandel hinkt beispielsweise unsere Alterssicherung böse hinterher.

    Aus keinem anderen Grund ermahnte der Internationale Währungsfonds (IWF) die Schweiz im letzten Länderexamen mit Nachdruck, den Reformbedarf bei den Sozialversicherungen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen (IMF 2010).

    Besitzstand​sdenken vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Frustrationen führt unweigerlich in die Sackgasse. Ja, einverstanden, niemand möchte in einem von Unsicherheiten geprägten Umfeld – weltweite Schuldenkrise, Ressourcennot, Alterswende und/oder erlahmendes Wirtschaftswachstum –zu kurz kommen und sich auf der Verliererseite wiederfinden.

    Die Politik ist deshalb gefordert, uns Wählern reinen Wein einzuschenken. Viele von uns, auch die Politik, hoffen auf das vermeintlich schmerzlose Wundermittel „Wachstum“. Dabei überschätzen wir wohl das Wachstumspotential einer reifen und alternden Volkswirtschaft. Wir müssen uns doch ernsthaft mit der entscheidenden Frage auseinandersetzen, ob unsere Wohlstandsgesellschaf​t vielleicht an ihre Grenzen stösst. Wachstum braucht Energie und diese wird zusehends knapper. Nach Einschätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) wird die Welt im Jahr 2030 doppelt so viel Strom verbrauchen wie heute.

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  • April 16, 2011

    Die Zukunft können resp. müssen wir heute gestalten, daher ist es toll wie sich Nationalrätin Barbara Schmid-Federer für zukünftige Generationen einsetzt. Dies im Gegensatz zu vielen Politikern die noch nicht eingesehen haben wie wichtig eine nachhaltige Politik heute ist.

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  • Mai 17, 2011

    Nachhaltigkeit steht und fällt mit der positiven Einstellung dazu. Der Einstieg zu nachhaltiger Energiewirtschaft fängt unbedingt mit der einfachsten Technologie an – BIOGASTECHNOLOGIE – welche, um es kurz zu sagen, beschrieben werden kann mit: Sie verwandelt Schaden (organische Reste/Abfall aller Art) in Nutzen und führt Materie in einen, für alle Umwelt verträglichen Kreislauf mit dem Vorteil zu hygienisieren, Nährstoffe und Energie zu erzeugen. Solange nicht Bemühungen zu erkennen sind, flächendeckend diese Technologie umzusetzen, muss die Ernsthaftigkeit bezweifelt werden, tatsächlich nachhaltig und umweltverträglich Energie erzeugen zu wollen. Da nicht einmal die “Grünen” dieses völlig einsichtige Prinzip umsetzen, muss die “classe politique” (alle – nicht nur die SVP oder ihre restlichen Gegenüber) nicht wirklich als “Diener des Volkes”, sondern eher als Diener partikulärer Wirtschaftsinteressen​ erachtet werden – leider!

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  • Juni 9, 2011

    Ist die bürgerliche Mehrheit in der Schweiz unfähig vorauszudenken?

    Er​dbeben und Hochwasser waren schon vor dem Atom-Crash von Fukushima eine Bedrohung für die AKWs in der Schweiz. Dass sich die politische Mehrheit in der Schweiz immer erst bewegt, wenn ein Anstoss vom Ausland her kommt – siehe auch das Bankgeheimnis – ist ein Zeichen für mangelnde Sensibilität und Voraussicht.

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  • Juni 9, 2011

    Guten Tag Frau Schmid

    Zuerst muss ich ihnen mal ein Kompliment machen, sie sind eine der Einzigen, die mitdiskutieren. Auch wenn wir selten der gleichen Meinung sind.

    Ich persönlich ticke genau umgekehrt zur Politik. Vor vierzig Jahren, demonstrierte ich “friedlich” gegen Gösgen. Hätten wir da keine KKWs gebaut, so hätten wir das anders kompensiert. Ich empfand diese Technologie als zu unsicher.

    Heute ist es so, dass ich denke, in ein paar Jahren, wird die Kernenergie so sicher sein, dass sie vertretbar ist.

    Das Problem war die Zeit dazwischen und da haben unsere Politiker uns einem unnötigen Risiko ausgesetzt.

    Es ist ja schon komisch, vor 40 Jahren wurde man fast verfolgt, wenn man gegen KKWs war, Politiker stellten einem als unwissend hin. Heute wird man fast verfolgt, wenn man für KKWs ist.

    Sie stimmen mir vielleicht zu, dass KKWs früher unsicherer waren?
    Und sie stimmen mir vielleicht auch zu, dass z.B. die zukünftigen KKWs sicherer sind, als die, die vor 70 Jahren gebaut wurden.

    Wieso handeln dann die Politiker genau umgekehrt? Die alten wurden gutgeheissen, zukünftige nicht mehr.

    Zukünftige KKWs können nicht mehr das anrichten, was unsere alten Kernkraftwerke noch konnten. Der schlimmste mögliche Fall, wird kalkulierbar. Die Verseuchung ist in diesem Umfang nie mehr gegeben.

    Jetzt haben wir in den sauren Apfel gebissen und die ganze Zeit mit einer Technologie gelebt, die unsicher war. Jetzt wo die Technologie sicher wird, will man aussteigen. Ich selber verstehe die Politiker nicht.

    Das Ganze sagt mir, dass Politiker nicht aus Vernunft handeln, sondern aus dem Bauch heraus. Immer die ersten sein zu wollen, kann gefährlich sein. Windräder sind eine gute Sache, aber in dieser Anzahl die es sie braucht, sind auch diese schädlich. Über die Solarzellen müssen wir gar nicht diskutieren, schon ihre Herstellung ist nicht nachhaltig und ihre Reflektion ist der Umwelt sicherlich nicht förderlich. Wie stehen sie zur Erderwärmung? Es soll mir niemand sagen, dass Solarzellen in diesem Umfang, keinen Einfluss darauf haben.

    Genau dann, wenn wir aus der Kernkraft aussteigen wollen, wird das die mit Abstand sauberste Energie sein, mit so gut wie keinem Abfall und keinem Risiko mehr. Die Zukunft wird in dieser Energie sein und sie wird viele Probleme lösen können.

    Aber genau jetzt schaffen wir uns neue Probleme, in dem wir mit nachhaltiger Energie, unsere Natur wieder nachhaltig schädigen.

    http://www.ber​nerschach.ch/Hyperion​.pdf

    Mit freundlichen Grüssen, Kurt Nünlist

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    • Juni 10, 2011

      Guten Tag Herr Nünlist
      Mich persönlich hat Tschernobyl getroffen und seither bin ich KKW kritisch eingestellt. Da mag auch der Bauch mitspielen aber für mich ist auch klar, dass erneuerbare Energien nur dann genügend gefördert werden, wenn ein politischer strategischer Entscheid getroffen wurde. Und das ist jetzt passiert. Zumindest im Nationalrat.

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    • Juni 10, 2011

      Danke für die Antwort Frau Schmid.

      Für mich war früher die Atomenergie unnütz. Die Schweiz wäre ohne ausgekommen, weil genau mit KKWs der Strom produziert wurde, der ins Ausland importiert wurde. Tschernobyl war für mich nur eine Bestätigung meiner Einstellung.

      Ich als ehemaliger Elektromonteur hatte ja auch etwas mit Strom zu tun. Aber alles, was uns vom Atomstrom hätte wegbringen können, wurde von den Grünen und Umweltverbänden blockiert. Wasserkraft nicht optimal genutzt, neue Anlagen hatten es schwer erstellt zu werden. Ich war in meinem Betrieb an der Erstellung eines der ersten Windräder beteiligt. Obwohl es fast geräuschlos war, musste es wieder abgerissen werden. Das weil man mitten in der Nacht, bei offenem Fenster, neben dem Lärm, die die Autobahn verursachte, das Gefühl hatte, das Windrad vielleicht hören zu können.

      Heute haben wir aber andere Fakten. Der Stromverbrauch hat zugenommen, die Bevölkerungszahl nimmt täglich zu und somit auch der Bedarf an Energie. Wir müssen heute ja nicht nur die KKWs ersetzen, sondern auch der Mehrbedarf der Bevölkerung. Es wird nicht mehr lange gehen und die Schweiz sprengt die 10 Mio. Grenze. Was das bedeutet, sehe ich selber. Verstopfte Strassen, keinen Platz in Zügen, mehr Schulen, mehr Krankenhäuser, eine totale Überbauung des Mittellandes usw.

      Ich habe Hunde. Früher fand ich noch Wege, wo ich ungestört spazieren konnte. Heute findet man kein ruhiges Plätzchen mehr, Rückzugsmöglichkeiten​ sind absolute Mangelware. Ich komme von einem Dorf, wohlverstanden, das jetzt in 20 Jahren die Einwohnerzahl fast verdoppelt hat.

      Die Politik, immer mehr, aber gleichzeitig das Gefühl haben, man kann alles durch eine grosse Umerziehung regeln, mit Lenkungsabgaben usw. stört mich. Das Leben verliert an Qualität.

      Die SVP ist nicht prinzipiell gegen KKWs, dafür für eine beschränkte Einwanderung. Die „Linken“ sind für einen freien Personenverkehr und für weniger Energie. Irgendwie sehe ich da keine Logik. Ich sehe auch keine Logik, wenn man alles blockiert und dann auf einmal einen Ausstieg möchte und viele Wenn’s und Aber’s hervorbringt.

      Wir haben Bauvorschriften bis zum geht nicht mehr, so musste ich kürzlich eine Hundehütte abreissen. Ist nicht möglich, diese zu erstellen. Ein anderer bekam für seinen Schafsstall keine Bewilligung, ihn einen Meter zu erhöhen, so dass er auf dem Stall, hätte Heu lagern können. Die Umfahrungsstrasse Aarau – Küttingen war über 50 Jahre im Bau, ein Teilstück von 4km. Ein Arbeiter fing nach der Lehre dort an zu arbeiten und wurde auf diesem Teilstück pensioniert, bevor es fertig gestellt war.

      Die Kernenergie hat sich entwickelt und ich denke, gerade nach Fukushima wird sich die Kernenergie weiter positiv entwickeln. Wenn wir mal ehrlich sind, Fukushima passierte aufgrund eines Erdbebens. Wir haben aber noch ganz andere Problemstellen als die KKWs. Wie sieht es mit der Chemie in Basel aus. Was ist mit unseren Staumauern. Wenn wir den schlimmsten möglichen Fall zum Beispiel in Gösgen durchgehen und der schlimmste mögliche Fall bei einem Stausee, z.B. Mattmark, so glaube ich, dass beim Stausee Mattmark die Anzahl an Toten und Verwüstung, in keinem Verhältnis zum KKW stehen würde.
      < 1348 Dobratsch bei Villach in Kärnten: Ausgelöst durch das Erdbeben von Friaul stürzten geschätzte 150 Millionen m³ Gesteinsmassen in das Gailtal. >
      Würde ein Stausee das überleben?
      Auch bei Erdbeben kann durch Bodenverflüssigung eine Staumauer brechen.

      Ein Video zu Mattmark
      http://www.​ideesuisse.ch/260.0.h​tml?&no_cache=1&tx_tt​news%5Btt_news%5D=643&tx_​ttnews%5Blist%5D=568%2C64​1%2C1070%2C643%2C695%​2C644%2C642%2C677&tx_​ttnews%5BbackPid%5D=250

      Staumauer von Malpasset
      http://upl​oad.wikimedia.org/wik​ipedia/commons/thumb/​0/04/Malpasset_Barrag​e.jpg/800px-Malpasset​_Barrage.jpg

      Grün ist keine nachhaltige Politik, sondern konzeptlos. Mit dem meine ich, nicht nachhaltig müsste das Schlagwort sein, sonder Mass halten. Zum Beispiel Mass was Bevölkerungszunahme anbelangt. Es soll mir niemand sagen, dass mehr Menschen der Erde von nutzen sind. Die Natur und die Tierwelt werden verdrängt und wir pressen unsere Erde aus wie eine Zitrone. Grüne Politik reicht da nicht aus, es braucht weniger Menschen und nicht mehr. Die Lenkungen, dass immer wie mehr Menschen auf dieser Erde leben können, ist der falsche Ansatz. Das führt automatisch zum Super-Gau. Aber zu dieser Politik, passen meiner Meinung nach am besten KKWs. Wenn man schon nicht Mass halten kann, braucht es auch eine Energiepolitik die dem Rechnung trägt.

      Freundliche​ Grüsse Kurt Nünlist

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