Angeregt durch die di­ver­sen Be­richt­er­stat­tun­​gen möchte ich kurz dar­le­gen, wieso Eco­pop mei­ner An­sicht nach eher als Eco­FLOP ti­tu­liert wer­den soll­te:

Man stelle sich vor: Herr Chemieforscher benötigt für seinen Innovationsbetrieb eine zusätzliche hochqualifizierte Fachkraft, findet in der Schweiz aber keine entsprechend qualifizierte Person auf dem Arbeitsmarkt. Nach Annahme der Ecopopinitiative könnte es sehr gut sein, dass es plötzlich heisst: „Lieber Herr Chemieforscher, leider darf auf Grund der bereits erreichten Einwanderung von 0,2 % der Wohnbevölkerung pro Jahr niemand mehr in die Schweiz kommen.“ Dieses kleine Beispiel zeigt: Herr Chemieforscher, Frau Ingenieur oder wer auch immer könnten nach Annahme einer solch starren Einwanderungsbeschrän​kung also bei einem (in gewissen Branchen bereits realen) Fachkräftemangel nicht mehr Ihre freien Stellen besetzen. Es gibt in der Initiative keine Möglichkeit zur Anpassung dieser starren Einwanderungsquote!

Doch die starre Einwanderungsquote ist nicht das einzig absurde an der Vorlage. Ecopop verlangt, dass 10 % der Entwicklungshilfe-Gel​der in freiwillige Familienplanung fliessen soll. Im Klartext: Die Schweiz, welche bisher in armen Ländern Bildungsprojekte ankurbelte und Menschenrechte bekannt machte soll dort plötzlich Kondome verteilen. Wie diese Präservative den Einwanderungsdruck in die Schweiz beeinflussen sollen ist mir sehr schleierhaft…

Kurz gesagt: NEIN zu Ecopop, weil die Initiative unserem Wohlstand schadet und Kondome verteilen definitiv nicht die Zuwanderung beeinflusst.

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Comments to: NEIN zu Ecoflop!
  • Oktober 30, 2014

    Es ist eine verzerrende Darstellung ausschliesslich auf jährlich “nur” 16’000 Personen Nettowanderung (nach 0.2% ECOPOP-Limitierung) zu verweisen. Der Austausch über die Landesgrenze hinweg wird auch mit der ECOPOP-Limitierung viel grösser sein.

    In den letzten Jahren sind durchschnittlich etwa 85’000 Personen ausgewandert und etwa 155’000 Personen eingewandert. Sehr wahrscheinlich würde mit reduzierter Einwanderung auch die Auswanderung abnehmen, z.B. angenommen 50’000 auswandernde Personen.

    Die Rechnung nach Ja zu Ecopop sieht dann so aus: 50’000 Personen Auswanderung, 66’000 Personen Einwanderung, Netto-Einwanderung 16’000 = 0.2%

    Es kämen also rund 65’000 Personen pro Jahr neu in die Schweiz. Wenn man Personen mit speziell benötigten Qualifikationen bevorzugt behandelt, dann bleibt von der angeblichen Wirtschafts-Schädlich​keit der Ecopop-Initiative nicht mehr viel übrig.

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  • Oktober 30, 2014

    @ Herr Tschopp,

    Es freut mich und gereicht Ihnen zu Ehren, dass Sie sich um ECOPOP ihre Gedanken machen. Doch eines geht Ihnen sicherlich noch ab, und dies ist keinesfalls ein Vorwurf, nämlich die Lebenserfahrung, darum nur kurz dies zur Erinnerung, weil Sie müssen nicht immer nur alles glauben, was die Menschen so den Tag lang Ihnen erzählen & um die Ohren hauen, aus was für eigennützigen Gründen auch immer, vor allem Politik heisst ja immer automatisch auch; eigene Interessen vertreten. Im Grunde gehen die Extremen nicht auf beiden Beinen, sondern hüpfen subjektiv einpolig nur auf einem in der Welt umher, sinngemäss versteht sich. Ein lustiger Anblick nicht ?
    Also, “Nicht nur leere Worte, lasst die Politiker/Innen Taten sprechen;

    So haben vor der Personenfreizügigkeit​sabstimmung die Bundesräte Calmy Rey & Deiss aktiv in die Abstimmung eingegriffe – anstatt sich neutral zu verhalten wie sich dies für eine Exekutive gehörte – mit der kühnen, heute als unwahre Schönfärberei enttarnte Meinungslenke in die falsche Richtung; Keine Angst ihr lieben Mitbürger/Innen, es werden dadurch allerhöchstens 8’000 bis 10’000 Personen mehr in die Schweiz kommen, ihr könnt die PFZ alles ruhig annehmen. Heute sind es erwiesenermassen jählich 80’000 bis 100’000, also genau das Zehnfache, alle zwei Jahre eine Stadt wie Basel mehr. Dies ist unverwantwortlich, weil es die Schweiz implodieren lässt, es gilt sie aber zu erhalten. Und vor dieser PFZ hat die Schweiz auch Jahrhunderte gut überlebt, mit viel weniger Stress wie heute, also besser, eben mit guter LEBENSQUALITÄT.
    Dies​e gilt es der nächsten Generation zu erhalten, nicht sie eigennützig zu verspielen, allein um mehr “Kohle” um jeden Preis zu machen. 60 Mio. CHF für eine CEO sind mehr als genug, es reicht jetzt. Punkt.
    Darum Ecopop J A .

    2. Dann dieser Blödsinn der Gegner von nur “Kondome verteilen”, die dann höchstens die Kinder aufblasen und Fussball spielen würden damit. Nonsens, leicht durchschaubar. Es geht primär um Bildung und Aufklärung, damit auch die Frauen z.B. in Afrika ein für sie geltendes Menschenrecht der freien Selbstbestimmung, eben wann und wie sie schwanger werden wollen oder eben nicht, überhaupt wahrnehmen können. Punkt.

    3. Hingegen ist die jetzige Entwicklungshilfe, worüber vor allem das links/grüne Parlament jährlich unermesslich viel “palavert” ohne viel Sinn und gar keiner Wirkung, im Gegenteil, diese “Entsicklungshilfe” verunglimpft, beschämt und hilft nur die afrikanische Bevölkerung mittels Stärkung der Diktatoren & Despoten, weiterhin zu knebeln und zu unterdrücken,
    ja weiter zu “versklaven”. Sie wirkt also nur kontraproduktiv ganz negativ.
    Aber eben, dadurch profitieren wohl einige im Westen auch, nämlich weiterhin von billigen Sklavenprodukten, inklusive Kinderarbeit, aus Afrika.

    Weitere Beispiele total verfehlter “Entwicklungshilfe”.

    Manche Europäer und Amerikaner haben verstanden, dass Entwicklungshilfe Schaden anrichten kann. Sie versuchen, ihre Projekte streng zu kontrollieren, um Korruption zu vermeiden.

    Über die „gezielte Hilfe“ ohne schädliche Nebenwirkungen wird viel diskutiert. Aber die Kritik auch an dieser Form von Entwicklungshilfe bleibt. Wer bezahlt für die Projekte ? Es sind die europäischen, amerikanischen oder chinesischen Steuerzahler, nicht aber die afrikanischen Bürger. Wenn aber das Steuergeld eines anderen ein Projekt finanziert, verspüren die Menschen vor Ort keine Verantwortung dafür. Es fehlt dann der Wille, zu säen. Deshalb scheitern so viele Entwicklungshilfeproj​ekte. Wer Afrika helfen will, darf den Afrikanern nicht sagen, wie man an sein Geld kommt. Man muss den Afrikanern die Chance geben, selber zu produzieren und ihre Güter zu verkaufen. Und man muss die Regierungen darauf verweisen, sich über die Steuergelder ihrer Bürger zu finanzieren. Das ist der einzige Weg, wie man die Korruption in den Griff bekommt und die Regierungsführung verbessert.

    Kein afrikanischer Bürger würde einen korrupten Politiker unterhalten, wenn er selbst dafür bezahlen muss. Wenn ein Dieb in Nairobi vom Mob erwischt wird, bevor die Polizei kommt, kann er tot sein. Die Menschenmenge nimmt den Diebstahl persönlichen Eigentums nicht hin. Vergleichen Sie das mit den großen Korruptionsskandalen in diesem Land, in denen Politiker Millionen Dollar beiseitegeschafft haben. Wie viele Menschen steinigen Politiker oder regen sich über die Korruption auf ? Niemand, weil es nicht ihr Geld ist. In gewisser Weise hat der korrupte Politiker ja die Steuerzahler in Europa oder Amerika bestohlen. Wenn unsere Regierungen (in Afrika) aber auf unser Steuergeld angewiesen sind, wird kein Afrikaner mehr akzeptieren, dass die Politiker unser Geld stehlen. In diesem Sinne würde es der Demokratie helfen, wenn die Zahlungen von Hilfsgeldern eingestellt würden.

    Die Intention ist gut, aber die Nebenwirkungen sind schrecklich. An wen wenden sich westliche Medien, wenn sie etwas über Afrika erfahren wollen ? Sie fragen den Vertreter einer privaten Hilfsorganisation. Wir haben jetzt all diese Retter in unserer Mitte, die dem Westen erklären, dass Afrika Hilfe braucht und dass sie wissen, was zu tun ist. Dabei erhalten diese sich damit nur eigennützig selber am Leben, begründen ihre eigentlich für die Afrikaner/Innen schädliche “Existenzberechtigung​”.

    Also junger Mann, alles zuerst hinterfragen, denn schon der Grieche Sokrates hat vor über 3200 Jahren festgestellt; “Die Wahrheit ist immer dort, wo man sie am wenigsten vermutet”. Dies können Sie nun jedenfalls auch bei der Entwicklungshilfe” selber mal überprufen. Verstehen Sie dies bitte nicht als pers. Kritik, nein, ich möchte Sie ermutigen, so aktiv weiter zu machen.
    Junge wie Sie sind (vielleicht) doch noch unsere Zukunft.

    Nur eines noch, als intelligenter junger Mann sind Sie meiner Meinung nach aber bei der falschen Partei, die durch einen Meineid oder den “Judakuss”, wie Sie wollen, aus der Taufe gehoben worden ist. Ich sage auch nicht, dass bei der BDP alles schlecht ist, Gott bewahre, nur würde ich nie einer Vereinigung beitreten, die sich auf einer Lüge gründete. Dies ist immer bloss auf Sand gebaut, und nicht auf “Fels”. Dies ist nur meine pers. Meinung.
    Ihnen alles Gute.

    Wer Afrika wirklich helfen will, darf kein Geld geben.

    Quelle;

    ​(drei Seiten lang, siehe auch die Lesermeinungen)

    ht​tp://www.faz.net/aktu​ell/wirtschaft/konjun​ktur/entwicklungspoli​tik-wer-afrika-helfen​-will-darf-kein-geld-​geben-1437005.html

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    • Juli 19, 2021

      Die BDP ist aufgrund einer Abspaltung der SVP entstanden.

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    • Juli 19, 2021

      @ Herr Marquis,

      Ich weiss wie die BDP entstanden ist. Ja wenn die Macht lockt, dann vergisst man anscheinend gerne ein noch am Vorabend dem Präsidenten der Mutterpartei noch mündlich abgegebenes Versprechen, und bricht es schlussendlich doch.

      Ich würde sagen, alles was Spaltung bringt, ist nicht, nein niemals von Gutem.

      ****

      Das​ Geheimnis der Macht besteht darin, zu wissen, dass andere noch feiger sind als wir.

      Ludwig Börne

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  • Oktober 31, 2014

    Herr Tschopp

    Blöd nur, dass die Meisten von uns inzwischen doch bemerkt haben, dass nebst diesen gesuchten Fachkräften, vorallem schlecht qaulifizierte Billigarbeiter zuwandern.

    Und ev. ist es ja doch nicht nötig, dass jeder Mitarbeiter selbst zum Büroklammern sortierten einen Hochschulabbschluss besitzen und mind. fünf Fremdsprachen beherrschen muss. Aber wehe, er taugt wirklich was und hat Abitionen, denn dann könnte dem angestellten Vorgesetzten ja ev. irgendwan am Stuhl sägen! Also stellt er diesem schon mal garantiert nicht ein. Den auch er steht sich als Lohn- und Bonibezüger, selbst am Nächsten. 😉

    Dahinter werden Sie im Laufe ihrer Karriere auch noch kommen.

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  • Oktober 31, 2014

    “Die Schweiz, welche bisher in armen Ländern Bildungsprojekte ankurbelte und Menschenrechte bekannt machte soll dort plötzlich Kondome verteilen. Wie diese Präservative den Einwanderungsdruck in die Schweiz beeinflussen sollen ist mir sehr schleierhaft…”

    Her​​r Tschopp, was hat dieses Engagement denn bisher gebracht, ausser unser Wohlstands-Gewissen etwas zu entlasten? Weniger Kinder in Afrika die nur auf die Welt kommen müssen, um dann elend zu verhungern?

    Es ist ja nicht so, dass jemand zur Verhütung gezwungen würde, im Gegenteil! Man gibt ihnen endlich die Möglichkeit, zu verhüten! Und somit vorallem als Frau, ein selbstbestimmtes Leben zu führen…

    “Entwick​​lungs-Hilfe” ist Hilfe zur Selbsthilfe! Und das hat im Endeffekt halt sehr wohl Auswirkungen auf den Einwanderungsdruck! Wen man im eigenen Land eine Zukunft hat, muss man nicht mehr auswandern… Natürlich braucht es dafür Wissen und Bildung, doch nur mit dem Wissen, ohne die nötigen Mittel, regulieren sie leider auch beim besten Willen keine Geburten. Und die Rechnung ist ja einfach, je mehr Mäuler zu stopfen sind, um so grösser ist der Aufwand sie satt zu bekommen. Und schlaue Bücher lesen, geht mit satten Bauch def. besser als hungrig, also wo liegen wohl die Prioritäten dieser Menschen? Beim nackten Überleben, Herr Tschopp!

    Und nun fragen Sie sich bitte mal selbst, wieso kämpfen diese Menschen immer noch ums nackte Überleben, obwohl wir seit x Jahrzehnten “Entwicklungshilfe” betreiben??? Diese Kosten-Nutzenrechung möchte ich wirklich gerne mal sehen! Und ich behaupte, den Nutzen haben sogenannt “Uneigennützige” Institutionen und korrupte Individien die sich skrupellos an der Armut im eigegen Land bereichern.

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