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Nein zu ECOPOP (Redetext DV FDP Kanton Glarus)

Sehr ge­ehr­ter Herr Präsident,

geschätzt​e freisinnige Würdeträgerinnen und Würdeträger,

liebe Delegierten und Gäste

 

Vielen Dank für die Einladung zur Delegiertenversammlun​​g der FDP Kanton Glarus. Ich schätze es sehr, dass Sie einem Jungfreisinnigen die Möglichkeit geben, mit Ihnen einige Gedanken zur Volksinitiative „Stopp der Überbevölkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen“, auch bekannt als ECOPOP, zu teilen.

 

Oft wird die Einwanderung mit Problemen in Verbindung gebracht: volle Züge, verstopfte Strassen, Zersiedelung und mehr Wettbewerb im Arbeitsmarkt. Die Befürworter von ECOPOP versprechen uns, diese Probleme mit einer strikten Regulierung der Einwanderung zu lösen. Diese Politik ist scheinheilig.

 

Die​​ Einwanderung ist nicht ein Problem, sondern eine Chance. Länder, in welchen die Einwanderung vergleichsweise hoch ist, verzeichnen mehr Wohlstand als solche, in denen die Menschen das Land verlassen. Die Schweiz hat sich mit Bravour durch die Krise gemeistert und steht besser als ihre Nachbarsländer da. Wir können froh sein, dass arbeitswillige Ausländerinnen und Ausländer ihr Glück in der Schweiz suchen. Wenn wir weiterhin zur weltweiten Spitze gehören wollen, so dürfen wir uns nicht abschotten.

 

Man darf aber nicht verschweigen, dass die Einwanderung Herausforderungen für die Schweizer Politik bringt, wie man mit unerwünschten Effekten umzugehen hat. Natürlich hat die Einwanderung auch ihre Schattenseite. Ich denke da einerseits an die Einwanderung in unserer Sozialsysteme. Die FDP forderte den Bundesrat bereits vor Jahren dazu auf, die bestehenden Gesetze konsequent anzuwenden, so dass das Sozialsystem nicht zu attraktiv ist. Anderseits denke ich an die Zersiedelung, welche vor allem durch die Subventionen des öffentlichen Verkehrs getrieben wird. Kostenwahrheit in der Mobilität, egal welches Verkehrsmittel es betrifft, würde auch hier helfen, das Problem mit vollgestopften Zügen zu lösen. Wir Politikerinnen und Politiker sind gefragt, liberale Lösungen für die bestehenden Herausforderungen zu finden.

 

Das heutige Staatssystem beruht auf Wachstum. Man kann dies gut, oder schlecht finden. Denken Sie an die staatliche Altersvorsorge, welche nur schon wegen der demographischen Entwicklung in Schwierigkeiten geraten wird, oder an den jährlich wachsenden Staatshaushalt, um die laufenden Ausgaben zu decken. Wenn wir nicht mehr quantitativ wachsen wollen, was durchaus legitime Gründe haben kann, müssen wir zuerst unser System darauf ausrichten. Konkret bedeutet dies ein flexibles Rentenalter, eine freie Pensionskassenwahl, mehr Eigenverantwortung sowie Selbstbestimmung und weniger staatliche Einmischung in unser Leben. So hat jeder die Freiheit, sein Leben so auszurichten, wie man es persönlich für richtig hält, ohne anderen zu schaden. Wenn wir aber ECOPOP annehmen, so sind die Folgen für uns Jungen verheerend. Die Schweiz spielt nicht mehr in der Champions League, sondern in der Challenge League mit. Wir wären international nicht mehr kompetitiv.

 

Die angestrebten Ziele von ECOPOP schaden allen. Eine starre Einwanderungsquote ist unsinnig. Geht es der Wirtschaft gut, so kommen mehr Leute in die Schweiz, wenn es ihr schlecht geht, kommen weniger. Auch wenn ich die Masseneinwanderungsin​​itiative bekämpft habe, kann man ihr Zugute halten, dass sie durch ihr Kontingentsystem flexibler ausgestaltet ist.

 

Neben dieser starren Einwanderungspolitik verfolgt ECOPOP ein zweites Ziel. Sie will die Verteilung der Entwicklungshilfe in der Bundesverfassung mit Prozentzahlen verankern. Geschätzte Damen und Herren. Es liegt nicht an der Schweiz, anderen Ländern zu diktieren, wie sie ihre Familienplanung auszugestalten haben. Was die Entwicklungsländer brauchen, ist ein funktionierendes Rechtssystem, Freiheitsrechte und Eigentumssicherheit. Entwicklungshilfe muss dynamisch und anpassungsfähig sein und nicht für gewisse Ideologien missbraucht werden.

 

ECOPOP stülpt sich selbst ein ökologisches Deckmäntelchen über. Mit absurden Argumenten wird versucht, unser grünes Gewissen anzusprechen. Aus Sicht des globalen Klimas ist es aber völlig egal, ob ein Mensch in Deutschland oder in der Schweiz CO2 verbraucht. Zudem zeigen viele Studien eindrücklich, dass dank fortschrittlicher Technologie die freisten Länder auch die saubersten sind. Vergleicht man den CO2 Verbrauch der Schweizer und derjenige der Chinesen, ist offensichtlich, dass mehr Verantwortung zur einem Selbstbewussteren Umgang mit unserer Umwelt führt. Die Zuwanderung zu regulieren hat nichts mit grüner Politik zu tun. Die Umwelt wird am besten geschützt, wenn die Leute für ihr Handeln verursachergerecht die Konsequenzen tragen.

 

Wir müssen uns immer wieder bewusst sein, dass unser Wohlstand nicht gottgegeben ist und jeden Tag neu erarbeitet werden muss. Die Generationen vor mir hatten die Möglichkeit, dank einer liberalen Gesetzgebung innovativ und erfolgreich zu sein. Diese Chance soll uns Jungen nicht genommen werden. Auch wir sollen die Chance haben, eine liberale und offene Schweiz, welche die Eigenverantwortung achtet, aktiv mitzugestalten. Danke Sie an uns, wenn Sie an die Urne gehen, und stimmen Sie Nein zu ECOPOP.

 

http://an​​drisilberschmidt.ch/​n​ew/nein-zu-ecopop-r​ed​etext-dv-fdp-kanto​n-g​larus/

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Comments to: Nein zu ECOPOP (Redetext DV FDP Kanton Glarus)
  • November 28, 2014

    @ Junger Mann, wieviel Wachstum wollen Sie denn noch,
    denn allzuviel ist immer sehr ungesund ?.

    Alles ist “Heilmittel & Gift” zugleich, alleine das Quantum entscheidet, Paracelsus.

    Die FDP sollte endlich wieder liberal werden & für die Eigenständigkeit der Menschen pladieren, nicht die verdienten, bienenfleissigen Arbeitskräfte (Schweizer/Innen wie Ausländer/Innen) ab 45 Jahren z.T. schon kündigen weil zu “teuer”, & ohne jeden Skruppel dann durch viel “günstigere” Ost-Eu-Arbeitsnehmer/​Innen ersetzen.

    Von den ca. 28’000 “Schein-Asylanten”, welche grösstenteils nur in die zu gut dotiereten CH-Sozialsysteme einwandern & diese plündern, unter klarem Missbrauch der Schengen- & Dublin Verträge, was die Schweiz ca. 3,7 Milliarden pro Jahr kostet, sodass jetzt SP-BR-Berset eine Total Revision der AHV für dringend nötig hält. Ich sage Ihnen A. Silberschmitd jetzt voraus, dass Sie jedenfalls, wenn überhaupt, mit Sicherheit nur noch ca. 1/4 von der heutigen AHV bekommen werden. Echte Flüchtlinge, nach UNO-Charta an Leib & Leben Verfolgte, müssen wir aufnehmen, das ist klar, aber pro Jahr sind das allerhöchstens ca. 500 Menschen. Wenn die Parteien den Asylmissbrauch jetzt nicht stoppen, werden die Sozialkassen weiter vermehrt ausgeplündert von Leuten die keine Beiträge geleistet haben & so schlussendlich an die Wand gefahren. Eritreer die sich z.B. weigern deutsch zu lernen & sich zu integrieren, landen nachweisbar seit Jahren zu 90 % bei der Sozialhilfe, ohne je einen Beitrag bezahlt zu haben. Das ist doch ein Unrecht gegenüber allen Beitragszahlern, was nicht aufgehen kann auf Zeit. Ihre Generation wird die Leidtragende sein.

    Als bestes Argument für Ecopop halte ich die darin sehr klar & deutlich erkennbare ethische Zielrichtung, MEHR LEBENSQUALITÄT.

    ht​tp://www.vimentis.ch/​dialog/readarticle/ec​opop-ja-zu-mehr-leben​squalitaet-fuer-alle/​

    Wir müssen in der schönen Schweiz jetzt endlich vermehrt viel mehr Sorge tragen auch zu unserer Landschaft, nicht nur diese völlig kopflos “zupflastern”, das sind wir der Generation nach uns, also auch Ihnen junger Mann, doch schuldig.

    Darum ECOPOP JA.

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    • Juli 19, 2021

      Dass nach Ihrer realitätsfremden Auffassung 99% der Flüchtlinge “unecht” sind, ist bekannt, Herr Hottinger. Damit versuchen Sie nur Ihr Gewissen zu beruhigen. Genauso mit dem Schönreden der Situation in Eritrea. Nach meiner Einschützung wollen Sie doch einfach weniger Ausländer wegen Ihrer eigenen(!) “Lebensqualität”, die Sie dadurch bedroht sehen. Die Lebensqualität der Flüchtlinge ist Ihnen egal.

      Nur als Kleine Erinnerung:
      a)Asylbewerber stellen ca 2% der Zuwanderung, während der Löwenanteil von unserer Wirtschaft geholte Arbeitskräfte sind.
      b) Der Bundesrat stellt in Aussicht, dass die Asylbewerber auch nach allfälliger Ecoppop Annahme kommen. Dafür weniger Arbeitskräfte. Da werden dann ein paar Arbeitsplätze verschwinden (ich weiss, das sagt die Wirtschaft immer, aber diesmal hat sie mal Recht damit); dadurch haben wir weniger Wohlstand und WENIGER LEBENSQUALITÄT.

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    • Juli 19, 2021

      @ St. Pfister,

      Sie schreiben;

      “Nur als Kleine Erinnerung:
      a)Asylbe​werber stellen ca 2% der Zuwanderung, während der Löwenanteil von unserer Wirtschaft geholte Arbeitskräfte sind.”

      1. Wie gesagt es bleibt die Wirklichkeit, von diesen 2 % sind 99 % Wirtschafts- resp. Wohlstandsflüchtlinge​, denn wieso reisen diese durch sieben Länder, um in der Schweiz, Deutschland oder Norwegen sich ins Sozialsystem anzumelden ? Richtig, nicht weil sie verfolgt sind, ansonsten reicht das Nachbarland, der Verbleib nahe der Heimat, die gleiche Kultur, sonder weil es dort auf einen Schlag eine 100 % Rundumversorgung der Sozialsylsteme ohne eignen Beitrag gibt. Ich bin diesen Menschen nicht böse, ich verstehe dass sie den Weg des geringsten Widerstandes gehen, und über unsere lebensfremde Behörde dann noch lachen, diesen Behördenmitgliedern bin ich böse, die nicht einmal in der Lage sind, die Bestimmungen der Schengen- & Dublinverträge nach Jahren endlich anzuwenden, was uns Milliarden kostet. Darum hat Italien mit EU-Aussengrenze weniger Asylanträge als die siebenmal kleinere Schweiz;

      Eigenwill​e; Der Eigenwille wird niemals befriedigt, wenn er auch alles hätte, was er wünscht; man ist aber befriedigt, wenn man entsagen kann.
      – Pascal, Gedanken.

      2. Nein auch falsch, nicht der Löwenanteil sind von unserer Wirtschaft geholte Arbeitskräfte, denn wirklich einer Arbeit nach gehen gerade 35-40 %.
      Arbeitskräfte aus dem nahem Auslnd brauchen wir, das ist richtig,
      doch weil das Wohlstandsgefälle viel zu gross geworden ist (neue EU-Ostländer) ist die Ecopop Begrenzung die einzig richtige Lösung, denn die Exekutive in Bern, die beknntlich von der Wirtschaft gesteuert wird (auf jeden Parllamentarier trifft es 3 Lobbyisten) war & ist dazu ja nicht fähig.

      “Eigennutz & Leidenschaft sind miteinander verheiratet; diese Ehe nennt man Selbstsucht; diese unglückliche Ehe !”
      – Nietsche, Nachlass (Unschuld des Werdens), 1, 850.

      Ich habe darum jetzt Vertrauen in einen weisen Entscheid unseres Volkes mit einem Ecopop JA am Sonntag.

      Wir werden es dann sehen.

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    • Juli 19, 2021

      Ihre 99% sind nach wie vor reine Behauptung.

      Die Arbeitskräfte aus den grenznahen EU-Staaten, die wir brauchen, wie Sie oben sagen, sind ja genau die, die kommen. Die grössten Ausländergruppen sind Italiener und Deutsche.

      Es ist übrigens bezeichnend, dass Sie in Ihrer Pro-Ecopop-Argumentat​ion kein einziges Mal die Umwelt oder die Kondome in den Entwicklungsländern erwähnt haben. Es geht Ihnen einzig und allein um weniger Ausländer. Sie dürften damit der typischere Ja-Stimmer sein als Herr Schneider.

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  • November 28, 2014

    Junger Mann was Sie da schreiben ist eine Verschleierung der Tatsachen! Diese Einwanderung ist der Ruin der Schweiz, das ist Fakt!

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  • November 28, 2014

    Sehr überzeugend, vielen Dank.

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