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Nein zur Altersvorsorge 2020!

Es ist un­be­strit­ten, dass wir un­sere Al­ters­vor­sorge nach­hal­tig sa­nie­ren müs­sen. Mit der Ab­stim­mungs­vor­lag​​e vom 24. Sep­tem­ber wird dies aber ge­rade nicht ge­macht! Diese Vorlage möchte einige Zückerli ver­tei­len und den Bür­gern mehr Geld aus dem Sack nehmen, aber die Lösung fun­da­men­ta­ler Herausforderungen, wie etwa die de­mo­gra­fi­sche Ent­wick­lung und das tiefe Zin­sum­feld, wel­ches den po­li­tisch zu hoch an­ge­setz­ten Ren­ten-Um­wand­lungs​​­satz in Frage stellt, wird auf die lange Bank geschoben.

 

Statt die finanziell gebeutelte AHV zu sanieren, schlägt die Vorlage vor, sie sogar noch auszubauen! Die 70 Fr. mehr Rente pro Monat kosten alleine 1.4 Mrd. Fr. pro Jahr und würde allen Neurentnern ausgeschüttet, egal ob diese das Geld benötigen. Das ist nicht zweckmässig: Gutsituierte profitieren davon ohne Notwendigkeit.

Andere​​rseits stellt die Mehrwertsteuererhöhun​​g die heutigen Rentner schlechter und trifft tiefe Einkommensschichten überproportional, ohne aber mit den Mehreinnahmen die Probleme der AHV zu lösen.

 

Besonders hart benachteiligt die Vorlage die heutigen Arbeitnehmer, insbesondere die Jungen: Nicht nur müssen sie mehr Mehrwertsteuern bezahlen und höhere AHV-Beiträge, sondern ihr Renten-Umwandlungssat​​z wird auch nach unten korrigiert, und die Umverteilung von Jung zu Alt gerade auch in der Pensionskasse geht weiter. D.h. die Altersvorsorge 2020 schafft es nicht, die Renten der heutigen jungen Arbeitnehmer zu sichern! Denn auch wenn die Vorlage angenommen werden würde, wäre deshalb in wenigen Jahren eine weitere, aber aufgrund der Mehrausgaben der Altersvorsoge 2020 noch krassere Reform fällig.

 

Ich lehne die Altersvorsorge 2020 entschieden ab. Das Geschäft gehört zurückgeschickt an Bundesrat und Parlament. Wenn schon einschneidende Massnahmen (wie höhere Abgaben) beschlossen werden, dann muss auch eine nachhaltige Sanierung, welche die Renten auch für künftige Generationen sichert, dabei herauskommen!

 

 

  

Adrian Ineichen

Präsident, FDP Dübendorf

 

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Comments to: Nein zur Altersvorsorge 2020!
  • September 4, 2017

    Egal was für ein Einkommen man hat, man bezahlt AHV, also ist es richtig, dass alle, egal ob sie es brauchen, die AHV bekommen, …und logisch, dass sie auch die Erhöhung bekämen.
    Jeder zweifel in diese Richtung ist unwürdig.

    Die AHV wird in Zukunft mit mehr oder nur noch durch Mehrwertsteuer Prozente getragen, so sehe ich das, mit den Lohnprozenten kann man aufhören.
    Dann liegt der Entscheid beim Bewohner plus bei allen welche hier etwas konsumieren, wie viel in die Kasse kommt.

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    • Juli 19, 2021

      Stichwort Einkaufen im Ausland und Mehrwertsteuer zurückfordern…
      …​kompensieren durch Erhöhung der Mehrwertsteuer / Verteuerung im Inland
      …verstärkt umgehen der Mehrwertsteuer durch Einkaufen im Ausland…
      …wohnen​ im Ausland
      …Arbeiten in der Schweiz
      …durch erhöhte Mehrwertsteuer im Inland bezahlte AHV im Ausland beziehen …

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    • Juli 19, 2021

      Ziemlich schlechte Idee, Herr Nabulon.
      Korrekt überlegt, Herr Knall.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Franz Krähenbühl,
      mag sein dass dies eine sehr schlechte Idee ist.
      Jedoch den noch arbeitenden immer mehr Lohnprozente abnehmen, geht auch nicht.
      Wir haben bereits eine recht hohe Jugend Arbeitslosigkeit, es wird sehr schnell gekündigt, es werden Löhne bezahlt, auf einem Niveau dass ich bereits kannte…das sind Lohnrückgänge ..
      Wenn wir solche Kassen wollen, auch BVG, irgend wo muss das Geld herkommen. Wir können auch darauf verzichten, Fremde damit beauftragen, auf unser Geld aufzupassen.

      BVG hat Wohnungen gebracht, die man kaum mehr bezahlen kann als Otto Normalo

      KK lässt die Kosten explodieren,

      Offensichtlich können Fremde nicht gut mit dem Geld umgehen

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    • Juli 19, 2021

      Das ist mir neu, dass die AHV für alle Einkommen bezahlt wird. AHV wird nur von den Löhnen abgezogen, nicht von allen Einkommen. Das ist ungerecht und sollte geändert werden.

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  • September 5, 2017

    “D.h. die Altersvorsorge 2020 schafft es nicht, die Renten der heutigen jungen Arbeitnehmer zu sichern!”

    Denke bis die heutigen Jungen Rentner sind vergehen 20-30 Jahre!
    Dass die AHV im Gegensatz zum BVG im Umlageverfahren funktioniert sollte inzwischen jedem klar sein?
    Ein ehemaliger Bundesrat sagte einst: “Wenn jemand behauptet, er könne die Probleme welche 20 Jahre oder mehr in der Zukunft liegen schon heute lösen, ist er entweder ein Scharlatan oder Wolkenschieber”

    Ke​in Mensch weiss, was bis dahin ist. Wenn die heute Jungen zu wenig AHV bekommen dann nur deshalb, weil es A zu wenig Arbeitsplätze B zu wenig Lohn und somit zu wenig AHV Beiträge gibt.
    Ist möglich, bei zunehmender Automatisierung sofern die Hauptabgaben immer noch aus Löhnen abgeleitet werden und dem kreieren von ständig neuen Schlupflöchern um AHV Abgaben zu umgehen.

    Die 70 Fränkli mehr machen 1.4 Mrd aus?
    Der neue Kampfflugzeug Wunsch von Parmelin kostet 9 Milliarden:

    https:​//www.blick.ch/news/p​olitik/und-erhoehung-​des-militaerbudgets-p​armelin-will-neue-kam​pfjets-fuer-9-milliar​den-franken-id7259167​.html

    Die FDP sollte sich mal Gedanken darüber machen ob es der Wirtschaft dienlich ist, wenn den Rentnern die Kaufkraft fehlt. Es wird so getan, wie wenn das Rentengeld sich ins Nirwana auflöst.
    Auch Rentner sind Konsumenten, die Renten fliessen also wieder in die Wirtschaft. Aber wenn das Geld knapp ist wird halt nur das nötigste gekauft.

    “Andere​​​rseits stellt die Mehrwertsteuererhöhun​​​g die heutigen Rentner schlechter und trifft tiefe Einkommensschichten überproportional”

    ​Stimmt kaum, Rentner mit tiefen Renten werden vor allem Güter mit reduziertem Mehrwertsteuersatz konsumieren. Es war die FDP, welche den reduzierten Mehrwertsteuersatz einst bodigen wollte.

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    • Juli 19, 2021

      Die Bundesräte verstehen das Geldsystem nicht. Geht etwa das Geld aus und wir müssen verhungern und verdursten. Denken statt kopieren?

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  • September 17, 2017

    Warum das Nichtverstehen des Geldsystems und damit auch der Betrug (Offizialdelikt) der Ökonomen, Politiker, betreffend Geldzirkulation von Schuld entsteht aus Kapital, Ausgaben aus Einnahmen, Staatsausgaben aus Steuern, Rentenausgaben aus Beiträgen, grassiert, wundert mich nicht? Das Umgekehrte ist richtig und würde die Meinungen und Systeme auf den Kopf stellen. Von mir mehrmals erwähnt, aber kein Interesse?
    Ich zitiere Waren Mosler, aus einem Buch “”Die sieben unschuldigen, aber tödlichen Betrügereien der Wirtschaftspolitik”:

    “Die Verbreiter dieser Mythen sind nicht nur im Unrecht, sondern ihr Denkvermögen reicht nicht dazu aus, um zu verstehen, welche Ungerechtigkeiten sie anrichten. Jede Behauptung, es doch vorher schon verstanden zu haben, wird zu einem Schuldgeständnis”
    Wi​rtschaftsprof. William Mitchell, University of Newcastle, Australien ergänzt:
    “Zu den Tölpeln, die “unschuldig” diese billigen Unwahrheiten weiterverbreiten, gehören Ökonomen, Think Tanks, Medien und vor allem die Politiker.”

    Wie soll dieses Lügenspiel Erwerbseinkommen funktionieren, wenn die Erwerbsarbeit drastisch abnimmt?

    Das Volk ist blöd, nur so kann der Betrug gelingen!

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