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Nein zur SVP-Abschottungsiniti​ative! Nein zu Mythen (I)

Lassen wir Licht auf die dunkle Angstmacherei treten und die regen wir die Bevölkerung zum Denken an!

Artikelserie gegen Mythen

 

Mythos Überfremdung

Ja, es gibt Einwanderung in die Schweiz, v.a. aufgrund eines nach wie vor grossen Fachkräftemangels, insbesondere in der Region Zürich (siehe Studie und Mitteilung des Amts für Wirtschaft und Arbeit, AWA, Kanton Zürich). Die meisten EU-Einwanderer der letzten zehn Jahre kamen also nicht, weil sie in ihrem Urpsrungsland keine Perspektive sahen, sondern weil sie aktiv von Unternehmen in der Schweiz rekrutiert wurden – weil wir in der Schweiz nicht genügend geeigneten Arbeitskräfte haben.

Von Masseneinwaderung kann jedoch keine Rede sein. Aus dem EU/EFTA-Raum sind netto im 2012 rund 54‘500 Personen in die Schweiz eingewandert (u.a. getrieben von der vorübergehend schlechten wirtschaftlichen Lage in einigen EU-Ländern), was 0.68% der Bevölkerung entspricht und dementsprechend die Bevölkerung um 0.68% vergrösserte.

Zum Vergleich: In den Babyboom Jahren zwischen 1950 und 1961 vermehrten sich die Schweizer um jährlich 0.9% während die gesamte ständige Wohnbevölkerung der Schweiz zwischen 1950 und 1969 um jährlich 1.5% wuchs! D.h. die Zahl der Ausländer in der Schweiz stieg 1950-1969 um durchschnittlich 6.8% pro Jahr, was während diesen 19 Jahren fast zu einer Vervierfachung der Ausländer führte.

Ja, wahrlich gab es in den 1960er Jahren Initiativen gegen „Überfremdung“, doch wurden diese abgelehnt! Wenn also damals die Mehrheit des Volkes weise entschied, dass eine derart grosse Einwanderung zu verkraften ist, dann sollten wir heute keine Angst vor Überfremdung haben, wenn die Zuwanderung heute massiv kleiner ist!

 

Adrian Ineichen

Präsident,  Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)

 

 

Quellen:​

Amt fürWirtschaft und Arbeit (AWA), Kanton Zürich: Auswirkungen der Zuwanderung auf Zürcher Arbeits- und Wohnungsmarkt

http:/​/www.awa.zh.ch/intern​et/volkswirtschaftsdi​rektion/awa/de/aktuel​l.newsextern.-interne​t-de-aktuell-news-med​ienmitteilungen-2012-​227_zuwanderung.html

 

 

Bundesamt für Statistik: Tabelle “Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit und Geschlecht (1950-2012)” (su-d-01.01.01.04).

http://www.bfs.admi​n.ch/bfs/portal/de/in​dex/themen/01/02/blan​k/data/01.html

 

 

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Comments to: Nein zur SVP-Abschottungsiniti​ative! Nein zu Mythen (I)
  • Januar 13, 2014

    “Zahl der Ausländer in der Schweiz stieg 1950-1969 um durchschnittlich 6.8% pro Jahr.” Klar! Jetzt kann man mit Zahlen aus dieser Zeit operieren, auch wenn damals ganz andere Voraussetzungen galten.

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  • Januar 13, 2014

    Was Sie bei Ihren Begeisterungskaskaden​ über die Einwanderung aussen vor lassen, Herr Ineichen JF, ist, dass es nicht nur um die Einwanderung aus dem EU-Traum geht, sondern um die Einwanderung in die Schweiz überhaupt!
    Die Initiative verlangt, dass endlich alle Varianten der Einwanderung den gleichen Kontingenten unterstellt werden sollen. Nur das ist ehrlich.

    Zuallerer​st ist aber die Initiative das ultimative Mittel, diese entscheidende Staatssouveränität wieder zurückzuholen! Denn ohne die Kompetenz über die Einwanderung selbst entscheiden zu können, ist auch das fintenreichste Diskutieren über die Einwanderungszahlen ziemlich sinnlos, weil wir sie doch nicht beeinflussen können.

    Überdies kommt Ihr Referat über die 1950er- und 1960er-Jahre angesichts Ihres jugendlichen Alters schon ein wenig schräg rüber. Sachlich gesehen ist es zudem so, dass eine Steigerung von 6,8% bei der ausländischen Bevölkerung heute wohl in absoluten Personenzahlen ein ziemlich schockierendes Bild ergeben würden…

    Wenn Sie also mit solchen Vergleichen operieren wollen, sollten Sie konsequent sein und da anfangen wo noch kein einziger Ausländer in der Schweiz war. Dann können Sie für Ihre krude Abstimmungspropaganda​ mittels früherer Steigerungsraten sogar bereits ab einem einzigen Einwanderer über eine historische Zunahme von mindestens 100% und mehr pro Jahr fabulieren.

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  • Januar 13, 2014
  • Januar 13, 2014

    Der Beweis:

    Von den viel propagierten zugewanderten Fachkräften landen Zentausende in der Arbeitslosenkassse. Von den 149’437 Arbeitslosen (48,3% Ausländer) sind 2/3 Fachkräfte & Kader (Quelle SECO)

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    • Juli 19, 2021

      Wie hoch ist denn der Fachkräfte- & Kaderanteil bei den Ausländern, bzw. speziell bei den EU-Ausländern? So wie sie sind, sind Ihre Angaben untauglich irgendetwas zu beweisen.

      Wussten Sie übrigens das Menschen in der Schweiz im Schnitt nur 90 Tage arbeitslos sind? Es ist nicht ungewöhnlich das man zwischen zwei Stellenwechseln auch mal den einen oder anderen Monat arbeitslos ist.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Wagner. Danke, dass wenigstens Sie nachfragen. Das zeigt mir, dass Sie an echten Fakten interessiert sind.

      Guckst du da:

      https://www.am​stat.ch/v2/index.jsp?​lang=de

      Man kann sämtliche Kategorien abfragen. Ob Ausländer, Schweizer, Junge, Alte, etc. Sehr interessant was ich hier zu lesen bekam.

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    • Juli 19, 2021

      Endlich mal jemand der mal einen Link als Referenz angeben kann. Danke, schaue ich mir mal in Ruhe an.

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  • Januar 13, 2014

    Herr Ineichen, es geht doch gar nicht um die Überfremdung, sondern bloss darum, dass irgendwann mal das Boot schlicht voll ist und kentern könnte.
    Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine geräumige Wohnung (falls man sich das überhaupt noch leisten kann).
    Es hat ja genügend Platz, um in einem Zimmer ein Bett für einen Kumpel aufzustellen, dann vielleicht auf noch eines für einen Flüchtling, weil das ja so arme Kerle sind. Dann noch ein Bett für… und noch eins. Irgendwann müssen sie dann halt in die Höhe bauen und die Betten durch Kajütenbetter ersetzen – Im Bad und in der Küche (Infrastruktur) ist’s eh schon eng, aber was soll’s, durch die Kajütenbetter haben Sie ja Platz gewonnen, da können dann schon noch mal einige Fachkräfte aufgenommen werden…

    …mal ehrlich: Wie viel würde es brauchen, bis sie da nicht mehr mitspielen würden? Ab wann finden Sie dann ihre eigenen vier Wände nicht mehr wohnlich?

    Wie lange soll die ungebremste Zuwanderung in unsere begrenzte Schweiz noch dauern? Bis sie nicht mehr “wohnlich” ist, oder wäre es vorher Zeit, die Zuwanderung zu begrenzen (nicht verbieten!)?

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  • Januar 15, 2014

    Kann uns eigentlich jemand der Damen und Herren “Ach Ihr wollt Abschotten-Fraktion”​ garantieren, dass bei einem kleinen Wirtschaftszusammenbr​uch in der Schweiz die Arbeitslosengelder nicht gekürzt werden wie wir es schon einmal hatten? Ist das garantiert oder nur so wieder bla bla? Darüber spricht nämlich niemand wenn wir schon beschuldigt werden, wir lesen im Kaffeesatz. Und die Damen und Herren sollen mir doch mal erklären, wer die vielen Arbeitslosen bezahlt, wenn Firmen abbauen, wegziehen trotz PFZ? Das wurde bis heute nicht beantwortet und das ist “veräppeln” der Wähler.

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  • Januar 15, 2014

    Herr Ineichen

    Besten Dank für diesen sachlichen und faktenbezogenen Artikel!

    Sie haben absolut recht und widerlegen hier sehr schön die Mythen der Abschotter!

    Es ist tatsächlich so, dass wir in keinster Weise eine “Masseneinwanderung​” oder eine “Überfremdung” haben. Wird auch hier sehr schön aufgezeigt:

    http​://schlemihlsblog.wor​dpress.com/2011/10/17​/das-marchen-von-der-​schadlichen-massenein​wanderung-teil-1/

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