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Nein zur Zersiedlungsinitiativ​​e

Nein zur Zer­sied­lungs­i­ni­t​​ia­tive

 

Wir alle wollen eine intakte Umwelt und eine nachhaltige Bodennutzung. Ich setze mich deshalb ein für eine nachhaltige Raumplanung. Damit soll das Bevölkerungswachstum vor allem in urbanen Regionen aufgefangen und Baureserven in Siedlungsgebieten besser genutzt werden (sogenannte «Siedlungsentwicklung​​ nach innen»).

 

Die verlockend klingende Zersiedlungsinitiativ​​e würde einen sorgfältigen Umgang mit dem Boden aber untergraben.

Denn diese radikale Initiative hat starke, ungewünschte Nebenwirkungen. Durch das Einfrieren der Bauzonenfläche würde Bauland verknappt, was angesichts der wachsenden Bevölkerung zu steigenden Wohnungspreisen führte. Diese Initiative der Grünen würde damit Baulandbesitzer bevorteilen!

Doch auch öffentliche Bauten, wie Schulen, müssten um den knappen Boden kämpfen und würden teurer oder könnten schlimmstenfalls gar nicht realisiert werden.

 

Gerade einige Kantone und Gemeinden, die (zu) stark eingezont haben, würden durch das Einfrieren gegenüber den anderen stark profitieren. Die Initiative würde also unsorgfältiges Haushalten mit dem Boden noch belohnen, was nicht im Sinne einer nachhaltigen Raumplanung sein kann.

 

Die Initiative würde zudem die Handlungsfreiheit der Landwirtschaft, die heute bereits überreguliert ist, übermässig einschränken und deren Wettbewerbsfähigkeit schwächen. Diese müsste für einige Nutzungen plötzlich auf Bauzonen ausweichen, was eine geordnete Siedlungsentwicklung erschweren würde.

 

Schliesslich​​ würde die Initiative zu noch mehr Zentralisierung führen und die regionalen Unterschiede, welche gerade in der Raumplanung zu berücksichtigen sind, ausser Acht lassen.

 

Das heutige Raumplanungsgesetz hat in den letzten Jahren mitgeholfen, den Bodenverschleiss zu senken. Die Kantone gehen nun sorgfältiger um mit Boden. Die Initiative würde diese Errungenschaft gefährden.

Sagen Sie deshalb wie ich Nein zur Zersiedlungsinitiativ​​e bei der Abstimmung am 10. Februar!

 

 

 

Adrian​​ Ineichen

Präsident FDP Dübendorf

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Comments to: Nein zur Zersiedlungsinitiativ​​e
  • Januar 16, 2019

    Es gibt heute viele Verstösse gegen die Zonenvorschriften. Das ist das Hauptargument, der Zersiedelungsverhinde​rungsinitiative zuzustimmen, auch wenn wieder Umgehungen versucht werden sollten, wie bei der Zweitwohnungsstoppini​tiative …

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  • Januar 21, 2019

    1.
    Nur mit steigenden Wohnungs- und Bodenpreisen kann der Stimmbevölkerung klar gemacht werden, dass die Verknappung des Lebensraums der Preis der masslosen Zuwanderung ist.

    2.
    Mit der Genehmigung der kantonalen Richtpläne werden die Kantone heute schon – unabhängig von der Zersiedelungs-Initiat​ive – angehalten, die übergrossen Bauzonen zurückzuzonen.

    3.

    Die bodenunabhängige Landwirtschaftsproduk​tion gehört in eine Gewerbezone. Diese Produkte sollten sowieso importiert werden, da sie im Ausland nachhaltiger produziert werden können.

    4.
    Wo führt die Zersiedelungs-Initiat​ive zu mehr Zentralisierung?

    5​
    Ist der Bodenverschleiss wirklich gesenkt worden? Weil wegen der hängigen Richtplananpassungen nicht mehr eingezont wurde, heisst das noch lange nicht, dass weniger Fläche überbaut wurde.

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  • Januar 22, 2019

    “Das heutige Raumplanungsgesetz hat in den letzten Jahren mitgeholfen, den Bodenverschleiss zu senken.”

    Die gesetzlichen Rückzonungen nach Raumplanungsgesetz sollten bis zur Abstimmung am 10. Februar 2019 längstens erfolgt sein. Mit der Zersiedelungsinitiati​ve werden im Anschluss an diese Rückzonungen nun neue Einzonungen verhindert. Diese logische Folge fehlt leider im Raumplanungsgesetz. Also JA stimmen.

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