1. Umwelt, Klima & Energie

Neue Energiestrategien als Chance

In der Ban­ken­krise wur­den wir ge­zwun­gen, eine neue Finanzmarktstra­tegie​ zu wählen. Der Fi­nanz­platz Schweiz soll nicht dank un­ver­steu­er­tem Geld pro­spe­rie­ren. Nach Tscher­no­byl und Fu­kus­hima for­dern nun auch die Eidgenössischen Räte eine neue Ener­gie­po­li­tik ohne Atom­strom.

 

Meine Feststellung ist, dass die Kantone für die neue Energiepolitik bereit sind. Stellvertretend zitiere ich Alt-Staatsrat Dr. Hans Wyer zum schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie. Unter dem Titel seiner ei­gens publizierten Broschüre „Neue Epoche in der Walliser Energiepolitik“ schreibt er: „… Das enorme Potenzial an erneuerbaren Energien eröffnet unserem Kanton neue wirtschaftliche wie auch gesellschaftliche Perspektiven… Der Entscheid des Bundesrates zum mittelfristigen Ausstieg aus der Kernkraft und dem Ausbau der Wasserkraft ist eine Chance für den Kanton Wallis.“ Und dies stellen auch andere Kantone bezüglich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz fest.

 

Weil sich 85 Prozent der Energieunternehmen im Eigentum der öffent­lichen Hand befinden, müsste es grundsätzlich ein Einfaches sein, die Energiestrategie der Energieunternehmen neu auszurichten. Entspre­chende Ziele müssen nun von der öffentlichen Hand im Rahmen der Eignerstrategie vorgegeben werden.

 

Entschei­​dend wird sein, ob bisherige Verwaltungsräte und Konzernlei­tungs­­mit​glieder in Energieunternehmen in der Lage sind, sich mit einer neuen Strategie anzufreunden. Aufgrund von einzelnen Aussagen be­fürchte ich, dass in gewissen Stromkon­zer­nen und Elektrizitätswerken Energie verschwendet wird, um zu bewei­sen, dass sich ein schrittweiser Ausstieg aus der Atomenergie nicht realisieren lässt.  Solche Kaderleute gehören ersetzt. Es gilt jetzt mit aller Kraft, den Ausstieg aus der Atom­ener­gie umzusetzen.

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Comments to: Neue Energiestrategien als Chance
  • Oktober 8, 2011

    Ja die Sparlampen waren und sind teuer. Sind auch Umwelt gefährlich bei nicht fachgerechter Entsorgung.

    Ein findiges Versandhaus hat das Glühlampen verbot umgangen in dem sie die Glühlampe als WÄRMEQUELLE DIE ZUGLEICH NOCH LICHT ABGIBT im Angebot.

    Der Nachteil der Sparlampe ist die Dauer bis sie Licht in voller stärke abgibt. Diesem kann man abhelfen in dem man sie dauernd warm hält,doch dann ist die Energie einsparung gleich Null.

    Im überigen ist das Glühlampenverbot im Prinzip ein Eigentor die wärme die die Glühlampe in geschlossenen Räumen abgibt,ist ja nicht verloren den sie trägt zur Heizung des Raumes bei.

    Der neuste Gag und Noch teuerer als die Sparlampen die sind bekanntlich schnee von gestern, ist die LED Lichttechnik hier sind die Gewinnmargen der Herstellen nicht 200 % sondern 500 bis 1000 % und das alles unter dem Deckmantel des Energiesparens.

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  • Oktober 8, 2011

    Zitat KG: “Entschei­dend wird sein, ob bisherige Verwaltungsräte und Konzernlei­tungs­­mit​glieder in Energieunternehmen in der Lage sind, sich mit einer neuen Strategie anzufreunden.”

    Ni​cht nur die Energieunternehmen. Auch die “Umwelt”organisatio​nen, die ausgerechnet nach Fukushima bis vor Bundesgericht gegen den Ausbau der Wasserkraft klagen! (wegen Restwassermengen)

    ​Zitat: “Aufgrund von einzelnen Aussagen be­fürchte ich, dass in gewissen Stromkon­zer­nen und Elektrizitätswerken Energie verschwendet wird, um zu bewei­sen, dass sich ein schrittweiser Ausstieg aus der Atomenergie nicht realisieren lässt.”

    Welche Arten von Elektrizitätswerken meinen Sie konkret? Bei den AKWs wäre dies ja kontraproduktiv (verringerte Leistung würde Atomausstieg machbarer erscheinen lassen), und die Wasserkraftwerke haben daran kein Interesse (würden ja vom Atomausstieg profitieren). Ausserdem würden die Stromkonzerne ja draufzahlen, wenn sie Energie verschwenden.

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  • Oktober 9, 2011

    Nimand ist bereit für die neuen Technologien. Die bestehende Energiewirtschaft sträubt sich doch mit Händen und Füssen gegen eine Änderung in diesm Bereich.

    Ich persönlich sehe kurzfristig ein grosses Potential in über die ganze Schweiz verteilten Kleinanlagen. Leider ist aber die Bürokratie für diese Kleinanlagen zu gross. Um die neuen Technologien in diesem Bereich voranzuztreiben muss man den Anschluss von Kleinkraftwerken ans Netz drastisch vereinfachen. Ich bin überzeugt, dass viele Hausbesitzer bereit wären Eigeninitiative zu ergreifen wenn es nicht so kompliziert wäre.
    Jeder kann zu Hause einen Verbraucher von mehreren KW an einer entsprechenden Steckdose anschliessen. Dies sollte auch mit Kleinanlagen (z.B. Photovoltaik) möglich sein. Physikalisch spielt es nämlich keine Rolle in welche Richtung der Strom fliesst. Diese Kleinanlagen würden dann vor allem den Eigenbedarf vor Ort abdecken. Allfällige Überproduktion kann dann aber auch ins Netz gespiesen werden.
    Danach muss man die Netzbetreiber nur noch verpflichten entsprechende Zähler zu installieren damit richtig abgerechnet werden kann.

    Dies wird aber nicht geschehen, da in der Energiebranche niemand daran interessiert ist, dass Private ihren eigenen Strombedarf teilweise selber abdecken oder noch schlimmer ins Netz speisen. Damit kann die Energiebranche selber kein Geld verdienen.

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