1. Ausländer- & Migrationspolitik

Niederlassungsbewilli​gung, wer gut integriert ist.

In der Schweiz soll nur noch eine Nie­der­las­sungs­be­​wil­li­gung er­hal­ten, wer die In­te­gra­ti­ons­kri­​te­rien er­füllt. So liest man hier:

http://www.20min​.ch/schweiz/news/stor​y/C-Ausweis-nur-noch-​fuer-gut-integrierte-​Auslaender-31146950

Al​s in­te­griert gilt, wer die öf­fent­li­che Si­cher­heit und Ord­nung be­ach­tet, die Werte der Bun­des­ver­fas­sung re­spek­tiert, am Wirt­schafts­le­ben oder am Er­werb von Bil­dung teil­nimmt und die er­for­der­li­chen Sprach­kom­pe­ten­zen​ hat.

Der C-­Aus­weis kann wi­der­ru­fen wer­den, wenn ein Ver­stoss gegen die öf­fent­li­che Si­cher­heit und Ord­nung oder der dau­er­hafte Bezug von So­zi­al­hilfe vorliegt.

Eh, viele Jobs gibt es erst ab C-­Aus­weis. Men­schen über 50 fin­den wohl kaum mehr einen Job und wer­den So­zi­al­hil­fe­be­zü​­ger. Aus­la­ge­rung von Jobs, Er­set­zen von Jobs durch Ma­schi­nen etc. etc. etc. Wie soll dies ge­hen? Wer­den Fa­mi­lien aus­ein­an­der­ge­ris​­sen? Wird man zum Hei­ra­ten ge­zwun­gen oder gar dem Part­ner ge­sagt er könne ja dann im Hei­mat­land der Part­ne­rin le­ben? Ein­bür­gern las­sen kann man sich auch nicht ein­fach (k­eine So­zi­al­hil­fe, keine Schul­den et­c.). Was ist mit kriegs­trau­ma­ti­sie​r­ten (PTBS-­Kran­ke), wel­che keine Jobs er­hal­ten, die sie ernähren -> Un­ter­neh­men, Kriegs­trei­bern und Waf­fen­ver­käu­fern sei Dank!? Was mit den bi­na­tio­na­len Paa­ren (nicht nur CH-Aus­land, son­dern auch aus un­ter­schied­li­chen​ Hei­mat­län­dern)? Wurde bei die­ser Ge­setz­ge­bung wirk­lich auf alle Ge­schich­ten, wel­che das Leben schrei­ben kann ge­schaut? Falls nein, sollte dies drin­gend mal ge­macht wer­den. Denn es han­delt sich um Men­schen und deren Schicksale.

Mein Fa­zit: For­de­run­gen kön­nen nur ge­stellt wer­den, wenn die Vor­aus­set­zung für deren Er­fül­lung auch ge­ge­ben sind!

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Comments to: Niederlassungsbewilli​gung, wer gut integriert ist.
  • September 18, 2016

    “Niederlassungsbewill​​i​gung, wer gut integriert ist (…)”

    Dem C-Ausweis nur für gut Integrierte wurde im neuen “Ausländer- und Integrationsgesetz” am 14. September 2016 mit wenig Opposition zugestimmt. Mehr Widerstand gab es gegen andere neue Gesetzesbestimmungen,​​ so über den Familiennachzug:

    “​​(…) Knackpunkt war letztlich die Frage, ob vorläufig aufgenommene Personen, die mindestens drei Jahre in der Schweiz leben, über eine eigene Wohnung verfügen und nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind, ihre Ehegatten und minderjährigen Kinder in die Schweiz nachziehen dürfen. Die Kommission hatte dies noch knapp abgelehnt, der Nationalrat hat sich am Mittwoch jedoch mit 104 zu 87 Stimmen bei einer Enthaltung dafür ausgesprochen. Neben SP, Grünen und Grünliberalen stimmten auch die Mehrheit der CVP sowie einige FDP-Vertreter für den Familiennachzug.”

    ​​Insgesamt wurde so der Wert des C-Ausweises auch als Vorstufe zur Einbürgerung verbessert. Nur die SVP wollte den Familiennachzug grundsätzlich nicht ermöglichen.

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  • Oktober 3, 2016

    Liebe Frau Sägesser Barbara

    Ihre Mitmenschlichkeit in Ehren, doch hat es nicht einen tieferen Grund warum wir z.T. in einem gewissen Wohlstand oder viel weniger Wohlstand wir geboren werden ? Denken Sie doch einmal darüber nach im Stillen, auch was der weise Sokrates vor ca. 3000 Jahren schon die Menschen aus Liebe & als Lebenshilfe Ihnen lehrte, völlig unentgeltlich. Freiwillige Spenden nahm er an. Er lehrte nämlich u.a. die Wiedergeburt je nach Verdienst im vorherigen Leben, und für diese Überzeugung trank er den Giftbecher und verliess diese Welt selber freiwillig, den seine Freunde hatten ihn schon aus dem Gefängnis befreit.

    Wie ein Vater/Mutter für die eigenen Kinder, müssten da nicht auch die Politiker/Innen endlich für die Menschen in ihrem eigenen Revier (Landesgrenzen) viel mehr Sorge tragen, als sie es gerade jetzt praktizieren ?

    Grosskotzig vor aller Welt Weltverbesserer spielen, dies widerspricht auch der Lehre eines anderen
    Weisen der die Menschen lehrte; “Tut Gutes, aber im Geheimen, wer sich an den Strassenrand (heute die Öffentlichkeit) stellt, hat seinen Lohn schon erhalten”.

    Handeln heutige Politiker & Politikerinnen, die sich in der Öffentlichkeit hinstellen & so sich der Menschlichkeit rühmen, denn nicht gar andersherum aus Selbst- Machtsucht, weil sie gerade von Menschen mit Mitmenschlichkeit wie Sie nur gewählt werden wollen

    Gibt es nicht gerade auch i.d. ach so materiell reichen Schweiz ca. 450’000 Menschen die in der Armut leben müssen ?

    Ich hoffe ich habe Sie damit etwas zum so etwas alternativen Nachdenken der geschilderten Tatsachen gebracht. Diese Denkweise ist ja nicht auf meinem “Mist” gewachsen, sie hat sich aber in meinem Leben als richtig und wahrhaftig erwiesen.

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