1. Verkehr

Regionalbahnen müssen bleiben!

Der Bun­des­rat will bei 175 von 300 Schwei­zer Regionalbahnen die Stilllegung prüfen. Weil bei einem Bus­be­trieb klei­nere In­ves­ti­tio­nen in die Be­triebs­mit­tel er­for­der­lich sei­en. Das ist doch wie­der ein­mal dop­pelt zu kurz ge­dacht; wenn es nicht so unhöflich wäre, müsste man es di­rekt hirn­los nen­nen. Denn:

  • Bahnen sind Lebensqualität. Reisezeit kann für Arbeit, Zeitunglesen, Erholung etc. genutzt werden. (Versuchen Sie einmal in einem vollen Bus die Zeitung zu lesen)! Nicht zuletzt deshalb haben Bahnen auch mehr Kunden.
  • Bahnen sind energieeffizient, leistungsfähig, leise und störungsarm.
  • Bahnen haben Wachstumspotential. Vielerorts wächst die Bevölkerung, und wegen fehlender langfristiger Arbeitsplatzsicherhei​t nehmen Pendlerströme zu. Wo man da bei der Bahn einen Wagen anhängt, muss beim Bus bereits ein neuer Chauffeur und eine Fahrplanerweiterung her, die dann am nächsten Knotenpunkt ohne Anschlüsse bleibt.
  • Bahnen entlasten die Strasse. Gerade zur Stosszeit funktioniert Busverkehr unzuverlässig, da die Busse auch nur im Stau stehen. Sobald dagegen Busspuren und Sonderverkehrsmassnah​men gebaut werden, verkehrt sich der scheinbar geringere Investitionsbedarf ins Gegenteil.
  • Eine Bahn stillzulegen ist nicht schwer, sie wieder einzuführen dagegen sehr. Die städtischen Zentren, die in den 30er- bis 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts das Tram rausgeworfen haben und es jetzt gerne wieder hätten, können ein Lied davon singen.
  • Eine Bahn schafft Identität. Stellen Sie sich das Seetal ohne Seetalbahn vor: fast so beliebig wie ohne See. Und das Wynental ohne WSB? Die Agglomeration Reinach​ eine Bus-Sardinendosen-Zuc​kelstunde von Aarau weg? Das würde ja nicht einmal als Heimatmuseum taugen.

Nein, wir lassen uns unsere Regionalbahnen nicht nehmen. Die gehören zu blühenden Regionen dazu.

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