1. Sonstiges

SBB versus Auto

Dies dank die­sem Blick-Ar­ti­kel. http://www.blick.ch/n​ews/politik/sbb-wolle​n-freie-fahrt-id27542​08.html. Doch zu­erst die Ge­setz­ge­bung: Der Ver­kehr ist nebst in der Ver­fas­sung noch in an­de­ren Er­las­sen ge­re­gelt und of­fen­bar gibt der Bund als Eigentümer ein Ge­winn­ziel. Die eine Hälfte der Kos­ten deckt der Be­nut­zer und die an­dere Hälfte deckt der Steu­er­zah­ler (ob er den ÖV be­nutzt oder nicht).

 

Fair oder nicht fair kann man sich fragen. Dies im Hinblick auf die Argumente betr. Fernsehgebühren. Denn ich habe ja die Wahl, ob ich das Fahrrad, das Auto, den ÖV oder auch mal zu Fuss gehen will.

 

Man kann sich überlegen, was denn am bequemsten und/oder zeitlich am passendsten ist. Man kann sich Gedanken über den ökologischen Fussabdruck machen oder man kann die Macht der Gewohnheit spielen lassen etc..

 

Man kann sich auch die Pläne der SBB anschauen http://www.20min.ch/s​chweiz/news/story/-Ic​h-will-das-Zugfahren-​personalisieren–2893​9482 So z.B. das personalisierte Zugfahren: Eines unserer zentralen Ziele ist es, unseren Kunden dabei zu helfen, auf längeren Strecken besser einen Sitzplatz zu finden. Da können wir mit dem Einsatz neuer Technologien in der Kundeninformation immer mehr machen. Mein Traum ist es, das Massentransportmittel​ Eisenbahn zu personalisieren: Der Kunde soll seinen Zug, seinen Waggon und seinen Sitzplatz nach seinen Bedürfnissen auswählen können: Will er bei seinen Freunden sitzen? Will er während der Fahrt essen, telefonieren oder lieber Ruhe haben? (Anmerkung meinerseits: Man kann auch selber denken und sich besser über die Zuglänge verteilen, sofern möglich z.B.)

 

O.K., einige mögen Zugfahren nicht, andere nutzen die Zeit im ÖV um Zeitung zu lesen etc., andere mögen lieber unabhängig und nicht an Fahrpläne gebunden sein etc.. Ich jedenfalls danke den Steuerzahlern, die die Bahn subventionieren! Denn gemäss den TCS-Berechnungsansätz​en ergeben sich bei einem der Musterpersonenwagen feste Kosten von jährlich ca. CHF 6’636.- sowie bewegliche Kosten von ca. CHF 4’391.-. Insgesamt kostet dies also CHF 11’027.- oder ca. 74 Rp./km. Dies bei einem Preis für ein GA von 3‘550..00 für die 2. Klasse und 5‘800.00 für die 1. Klasse.

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Comments to: SBB versus Auto
  • März 29, 2014

    Meinen Sie ÖV versus Auto, Frau Sägesser?

    Ohne ÖV stünde der Privatverkehr schon lange im Dauerstau. Wer also weiterhin Auto fahren will oder muss, muss deshalb an den Ausbau des ÖV zahlen. Alles klar?

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  • März 30, 2014

    Nein, Herr von Wildenstein, da ist noch lange nicht alles klar!

    Zu lange wurde und wird noch immer das Eine gegen das Andere in unzulässigster Weise ausgespielt! Um unseren Mobilitätsbedürfnisse​n gerecht zu werden, braucht es beide Verkehrsträger in angepasster “Form”, sprich “ausgebaut”, (aber klar nicht Luxus!) Der Strassen-Ausbau (nur Kapazitätsausbau) wird seit 30 Jahren sträflich vernachlässigt/behind​ert! Stattdessen werde Unsummen in Überluxus-Sanierungen​ der bestehenden Strassen investiert, statt die Engpässe endlich zu beheben!

    Es sind leider die gleichen Kreise, welche eine unkontrollierte Zuwanderung begrüssen, d.h. nicht verhindern wollen, während sie sich gegen jegliche Verbesserung der Strassenverbindungen,​ sowie gegen jeglichen Ausbau jeglicher Art – mit Ausnahme des ÖV – zur Wehr setzen. CO2, was vom automobilen Verkehr ausgestossen wird ist, für die angebliche Klimaerwärmung, nicht mehr relevant, weil anteilig viel zu gering! Das heisst natürlich nicht, dass wir den Ausstoss nicht verringern sollten. Aber es macht keinen Sinn, die Autos im Stau stehen zu lassen und sich über den CO2-Ausstoss zu ärgern!

    Unser Land wurde aus Gründen der Topografie seit dem Mittelalter zersiedelt. Leute, die abseits der Bahnhöfe wohnen sind auf den automobilen Verkehr unbedingt angewiesen.

    Das Zauberwort der LINKEN/GRÜNEN heisst Verdichten, was sie lange mithalfen zu verhindern (Nutzungsziffern/Baul​inien) und zentralisieren, also verstädtern der grösseren Orte. Somit könnte der automobile Verkehr erheblich eingeschränkt werden, was für eine grosse, ländliche Minderheit nicht besonders freundlich wäre.

    Man könnte die wichtigen Radwege überdachen, damit nicht nur bei Sonne geradelt werden könnte. Das würde das Gedränge auf Strassen und in Zügen reduzieren. Nur wären wieder die Leute, welche nicht Radfahren können, benachteiligt.

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    • Juli 19, 2021

      Ich habe darauf hingewiesen, dass der Ausbau des ÖV verhindert, dass der Privatverkehr überhaupt nicht mehr funktioniert. Wenn die privaten Lenker diesen Ausbau nicht mitfinanzieren, müssen sie zu Hause bleiben.

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  • März 31, 2014

    Ich danke den Herren für Ihre Beiträge: Jeder braucht den Verkehr (man darf zur Arbeit, möchte die Freizeit weg vom Ort verbringen, darf zur Schule, darf geschäftlich unterwegs sein etc.). Entsprechend dürfen sich finanziell alle daran beteiligen. Richtig Herr von Wildenstein.

    Wie ich während der letzten Woche gehört habe, macht der Freizeitverkehr wenig mehr als der Berufsverkehr aus (inkl. Schule, geschäftliches Unterwegs sein). Die Entwicklung, die gesehen werden kann ist z.B. in diesem Buch auch ersichtlich: http://www.amazon.de/​wieder-Pre%C3%9Flufth​ammer-Ver%C3%A4nderun​g-Landschaft-Farbbild​er/dp/3794102185?tag=​ecosia09-21 . Wichtige Treiber dieser Mobilitätszunahme waren neben dem Bevölkerungs- (es ist also nicht nur die Zuwanderung schuld….) und Wirtschaftswachstum strukturelle Veränderungen wie sinkende relative Preise für (fossile) Energie (samt weiteren Aus- und Nebenwirkungen und Ausweichen auf Nachbarkantone, wenn der Preis zu teuer ist), eine intensivere Arbeitsteilung oder die stärkere räumliche Trennung von Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Freizeit usw. Die zunehmende Zersiedelung des Raumes setzte die Erschliessung der Fläche voraus und begünstigte tangentiale Verkehrsbeziehungen, wofür sich der Individualverkehr besonders gut eignete. Dies hatte zusammen mit den bis in die 1980er Jahre stark dominierenden Investitionen in die Strasseninfrastruktur​ ein überproportionales Wachstum des motorisierten Verkehrs zur Folge. Erst ab den 1990er Jahren erfolgte eine Trendumkehr bei den Infrastrukturinvestit​ionen, in deren Folge sich der Modal Split zwischen Strasse und Schiene in den letzten Jahren stabilisierte. In jüngster Zeit wuchs der Bahnverkehr sogar deutlich rascher als der Strassenverkehr.

    Dies ist schön auf Karten ersichtlich…. (eine Siedlung da gebaut – etwas weg vom Zentrum, eine Siedlung dort gebaut – etwas weg von der Industrie etc….) und sehr viele träumen ja vom Häuschen im Grünen

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