1. Sozialpolitik & Sozialsysteme

Stabiles Fundament für die AHV

Im Par­la­ment wird die lang­fris­tige fi­nan­zi­elle Si­che­rung der AHV ver­han­delt. Be­kannt­lich steigt die Zahl der AHV-Bezüger, während die Zahl der Bei­trags­zah­ler sinkt. Die Le­bens­er­war­tung im Ren­ten­al­ter steigt. Die AHV wird im Ren­ten­al­ter im Durch­schnitt immer länger be­zahlt. Daran wird sich auch in Zu­kunft nichts ändern. 

Was ist  zu tun, wenn der AHV-Fonds nach 2020 unter 30-40% der jährlich bezahlten Renten sinkt? Diese Frage ist gegenwärtig der Bundespolitik gestellt.

Verschiedene Lösungsvorschläge sind  auf dem Tisch:

1.           ​ Erhöhung des AHV-Alters auf 67
2.            Erhöhung der Lohnabzüge um 5 bis 10%
3.            Aussetzung der Rentenerhöhungen bis der Fonds wieder zu 40% gedeckt ist.
4.            Nichts tun.

Ich habe mich im Parlament für den Fall einer akuten Verschuldungsgefahr der AHV für eine solidarische Kombination der 2. und 3. Massnahme ausgesprochen.

Deswegen wirft mir Herr Rechsteiner (SP) und Gewerkschaftspräsiden​t im aktuellen Wahlkampf vor, ich sei gegen den Teuerungsausgleich bei den AHV-Renten, was – wie er selbst weiss – nicht stimmt.  

Herr Rechsteiner hat es stets abgelehnt, die Frage einer längerfristig stabilen AHV-Finanzierung überhaupt zu diskutieren. Das ist für ihn kein Thema. Er ist für die Variante 4: Nichts tun.

Mit dieser Haltung wurden unter Frau Dreifuss die Weichen bei der IV für die heutigen zweistelligen IV-Milliarden-Schulde​n gestellt. Diese Schulden müssen jetzt mit schmerzhaften Massnahmen abgebaut werden, weil nicht rechtzeitig eine Schuldenbremse eingebaut wurde.

Herr Rechsteiner lehnte schon die Schuldenbremse für den Bundeshaushalt ab. Wären wir ihm damals gefolgt,  sässen wir heute genauso in der Tinte wie die andern Länder.

Bei der AHV darf das nicht geschehen. Eine Verschuldung muss unter allen Umständen vermieden werden. Das sind wir den erwerbstätigen Beitragszahlern schuldig, die darauf vertrauen, auch einmal eine AHV zu erhalten. Aber auch für die Rentner wäre eine verschuldete AHV eine Katastrophe. Die Ereignis in verschiedenen europäischen Ländern mit Schuldenwirtschaft auch in den Sozialversicherungen müssen uns eine Warnung sein.

Die neuesten Zahlen zeigen, dass sich das Sinken des AHV-Fonds  in Richtung 2025 verschieben könnte. Das ist sicher positiv. Die Dringlichkeit ist nicht mehr so hoch. 

Allerdings: Einziger Grund für die positive Entwicklung bei den AHV-Beiträgen  ist die Zuwanderung von AHV-Beitragszahlern, vor allem aus Deutschland. Die Zuwanderung aber wollen wir unter Kontrolle halten.

Sie kann kein Rezept  für die AHV-Finanzierung sein, umso mehr als auch die Zuwanderer, wenn sie Beiträge bezahlt haben, Rentenansprüche erhalten. www.eugendavid.ch

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Comments to: Stabiles Fundament für die AHV
  • August 21, 2011

    Bei der Finanzierung der Renten wird immer wieder auf das abnehmende Verhältnis Beitragszahlende/Rent​enbezüger hingewiesen. Ganz vergessen wird dabei, dass im Gegenzug die „Jugendlast“ (Verhältnis Jugendliche/Erwerbsbe​völkerung) abnimmt. Wenn die abnehmende Kinderzahl auch durch eine absolute Kostensenkung bei den Ausbildungskosten begleitet wäre, könnte für die Alterssicherung mehr Geld aufgewendet werden.
    Deckungslück​en bei der AHV können neben den lohnbezogenen Beiträgen auch durch andere Finanzquellen gedeckt werden. Zu denken ist dabei an Erhöhungen der Beiträge von Bund und Kantonen (auch mittels Kompensation in anderen Aufgabenbereichen), an eine neue Erbschafts- und Schenkungssteuer, einen Sondersatz für Luxusprodukte bei der Mehrwertsteuer, AHV-Beiträge auf Kapitaleinkommen, eine Finanztransaktionsste​uer, etc.. Daneben sind Teilrentenvarianten bei der gleitenden Pensionierung zu fördern.
    Heute sind die Renten der Leute in den tiefen und mittleren Lohnkategorien ungenügend. Auch für diese müssen neue AHV- und/oder BVG- Finanzierungslösungen​ gesucht werden.

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  • August 22, 2011

    Beitrag von Eugen David CVP

    Sehr geehrter Herr Eugen David hätte noch eine Lösung zum Problem AHV und IV sichern.
    Heben Sie die Rauchverbote auf und es wird automatisch gelöst.
    Freundliche Grüsse

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  • August 22, 2011

    Die Ausländer finanzieren uns die AHV!
    Das ist richtig. Aber nur im Moment, denn aus den Beitragszahlern werden irgendwann Rentner.

    Ab wann lohnt sich eigentlich ein Ausländer für die AHV?
    Bei 44 Beitragsjahren und einer durchschnittlichen Lebenserwartung von knapp 22 Jahre muss mit zwei Monaten Arbeit ein Monat Rente finanziert werden. Wie gross müsste der Monatslohn sein um die Maximalrente zu finanzieren?

    Maxim​alrente = 2 * Monatslohn * Beitragssatz

    Dies ergibt:
    Monatslohn = Maximalente / (2 * Beitragssatz) =
    = 2’320 / (2 * 8.4%) = 13’810 Franken

    Das ist ein stattlicher Monatslohn.
    Für die Minmialrente wäre ein Lohn von 6’905 nötig. Auch so viel verdient nicht jeder. (Viele Ausländer haben nicht 44 Jahre gearbeitet. Die Höhe der Rente wird entsprechend kleiner: je 1/44 pro Jahr Erwerbstätigkeit. Sie haben aber auch entsprechend weniger Beiträge bezahlt. Der minimale Monatslohn für eine ausreichende Finanzierung bleibt also gleich hoch.)

    Die meisten Beitragspflichtigen lohnen sich für die AHV nicht!
    Seien sie nun Ausländer oder Schweizer!

    Das ist ein Problem. Schon heute und noch viel mehr in 50 Jahren!
    Was lässt sich tun?
    Für Ausländer gibt es keine neuen Aufenthaltsbewilligun​gen, wenn sie weniger als 13’810 Franken pro Monat verdienen.
    Je länger wir mit der Umsetzung dieser Massnahme warten, umso wahrscheinlicher wird es, dass es die AHV “lupft”.
    Alternati​v könnte die Rente für Ausländer versicherungsmathemat​isch korrekt berechnet werden. Sie wäre so wesentlich tiefer als nach dem geltenden Recht.

    Bei den AHV-Rentnern aus der EU kommt noch hinzu, dass sie ohne Wartefrist Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben, wenn sie im AHV-Alter in der Schweiz leben. Das ist eine Zeitbombe für die Gemeinden. Sie muss so schnell es geht entschärft werden, durch die Neuverhandlung der Personenfreizügigkeit​.

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  • August 22, 2011

    Es besteht kein Grund zur Panik! Wenn wir alle den Gürtel ein wenig enger schnallen, ist die AHV auch in Zukunft gesichert.
    Es wird die AHV geben solange wir an sie Glauben. Die AHV ist wie ein Brunnen, oben fliessen Beiträge rein und unten fliessen Renten raus. Ohne ständigen Nachschub ist der Brunnentrog sehr schnell leer und die AHV Bankrott. So ist es seit die AHV eingeführt wurde. Also kein Problem!

    Die AHV ist politisch stabil. Die Rentner sind sicher nicht für die Abschaffung und ebenso die Beitragszahler ab etwa 30 – 35 Jahren, weil sie schon zu viel einbezahlt haben. Die Zustimmung zu einer Abschaffung in einer Abstimmung ist sehr unwahrscheinlich, solange die AHV keine roten Zahlen schreibt! Wie lässt sich das verhindern?
    So um die Jahre 2050-2055 wird die AHV die grössten Probleme haben. Anschliessend wird sich die Lage langsam wieder verbessern. Es geht also darum die AHV irgendwie über diese knapp 50 Jahre zu retten.

    Das ist ein sehr langer Zeithorizont, zu lange für Politiker!

    Das Einzige was hilft ist: die AHV darf niemals rote Zahlen schreiben, der Brunnentrog muss immer gefüllt bleiben. Die Sanierung eines ausgetrockneten AHV-Brunnens wäre möglich, würde jedoch viel Geld kosten. (Als abschreckendes Beispiel darf die “Sanierung” der IV dienen.) Schlimmer als die Kosten wäre jedoch der Vertrauensverlust bei den Jungen. Ein Initiative zur Auflösung der AHV könnte erfolgreich sein. Oder noch schlimmer unsere gut qualifizierten Jungen könnten sich auf den Weg ins Ausland machen, wo es günstiger ist für sie. Die klassischen Einwanderungsländer würden sie mit offenen Armen aufnehmen.

    Wieviel​ Geld wird benötigt?
    Heute kommen auf einen Rentner knapp 4 Beitragszahler. 2055 werden es nur noch etwa 2 sein.

    Was kann man tun?
    Doppelt so hohe Beiträge?
    Halbierung​ der Renten?
    Wesentlich spätere Pensionierung? Die Anzahl der Rentner müsste etwa halbiert werden. Das Rentenalter dürfte so um die 75 zu liegen kommen.

    Mehr Beitragszahler aus dem Ausland? Ausländer die heute in die Schweiz kommen werden um das Jahr 2055 selber ein Rente beziehen, das Problem würde also verstärkt. Diese Option sollte erst ab etwa 2030 ins Auge gefasst werden.

    Jeder Weg für sich ist zu steinig. Die Einzelmassnahmen sind zu extrem. Optimal wäre eine Kombination.
    Es wird wohl einen klassischen Kompromiss geben: von allem ein Bischen. So werden die Lasten unter Rentner und Beitragszahler verteilt.

    Vorschla​g:
    Die AHV Beiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden in jedem zweiten Jahr um je 1 Promille erhöht, also zusammen zwei Promille. Das ergibt in 50 Jahren: 25 * 2 Promille = 5%. Heute bezahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen 8.4%. Das reicht schon fast.
    Das Rentenalter wird jährlich um einen Monat erhöht. Das bedeutet nach 48 Jahren Rentenalter 69.
    Die Renten (oder nur die Maximalrente) werden nur noch an die Teuerung angepasst. In der derzeitigen Regelung gibt es noch regelmässig einen Zustupf in Höhe der durchschnittlichen halben Reallohnerhöhung der Arbeitenden. Radikaler wäre es nur noch die Minimalrante an die Teuerung anzupassen, das bedeutet, dass irgendwann alle Rentner nur noch die Minimalrente erhalten.

    Mit diesen Massnahmen wird die Schraube sehr langsam zugedreht. So macht es weniger weh und Versicherte und Wirtschaft können sich anpassen.

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  • August 23, 2011

    Eugen David CVP,

    Diese AHV Ur-Formel dass Arbeitende für die Pensionierten aufkommen sollen, funktioniert mangels Nachwuchs nicht. Es bräuchte um es erträglich zu halten, gut 10 Arbeitende welche 1 Pensionär finanzieren.

    Es ist übrigens noch spannend, jene welche den Kapitalismus abschaffen wollen, da ewiger Wachstum nicht funktioniert, wollen weiter auf ein auf Bevölkerungswachstum ausgerichtetes Sozialsystem.
    Wenn der Wirtschaft Fesseln angelegt werden, diese mit einem Gesetzes Wald zugedeckt wird, gibt’s auch keine neuen Jobs.
    In vielen Fällen haben wir neue Techniken entwickelt, waren dann aber nicht fähig, die Produktion hier im Land zu behalten, sprich überhaupt anzusiedeln. Es ist ja gut, für eine gute Bildung bis rauf zur Uni zu sorgen, Grundlage zu schaffen, das kostet sehr viel Geld. Also sollten wir nicht nur ansähen, sondern auch ernten.

    Was man sonst an Gebühren und Gesundheitszöllen und so abkassiert, steigert ja die Alterserwartung, ein 100Järiger hat Anrecht auf 35Jahre AHV, Pension, ab 65Jahren. Wenn alles gut ging, hat er von 20Jährig bis 65Jährig einbezahlt, 45Jahre lang, aber 50% gehören der Frau, welche den Haushalt oder nur Teilweise gearbeitet hat, davor und danach.

    Ich glaub nicht, dass man ein Mathe Genie sein muss, um festzustellen, dass es so nicht funktioniert.

    Zusa​mmenlegen von BVG/ AHV/IV? Um Verwaltungen einzusparen? Schafft wieder Arbeitslose auf dem Büro. Wie auch bei einer Einheitskrankenkasse.​
    Fatal wirken sich auch die Verluste aus, immerhin sind diese „Anleger“ schon durch drei Börsenmiese in welchen Gelder verloren gingen, gegangen.
    Ironischer​ weise haben die Papiere gehabt, von den hier nicht gerne gesehen „Abzocker Firmen“ und es sind wieder diese Institutionellen Anleger, welche doch recht Gewicht hätten, was diese Abzocker Gehälter anbelangt.

    Was sicher nicht funktioniert: Keinen Nachwuchs, und steigende Alter bei den Bezügern. Das Wissen nicht im Land zu Arbeitsplätzen umsetzen, welche das BIP stärken. Ausserdem mit den Kassen und Anlagen alles verteuern, angefangen von den Mieten Energien über Gebühren, und so mehr dem Arbeitenden bis hin zum Pensionär alles gleich wieder wegnehmen, was man ihm gibt.

    Lösung? Mit den Widersprüchen aufhören, und sich selber nicht immer Schachmatt setzen.

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    • Juli 18, 2021

      Vergessen, dass alle AHV-Beiträge von Lohnanteilen über 83000 Fr. / Jahr zwar geschuldet sind, aber keinen zusätzlichen Franken Rente ergeben. Genau da wird der Mittelstand unsolidarisch extrem geschröpft.

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  • August 24, 2011

    Es ist schon ziemlich unglaublich, was da hin und her sinniert wird, um die AHV. Mal hier schrauben und mal da schrauben, je nach politischer Position, das bringt doch nichts! Wieso nicht ein einziges Mal an das arbeitende Volk denken und der Altersentsorgung durch die Firmen realistisch ins Auge sehen? Bei stetig abnehmenden Reallöhnen des “Fussvolkes” sowie Ausmusterung ab Alter 55 noch an Erhöhung des AHV Alters sowie an Beitragskürzung zu denken, das kann ich nur der jahrzehntelangen Konditionierung von Hrinwindungen eines Grossteils des Volkes durch die Finanzlobby zuordnen. Dumm ist sicher niemand der Protagonisten, was schon ihr akademischer Bildungsnachweis belegt, aber -verzeihen Sie mir den Ausdruck- etwas bescheuert durch die oben erwähnte Konditionierung darf man die meisten bezeichnen.

    Überde​nken Sie bitte zwei Facts:
    =============​===================
    ​– 4 Milliarden werden jährlich in den Vorsorgesystemen verlocht. Das ergäbe 50 Tausend Franken für jedes neugeborene Schweizer Kind als Startgeld.

    — Sozialabzüge für Grossverdiener werden nach oben gedeckelt, nicht aber die Lohnbezüge eben dieser Spezies. Sie sind auch nur Angestellte und zudem oftmals Sesselhüpfer mit goldenen Fallschirmen. Wer geldwerte Leistung bezieht, auch in Form steuerfreier Boni, soll gefliessentlich genauso auf alles Abgaben entrichten, wie es auch dem Kleinverdiener aufgezwungen wird. Über die Prozentsätze darf dann ruhig verhandelt werden.

    Last but not least sollten die gesamten Vorsorgeleistungen jedem Bürger an sein Stammkonto angehängt werden, was heute technisch möglich ist. Bewirtschaften dürfte lediglich, wer auf Erfolgsbasis diese Gelder investiert. Da reicht eine “Grosse Röhre” nicht mehr, sondern echte Kompetenz wäre gefordert. Ja, wer dann Mist baut, könnte (ohne goldenen Fallschirm) schnell in der Sozialhilfe landen….im Extremfall natürlich.

    Wenn Aktiensparen weiterhin so verteufelt, gleichzeitig aber über die abzockenden Aktionäre geschimpft wird, dann ist das schlichtweg schizophren zu nennen. Wie oft schon wurde zitiert, dass Aktiensparen die vergangenen 50 Jahre am rentabelsten war?! Wenn die Politik vom Ausland inklusive USA nur die schlechten Dinge implementiert, nicht aber die guten Sachen, dann ist es Zeit, die Lobbyisten aus dem Bundeshaus hinausaus zu werfen und einer sozialkompetenten Politik Platz zu verschaffen. http://www.powervorsorge.com​

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  • August 24, 2011

    Sehr geehrter Herrn Eugen David CVP
    Der grösste Teil der gesamten Einnahmen von Bund, Kantonen und Gemeinden kommen von Steuern und ähnlichen Abgaben. Dazu kommen Alkohol, Zigaretten, Benzin etc Es gib verschiedene Arten von Steuern und Abgaben. Grundsätzlich kann alles besteuert werden, was in irgendeiner Weise mit Geld zu tun hat. Geläufig sind Steuern auf Einkommen, Vermögen,
    Konsum, Erbschaft und Immobilien.
    Auch die Kopfsteuer, bei der jeder einen fixen Betrag bezahlen muss. Mit diesen Einnahmen ist es möglich Schulen, Strassen, Eisenbahn, Museen und das Sozialsystem aufzubauen und zu unterhalten.
    die Steuern finanzieren Wir Schweizer also. Unsere sämtlichen Angebote.
    Je mehr Steuern umso schlechter geht es der Wirtschaft. Das Problem ist dabei nicht, dass man einen Teil des Geldes abgeben muss, denn es
    wird ja dann trotzdem vom Staat ausgegeben und kommt der Wirtschaft auf
    diese Weise wieder zugute.
    Die Steuerprogression führt dazu, dass bei doppelt so viel Einkommen mehr als doppelt so viel Steuern bezahlt werden müssen. Die Steuerprogression hat den Vorteil, dass sie das Vermögen in der Bevölkerung umverteilt. Der Nachteil liegt darin, dass es unattraktiver wird
    hart zu arbeiten und fleissige Arbeiter auch noch “bestraft” werden.
    Ausserdem:
    ​Ein Schweizer Bundesrat erhält einen jährlichen Lohn von 404’791 Schweizer Franken[10] sowie jährliche (nicht steuerpflichtige) Repräsentationszulage​n von 30’000 Franken.
    Überdies haben die Mitglieder der Landesregierung Anspruch auf zwei Dienstfahrzeuge sowie einen Chauffeur. Bei Zeitdruck kann für grössere oder kleinere Dienstreisen ein Hubschrauber oder Jet der Schweizer Luftwaffe beansprucht werden. Nach der Tätigkeit als Bundesrat erhält der ehemalige Magistrat eine jährliche Pension von 220’000 Franken, falls der Lohn aus einer allfälligen beruflichen Tätigkeit nicht mehr als 220’000 Franken beträgt.

    Freundlic​he Grüsse

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  • September 1, 2011

    Bei der Finanzierung der Renten wird immer wieder auf das abnehmende Verhältnis Beitragszahlende/Rent​enbezüger hingewiesen. Ganz vergessen wird dabei, dass im Gegenzug die „Jugendlast“ (Verhältnis Jugendliche/Erwerbsbe​völkerung) abnimmt. Wenn die abnehmende Kinderzahl auch durch eine absolute Kostensenkung bei den Ausbildungskosten begleitet wäre, könnte für die Alterssicherung mehr Geld aufgewendet werden.
    Deckungslück​en bei der AHV können neben den lohnbezogenen Beiträgen auch durch andere Finanzquellen gedeckt werden. Zu denken ist dabei an Erhöhungen der Beiträge von Bund und Kantonen (auch mittels Kompensation in anderen Aufgabenbereichen), an eine neue Erbschafts- und Schenkungssteuer, einen Sondersatz für Luxusprodukte bei der Mehrwertsteuer, AHV-Beiträge auf Kapitaleinkommen, eine Finanztransaktionsste​uer, etc.. Daneben sind Teilrentenvarianten bei der gleitenden Pensionierung zu fördern.
    Heute sind die Renten der Leute in den tiefen und mittleren Lohnkategorien ungenügend. Auch für diese müssen neue AHV- und/oder BVG- Finanzierungslösungen​ gesucht werden.

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  • Oktober 8, 2011

    Hallo Herr David
    Bis Dato bin ich immer davon ausgegangen, dass Sie wissen, wie die Sozialversicherungen in der Schweiz funktionieren. Wenn Sie behaubten dass die AHV auf Grund Beitragszahlung der Zuwanderung (zur Zeit) gesund finanziert ist, haben sie nicht verstanden, wie das “drei-Säulen-Prinzip​” der Schweiz finanziert wird. Die AHV wird durch das “Umlageverfahren” finanziert. d.h. die AHV Beitragszahlungen werden direkt dafür verwendet, um Renten auszuschütten (Der AHV-Ausgleichsfond dient dabei nur als Liquiditätsreserve)Ei​gentlich sollten Sie als “Experte” wissen, das diese ausländischen Beitragszahler in der Zukunft zu Rentenbezüger werden. Durch das Sozialversicherungsab​kommen mit der EU werden Renten (mit Ausnahme der Ergänzungsleistungen)​ ins Ausland exportiert.
    Also verschieben wir wieder mal ein “Finanzierungproblem​” auf die nächste Generation -unsere Kinder.

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