1. Umwelt, Klima & Energie

Stromerzeuger von FDP und SVP beherrscht

Die Schwei­zer Stromer­zeu­ger gehören über die Kan­tone der Schwei­zer Bevölkerung, die Kon­trolle und stra­te­gi­sche Führung hatte diese bis jetzt nicht. Heute sit­zen mehr oder we­ni­ger ta­ten­los und un­in­for­miert Re­gie­rungs­ver­tre­​ter in den Verwaltungsräten un­se­rer Stromer­zeu­ger. Dies muss sich ändern.

Ich verlange jetzt einen Marschhalt und dann müssen Parteien, Spezialisten und Bevölkerung miteinander eine neue Energie-Strategie erarbeiten, die vom Volk letztlich per Abstimmung verabschiedet wird.

Wenn Restrisiko, dann voll informiert und durchs Volk beschlossen.

Beispie​lsweise gehört die Axpo zu 38% dem Kanton Zürich. Der Kanton Zürich stellt 4 Verwaltungsräte von 13. Ohne die Bevölkerung zu fragen, entscheiden diese 4, was die Bevölkerung will.

Der Verwaltungsrat der Stromerzeuger (Axpo, BKW, Alpiq) wird von FDP und SVP gestellt, alle anderen Parteien sind nur marginal vertreten. Wie kann man Informationen aus solchen Unternehmen glauben, wenn die Bevölkerung nicht paritätisch im Strategiegremium vertreten ist?

Ich fordere einen paritätisch zusammengesetzten Verwaltungsrat bei den Schweizer Stromerzeugern.

Zur Axpo habe ich eine Analyse geschrieben: http://www.pierre-rap​pazzo.ch/energiepolit​ik

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Comments to: Stromerzeuger von FDP und SVP beherrscht
  • März 18, 2011

    Sehr verehrter Herr Rappazo das Problem liegt daran dass die Lobbyisten zu viel Einfluss im Parlament haben

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    • März 18, 2011

      Nicht zwingend, die anderen Parteien nicken diese VRs teilweise ab.

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    • März 19, 2011

      Aber dann frage ich mich schon warum man der Ausstieg wehement torpediert und dann immer mit der Wirtschaftskeule kommt und genau aus diesem Grund komme ich zur Annahme das die Lobbyisten zuviel Einfluss auf unser Parlament nehmen

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    • März 19, 2011

      Sie haben auch recht, insbesondere intransparentes Lobbying schadet. Im Falle der Stromerzeuger, ist es noch schlimmer, da werden Lobbyisten von den Axpo, BKW und Co. bezahlt. Diese Firmen gehören über die Kantone aber uns, somit bezahlen wir diese Leute. Ich möchte bereits dort eingreifen und durchsetzen, dass nicht mehr FDP und SVP alleine in den VRs sitzen und ihresgleichen (Rechtsanwalt Schweiger (FDP) bsp.) mit Aufträgen ausstatten.

      Die Energie ist natürlich wichtig für die Schweizer Wirtschaft. Aber es gibt andere Wege und müssen jetzt ehrlich und transparent beleuchetet werden. Deshalb Marschstopp, Transparenz, paritätische Aufteilung der VR und vom Volk beschlossene Energiepolitik.

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    • März 19, 2011

      Diese müssen meiner Meinung offenlegen dass sie ein vR Mandat haben dann müssen sie entscheiden ob sie im NR oder SR gehen auf kosten des VR Mandates natürlich

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    • März 20, 2011

      Es sind vorwiegend Regierungsräte im VR. Dies aufgrund einer allgemein anerkannten Interpretation der jeweiligen Kantonsverfassungen. Das muss man nicht in Frage stellen, wichig ist, dass nicht nur SVP und FDP Regierungsräte in den VRs sitzen, sondern aus allen Parteien Exekutivmitglieder gewählt werden.

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    • März 20, 2011

      ….”wichtig ist, dass nicht nur SVP und FDP Regierungsräte in den VR’s siitzen, sondern aus allen Parteien Exekutivmitglieder gewählt werden.”
      ……Die dann ebenfalls ein Honorar dafür kassieren, damit sie den Stromerzeugern nach dem Munde reden –
      (“Heute sitzen mehr oder weniger tatenlos und uninformiert Regierungsvertreter in den VR unserer Stromerzeuger …..”) – beziehungsweise für ihr Honorar, im Sinne der Atomlobby, “tatenlos und uninformiert” die Klappe halten???

      Wieviel verdient man als Verwaltungsrat? Wieviel verdient man als Regierungsrat, inkl. Rente – und wieviel Geld muss man denn vom Volk bekommen, damit man zur Abwechslung mal die Interessen des Volkes vertritt???

      Nachfo​lgende Links helfen mit einen Riesenbetrug zu offenbaren, der zwangsläufig dann entsteht, wenn “Volksvertreter” von der Wirtschaft Honorare kassieren.

      http://www.profil.at “Atomlobby – hinter den Kulissen eines weltumspannenden Milliardengeschäfts”​

      ippnw.de
      (Deutsche Sektion der internationalen Ärzte für die Verhütung eines Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung IPPNW
      “Atomstrom ist überflüssig”

      Cons​pirare.net “Die Atomlüge: Nicht sicher, wirtschaftlich, unverzichtbar – sondern: gefährlich, teuer, unnötig”

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    • März 20, 2011

      @ Franziska Keller: Die Regierungsräte erhalten keine zusätzlichen Vergütungen.

      Sie haben recht, mit dem paritätisch aufgeteilten Verwaltungsrat gibt es noch keine Garantie, dass es besser wird. Aber es ist ein erster Schritt und alle Parteien haben den Zugang zu Insiderwissen. FDP und SVP können dann nicht mehr einseitige Informatiospolitik veranlassen und ihresgleichen gut bezahlte Aufträgli zuschanzen.

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    • März 21, 2011

      Herr Rappazzo, ob Regierungsräte nun von zusätzlichen Honoraren oder von “gutbezahlten Aufträgli” profitieren ist mir eigentlich egal.
      Solange Politiker, die Aufgrund ihrer politischen Ausrichtung und ihrem entsprechenden Auftrag, den sie vom Volk erhalten haben, in irgendeiner Weise von der Wirtschaft profitieren und deswegen klar von dieser Abhängig sind und ihr in fahrlässiger Weise dienen, anstatt (wie versprochen) dem Volk, solange will ich mit solchen “Wirtschaftssöldnern​” nichts mehr zu tun haben!

      Solche Menschen (momentan CVP, SVP, FDP) sind nicht mal jetzt bereit dazu zu stehen, dass sie jahrzehntelang dem Volk die “Atomkraft ist Sicher-Lügen” verkauft haben, ohne zu wissen was sie da eigentlich erzählen!

      Selbst angesichts der jetzigen Katastrophe eiern diese Menschen vor laufenden Kameras, im Wahljahr 2011, peinlich argumentierend in der Gegend herum und versuchen den Ausstieg aus unseren Giftmühlen so lange wie möglich hinauszuschieben, in der Hoffnung, es werde Gras über Japan wachsen und mit unseren alten, unsicheren “Chleppern würde zwischenzeitlich schon nichts passieren.

      Ich kann nicht verstehen, wie man sich so weit korrumpieren lassen kann, dass man wegen kurzfristigen Profiten mit ganzen Völkern, inkl. seinen eigenen Kindern und Enkeln Roulette spielt.

      Solche Leute sind definitiv nicht mehr wählbar.

      Jeder Politiker der sich im Laufe seiner Amtszeit von der Wirtschaft “füttern” lässt, ist nicht frei sich für das Wohl des Volkes einzusetzen, dass ihm den Auftrag dazu erteilt hat, demzufolge ist er zu boykottieren.

      Bis jetzt hat die Wirtschaft die Politik eingekauft und kontrolliert – zu ihrem Vorteil, auf Kosten des Volkes!

      Die Politiker haben aber grundsätzlich die Pflicht im Auftrag des Volkes die Wirtschaft zu kontrollieren und ihre mittlerweile alles dominierende Macht zurück zu binden, solange bis sie den Menschen dient – nicht umgekehrt.

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    • März 21, 2011

      Nochmals, damit kein Missverständis ensteht, die Axpo, BKW und Alpiq gehören den Kantonen, nicht Privaten.

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    • März 21, 2011

      Kein Missverständnis.
      Ich​ zitiere:” FDP und SVP können dann nicht mehr einseitige Informationspolitik (zugunsten von wem?) veranlassen und sich und ihresgleichen gut bezahlte Aufträgli zuschanzen.”

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    • April 14, 2011

      @ Franziska Keller Sie haben ja Recht nun müssen wir uns eben überlegen wie wir die Gewaltentrennung vollziehen sollen

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  • März 18, 2011

    Sie zielen in die richtige Richtung, Herr Rappazzo.

    Herr Vögelin,dann müssen wir dafür sorgen, dass das künftig nicht mehr so ist!

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  • März 20, 2011

    Ist die bürgerliche Mehrheit in der Schweiz unfähig vorauszudenken?

    Er​dbeben und Hochwasser waren schon vor dem Atom-Crash von Fukushima eine Bedrohung für die AKWs in der Schweiz. Dass sich die politische Mehrheit in der Schweiz immer erst bewegt, wenn ein Anstoss vom Ausland her kommt – siehe auch das Bankgeheimnis – ist ein Zeichen für mangelnde Sensibilität und Voraussicht

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    • März 20, 2011

      Herr Schneider, als Volkswirtschafter kennen Sie die Nachteile von Monopolen, sie sind vorallem ineffizient weil ihnen der Wettbewerb fehlt. Das selbe gilt m.E. in diesem Falle, es fehlt an Wettbewerb. FDP und SVP teilten sich die Sitze auf, ein Wettbewerb der verschiedenen Meinungen fand dadurch nicht statt. Durch die paritätische Aufteilung im VR gäbe es vielleicht etwas wie Wettbewerb. Vorallem dann, wenn zusätzlich mit der Geheimniskrämerei Schluss wäre und Transparenz eingeführt würde.

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    • März 30, 2011

      Lieber Alex Schneider

      Was sagte der beste Bundesrat den wir hatten, alt BR Willi Ritschard zur Atomkraft?
      In einer energiepolitisch schwierigen Zeit befürwortete er den Bau von Kernkraftwerken!

      K​lar, da die SP grundsätzlich immer gegen alles ist, hat sie auch da nicht ihre Finger verbrannt!

      Es gab natürlich nie und in keinem EW je einen SP Verwaltungsrat.

      ls​ Arbeiter kot…. mich die SP so an! Mit dieser Partei ist keine Zukunft zu machen! Ich denke W.Ritschard war in der falschen Partei!

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    • März 30, 2011

      Falsch. Das ist nur Wahlkampf. BR Ritschard versprach, dass wenn 1990(?) nicht ein Endlager in der Schweiz gebaut sei, alle AKWs in der Schweiz abgeschaltet würden. Es waren die bürgerlichen Parteien, die dann das nichtssagende und völlig unverbindliche Projekt “Gewähr” aus diesem Versprechen machten und so das Volk betrogen!
      Sorgen Sie mal dafür, dass jeder Parlamentarier offen dazu stehen muss, ob er in der aves ist oder nicht. Und wer von diesen “unabhängigen” und nur ihrem Gewissen verpflichteten Herren und Damen in einem Verwaltungsrat sitzt, der mit Energie-Unternehmen zu tun hat. Das wäre etwas mehr Klarheit.

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    • März 31, 2011
  • März 29, 2011

    Solche Verwaltungsratsmandat​e sind meist Belohnungen für altgediente Politiker. Sie sind meist einträglich und abgestimmt wird wie es die Geschäftsleitung vorschlägt. Wie sollen sie auch anders? Sind sie vom Fach? Verstehen sie die Problematik der Stromherstellung, der Verteilung, der elektrischen Gefahren und Anwendungen?
    Interes​siert heute im Gegensatz zu früher auch keinen mehr! Heute ist nur wichtig, was der Jurist sagt, wie der Jurist bei Vorkommnissen reagiert und wer dann vor den Richter muss! Darum produzieren wir heute nur noch Papier um unsere Handlingen juristisch abzusichern. Das Fachliche ist viertrangig!

    Was für Vorgaben haben wir an die Axpo? Sichere Stromversorgung und günstigen Strom. Und das ist auch richtig so! Wollen wir den Strom verteuern, wie es jetzt auf dem Wege ist, schliessen wir in Zukunft die unteren Einkommensschichten von der Energie aus! Dies wird in Zukunft normal sein, aber heute noch politisch und gesellschaftlich nicht gewollt.

    Zum Thema Alternativenergie muss gesagt sein, dass viele nach dieser Schreien und es wäre in der freien Marktwirtschaft auch möglich, dass sich innovative Unternehmer damit befassen. Leider sind diese Kreise die Alternativen verlangen nicht daran interessiert selber etwas zu tun, sie wollen nur an die Flasche der Bundesgelder um sich zu mästen.

    Wenn ich denke, hätten Leute wie Die Herren Brown und Boveri sich auch so verhalten, würden wir noch im vorindustriellen Zeitalter leben. Eigeninitiative ist gefragt und nicht Millionensubventionen​ verlangen. Nur Fleiss und Initiative mit Visionen bringen uns weiter, dies gilt auch für die Alternative Herstellung von Strom.

    Jetzt sind auf einmal unsere AKW’s nicht mehr sicher! Hysterie macht sich breit und die Politik will davon profitieren! Man denkt, dass ein AKW ein Schalter zum ausschalten hat, dies ist nicht so, ein AKW das keinen Strom mehr produziert muss noch Jahre ausser Betrieb genommen werden, auch in dieser Zeit können gefährliche Situationen entstehen, jedenfalls bis der Reaktor vollständig leer ist und dies geht nicht schnell.

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    • Juli 18, 2021

      Geehrter Herr Grimm, ich habe auf meiner Homepage http://www.pierre-rappazzo.c​h/energiepolitik, wo wir uns ja auch schon kennenlernten, dargestellt wie ein Atomausstieg wirtschaftlich geht und weshalb Atomstrom nicht wirtschaftlich ist. Und dies vor Fukushima!

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    • Juli 18, 2021

      Dass die AKWs sicher seien, behaupten nur die Betreiber selber und ihre politischen Helfershelfer. Die Sicherheit mit notdürftig und ungenügend gesichertem Mantel beim AKW Mühleberg wurde schon vor Jahren etwa vom TÜV oder der ENSI in Frage gestellt. Die Sicherheitsbehörde verlangte sogar eine sicherere Lösung für die scheinheilige Zuganker-Lösung. Aber ein AKW in der Schweiz konnte bis Fukushima anscheinend machen, was es wollte. Und die AVES-Kopfnicker-Parla​mentarier kümmerten sich einen Sch…. um die Sicherheit der Menschen! Diese Bürgerlichen können einen ank….., wenn sie jetzt erst, nach Fukushima, plötzlich erklären, endlich mal nachdenken zu wollen! Wahrscheinlich holen sie sich eh nur neue Befehle bei der AVES und den AKW-Bossen!

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