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SVP-Familien-Initiati​ve

Die SV­P-Fa­mi­li­en-I­ni​­tia­tive verstösst mit Fehl­an­rei­zen gegen die Gleich­stel­lung der Geschlechter!

Die Familienrealitäten haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Diese Veränderungen rufen nach gezielten politischen Antworten. Die Initiative der SVP bietet keine Antwort, sie weckt nur die Sehnsucht nach den vermeintlich guten alten Zeiten, als der pater familias sich noch ausschliesslich der Erwerbsarbeit widmete und die Mutter und Hausfrau, zusammen mit den für diesen Moment herausgeputzten Kindern, abends mit den Pantoffeln in der Hand auf seine Rückkehr wartete. Das Bild ist klischiert, aber es zeigt die Werthaltung auf, die hinter der Initiative steckt: Jemand in der Familie – der Mann und Ernährer – verdient das Geld und steht den Arbeitgebenden entsprechend zu hunderfünfzig Prozent zur Verfügung. Die andere Person in diesem Paarhaushalt – die Frau und Versorgerin – kümmert sich um all die anderen Belange, die eine Familie zum Funktionieren und Gedeihen braucht.

Diese Zeiten sind unmissverständlich vorbei, gerade noch ein Fünftel der Paarhaushalte leben von einem Lohn. Und dennoch präsentiert uns die SVP eine Initiative, die genau von diesem Familienbild ausgeht, das sowohl Frauen wie Männer aufs Unerträglichste in ihren Rollen klischiert und stereotypisiert. Das entspricht schlicht nicht mehr der Realität!

Dabei ist eines unbestritten: Ob Einverdiener- oder Doppelverdiener-Famil​ien, ob Eineltern- oder Patchworkfamilien, ob klassische, vertauschte oder gemischte innerfamiliale Rollenverteilung, ob junge Familien oder Familien in späteren Lebensphasen mit Verantwortung für die älter werdende Generation – alle sollten die Möglichkeit haben, frei entscheiden zu können, auf welche Weise sie füreinander Verantwortung übernehmen und füreinander einstehen wollen. Doch um diese Wahlfreiheit sicherzustellen, brauchen Familien Zeit, Infrastrukturen, Einkommen und faire Chancen.

Die Initiative jedoch fordert, dass Familien, die ihre Kinder zu Hause betreuen, diese Betreuung von den Steuern abziehen können, wie dies bei der Fremdbetreuung der Fall ist. Was auf den ersten Blick fair erscheinen mag, ist in Realität nicht mehr als ein Steuergeschenk für 10 Prozent aller SteuerzahlerInnen. Da es sich um Abzüge handelt, sind selbstredend nicht arme Familien die Profiteurinnen, umso mehr jedoch Familien mit höheren Einkommen. Die Initiative löst also kein einziges Problem in der heutigen Familienpolitik. Im Gegenteil, sie schafft eines, indem sie eine Herdprämie zu verankern versucht, die die Ungleichheit der Geschlechter in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch vergrössert.

Schon 1993 hat der Bundesrat in seiner Botschaft zum Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann bemerkt, dass die Besteuerung von verheirateten Paaren die Frauen von einer Erwerbstätigkeit abzuhalten, weil die Steuerbelastung den Gewinn aus dem Zweiteinkommen übermässig schmälert. Deshalb wurde auch der Fremdbetreuungsabzug eingeführt um eine dieser Fehlanreize zu beseitigen. Das prangert die SVP nun an und spricht ihrerseits davon, dass sie eine Wahlfreiheit ermöglichen wolle.

Dabei sind die Spiesse von Frauen und Männern in der Erwerbstätigkeit schon jetzt unterschiedlich lang: Die Merkmale der Erwerbstätigkeit von Frauen in der Schweiz spiegeln die grossen Unterschiede in den gesellschaftlichen Rollen der Geschlechter wider: Denn auch wenn die Frauen auf dem Arbeitsmarkt relativ präsent sind (77% der Frauen arbeiten/ 87% der Männer), sind sie dennoch meistens nur teilzeitbeschäftigt (57.8% gegenüber

13,5% der Männer). Teilzeitbeschäftigte Frauen sind mehrheitlich Mütter. Diese Situation erklärt sich durch den Mangel an Betreuungseinrichtung​en für die Kinder. Aber es fliessen auch andere Faktoren ein, wie z.B. traditionelle Aufgabenteilung (in der Regel übernehmen die Frauen die Hausarbeit) und Denkweisen. Auch wenn die Teilzeitarbeit eine Reihe von Vorteilen bietet, so dürfen wir dennoch die Nachteile nicht übersehen: Die Beiträge zu den Sozialversicherungen sind geringer, die beruflichen Aufstiegsmöglichkeite​n sind sehr schnell und auf Dauer begrenzt und es besteht ein langfristig höheres Armutsrisiko.

Aber auch wenn eine Frau 100% arbeitet, ist ihr Einkommen meistens geringer als das ihres Mannes; sei es, weil Frauen bei gleichwertiger Arbeit noch immer schlechter bezahlt werden als Männer (40% der beobachteten Einkommensunterschied​e sind auf eine Geschlechterdiskrimin​ierung zurückzuführen) oder weil Frauen mehrheitlich in schlechter bezahlten Bereichen („Glaswand“) und nur eine kleine Minderheit von ihnen in verantwortlichen Führungspositionen („Glasdecke“) arbeiten.

Im individuellen Fall beeinflussen diese Aspekte die Wahlmöglichkeiten von Paaren und veranlassen die Frau, sich nach der Geburt eines Kindes (oftmals zeitweise) aus dem Beruf zurückzuziehen oder ihre Beschäftigungsrate zu reduzieren. Die Besteuerung und das Tarifsystem der Krippen beeinflussen die Wahl zusätzlich.

Die Familieninitiative der SVP wird weder den heutigen Familienrealitäten gerecht, noch löst sie ein einziges Problem der grossen Herausforderungen heutiger Familien. Im Gegenteil, sie schafft sogar neue Probleme, indem sie die Wahlfreiheit erschwert, traditionelle Geschlechterrollen zu verfestigen sucht und damit gegen die Gleichstellung der Geschlechter verstösst.

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Comments to: SVP-Familien-Initiati​ve
  • April 21, 2013

    Einerseits, Frau Feri SP, singen Sie den Evergreen von der schlechteren Bezahlung gleichwertiger Arbeit für Frauen. Parallel dazu hören wir auf der gleichen Platte auch noch Ihren Gassenhauer von den schlechteren Chancen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt.

    Als einzelne Showcases mögen diese alten Schlager in alternativen Clubs und Reithallen ja noch diskutiert werden. Als gemeinsamer Sampler allerdings, wird das ganze zum reinen Geräuschteppich.

    Wenn nämlich Frauen tatsächlich für weniger Lohn die gleiche Arbeit verrichten würden, dann müssten sie doch logischerweise auch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.

    Die Unternehmer wären ja schön blöd, wenn sie die gleiche Arbeit aus purem Genderrassismus von den teureren Männern machen liessen.

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  • April 21, 2013

    Liebe Frau Frei, alle Vorlagen die von der SVP kommen und wenn sie noch so gut sind, sind so oder so schlecht, weil sie nicht von der SP kommen. Den Aufwand für diesen unnötigen Beitrag hätten Sie besser in die Freizeit investiert.

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    • Juli 19, 2021

      wäre das Schlimmste für die SP, wenn man plötzlich merkt, dass die SVP für ein soziale Gerächtigkeit ist, und nicht nur für Minderheiten und Ausländer sowie Asylanten, sondern für die eigene Bevölkerung und Schweizer.
      Zuerst die Schweiz, dann mal schauen.

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    • Juli 19, 2021

      Das Sozialste für die gut Integrierten Ausländer ist die Ausschaffung der Kriminellen. Nur diese Art von sozial war für einige Parteien unsozial, bis sie selber merkten, dass das Volk sich für die Sozialere Variante der SVP entschieden hat, hat sehr lange gedauert. Wenn soziale Vorlagen für das eigene Volk für den Bund zu teuer sind, kann man ganz einfach die Ausgabe über die Grenze drastisch kürzen. Aber eben, lieber eine Zunahme der Armut im Inland dulden, als das soziale Engagement im Ausland kürzen.

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  • April 21, 2013

    Frau Nationalrätin, die traditionelle, friedliche und mit einem gewissen wohlständigen Einkommen, von einer Person, das ist das Beste was jedem Familienmitglied passieren kann. Ob Kind, Frau oder Mann.

    Sie sprechen in diesem Zusammenhang die Gleichberechtigung von Frau und Mann an. Ich spreche jetzt als Mann. Natürlich sind für mich erfolgreiche Frauen sehr interessant. Aber sie vergessen auch, dass Frauen nicht nur wegen der Männer auch eine Karriere wollen, nur weil sie sich gegenüber ihnen nicht gleichberechtigt fühlen. Eine Frau will auch Frau sein. Sie will in erster Linie auch Mutter sein. Dann liegt es auch an den Frauen zu entscheiden, wie ich mein persönliches Empfinden und meine Persönlichkeit leben kann. Das gilt nicht nur für die Frauen sondern für alle. Die Männer sind auch gefordert, beruflich, im Militär, familiär usw. Uns Männern gelingt es ja mit einer gewissen härteren Schale sich beruflich vielleicht ein bisschen besser durchzusetzen. Aber wir Männer sind sicher nicht schuld daran, dass die Frauen uns verantwortlich machen, dass eine Familie nicht friedlich leben kann. Das ist möglich, eben wenn eine Frau “Frau” ist und den Ehemann auch wirklich liebt mit all ihren Gefühlen. So lieben wir die Frauen auch. Ihre Politik zielt auf ein Auseinanderdriften zwischen Mann und Frau. Das zerrt doch auf die Beziehungsfähigkeit.

    Es ist doch besser, dass die Familien ohne die Politik sich glücklich schätzen, dass sie sich gefunden haben, aneinander wachsen, sich älter und aufwachsen sehen usw.

    Die berufliche Vielfalt und Situationen innerhalb einer Familie, das ist etwas anderes. Dort setze ich einmal einen Trennungsstrich. Am Besten wir lassen die Familiensituation einmal weg und wir kümmern uns um Möglichkeiten, wie eine Familie, egal wer und wann arbeitet und wie hoch oder wie tief das Einkommen ist und wie lange ein Kind in Fremdbetreuung ist, steuerlich zu begünstigen sind. Wenn es für alle Familien gilt, dann ist zu überprüfen, ob die Abzüge progressiv gestaltet werden. Ob bei sehr hohen Einkommen innerhalb einer Familie keine Abzüge getätigt werden und bei knapper Kasse einer Familie höhere Abzüge gewährleistet wird. Weil sonst fehlen dem Staat wieder Einnahmen, wenn jeder funktionierenden oder traditionellen Familie noch zusätzlich Abzüge gewährleistet werden. So lässt sich auch verhindern, dass reiche Familien noch reicher werden dank politischer Hilfe, die ich ablehne und dass arme Familien untergehen und gehindert werden, dass die Schulbildung auf der Strecke bleibt.

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  • April 21, 2013

    Nach Ihren Schlussfolgerungen ist die Wahlfreiheit der Bevölkerung ein Problem, dem Sie entschieden entgegentreten. Ich frage mich, ob hier der radikale Sozialismus durchschimmert, der leider heutzutage bei Vielen die Sicht verblendet. Ich will ja nicht behaupten, dass irgendeine politische Richtung “eine einzig klare Sicht” vertritt. Wird jedoch die Wahlfreiheit als Problem erachtet, läuten bei mir die Alarmglocken!
    Weiter​ verurteilen Sie die traditionelle Familienform als Problem. Dies grenzt für mich schier an Diskriminierung. Es ist doch jeder Familie überlassen, welche Form sie wählen will, ohne dass Sie sie als problematische Festigung eines Familienmodells verschreien.
    Als Letztes erwähnen Sie die Verletzung der Gleichstellung. Nur weil Sie in Ihrer Vorstellung nur die Frau zu Hause sehen, die die Kinder betreut, müssen Sie nicht gleich von einem Verstoss von der Gleichstellung jammern. Die Initiative spricht nirgends von einer Frau zu Hause! Sie fordert lediglich, dass Familien, die ihre Kinder zu Hause betreuen, den gleichen Abzug erhalten sollen, wie andere Familienmodelle. Ob da nun der Mann zu Hause ist oder die Frau, spielt absolut keine Rolle und lässt Raum für verschiedene Familienmodelle.

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  • April 22, 2013

    Guten Tag Frau Yvonne Feri, SP
    Bei dieser Initiative handelt es sich um ein Steuer (Gesetz), die freie Wahl, wie man seine Kinder betreuen will. Frei entscheiden, OHNE dass man das Steuergesetz als Massstab mit betrachten muss. Und ALLE können die Abzüge geltend machen, sei es Fremdbetreuung, oder Eigenbetreuung.
    Es ist absurd, wie man auf die Idee kommen kann, „verstösst mit Fehlanreizen gegen die Gleichstellung der Geschlechter! Oder sie weckt nur die Sehnsucht nach den vermeintlich guten alten Zeiten“, also Bitte!
    Wenn man so liest, wer wie und warum, mit was für welchen Argumenten gegen diese Gleichstellung gekämpft wird, so wird klar, dass es Absicht war, die traditionelle Familien aussen vor zu lassen. Warum von links auch immer auf dieses Familien Modell Ehe eingedroschen wird.
    Funktioniert sie, diese Familie, mit all den möglichen Freiheiten, die man innerhalb dieses Gebildes Familie hat, ist es das beste Bollwerk gegen diesen Sozialen Zerfall, den man beobachten kann. Mutter, Vater, auch Eltern genannt, sind klar definiert. Das Recht ist klar definiert, was sein darf und soll, was nicht.
    Es ist freiwillig, für welche Form von Familie man sich entscheidet. Man hat andere Formen nicht gesetzlich legalisiert, um das „Traditionelle“ zu verbieten. Und meist beginnen ja solche Familien mit überdimensionierten Hochzeiten, die erste Verschuldung, weitere folgen, und da helfen Frau wie Mann gleichermassen mit, diese Ehe zu zerstören! Sie scheitern an der eigenen Masslosigkeit!

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  • April 22, 2013

    Ein Versuch einer Erklärung:
    Es fängt damit an, dass sich zwei Menschen kennen und lieben lernen. Sind nun diese Menschen unterschiedlichen Geschlechtes, weiblich und männlich, kann es vorkommen, dass sich dieses Paar vermehren kann.
    Sind sie gleichen Geschlechtes, funktioniert nur das vermehren nicht, sagt aber nichts über die Liebe aus, welche diese Menschen füreinander empfinden. Also war und ist die Idee, auch solchen Menschen den Status, Gleichberechtigung in der Partnerschaft zu gewähren, die richtige Entscheidung.
    Erster​e, Frau und Mann neigen dann dazu, zu Heiraten. Das heisst, erst einmal geht man den traditionellen Weg.
    Danach, nach dieser Heirat tauchen verschiedenste Probleme auf. Ich persönlich meine nicht, dass es an der Rechts Form, Ehe hapert, dass danach so viele Ehen geschieden werden, und andere Formen von Partnerschaften stattdessen weitergeführt werden. Es geht um Toleranz, Intoleranz, Macht und Ansichten, Geld, Stress, Schulden, die an den Partnerschaften nagen.

    Ich meine, es liegt an den Personen, die nicht mit dem Umstand Partnerschaft umgehen können. Die Politik hat und muss alle Möglichkeiten offen halten und Gleichstellen, dass die Menschen frei entscheiden können, welchen Weg der Partnerschaft möchte ich gehen. Die Entscheidungen kann die Politik nicht abnehmen.
    Wenn aber auf politischem Weg versucht wird, Gleichstellung zu verhindern, was ja eigentlich nicht die Idee des Sozialismus ist, dann bekommen wir Probleme.
    Frau wie Mann sollte dann noch die Grösse haben, Missgunst, Neid, weglassend, auch wenn man selber andere Erlebnisse hatte, freie Entscheidungen offen zu lassen.
    So sehe ich das.

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  • April 22, 2013

    Wenn überhaupt Steuererleichterungen​, dann für alle die Selben. Alles Andere sind parteipolitische Gezänke, unterwandern das hochgepriesene Solidaritätsprinzip unseres Landes und begünstigt sozialen Unfrieden.

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  • April 23, 2013

    “Die Familienrealitäten haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Diese Veränderungen rufen nach gezielten politischen Antworten. Die Initiative der SVP bietet keine Antwort, sie weckt nur die Sehnsucht nach den vermeintlich guten alten Zeiten, als der pater familias sich noch ausschliesslich der Erwerbsarbeit widmete und die Mutter und Hausfrau, zusammen mit den für diesen Moment herausgeputzten Kindern, abends mit den Pantoffeln in der Hand auf seine Rückkehr wartete. “

    Frau Fery fühlen sie sich vom starken Geschlecht derart bedroht, dass Sie sich derart verachtend über unsere Eltern und Grosselten auslassen müssen? Und wenn das alles ja heute so gar keine Gültigkeit mehr hat, wieso setzen Sie und ihresgleichen sich nicht mal dafür ein, dass auch das schw. Scheidungsrecht der Realität Rechnung trägt und keine reinen Zahlväter mehr generiert? Die dann von von sogenannt alleinerziehenden Müttern durch Fremdpersonen ersetzt und steuerlich absetzbar sind? Dort wird nachwie vor darauf gepocht, dass ein Kind zwingend von der Mutter betreut werden muss. Ein krasser Wiederspruch zu all ihren Frauenthemen und dem Kindswohl. Und daher ist ihre Politik scheinheilig und nur auf den persönlichen Vorteil jeder einzelenen Frau ausgelegt. Nicht für die Kinder und schon gar nicht für die Familie!

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    • Juli 19, 2021

      @Daniella Bächli,

      was Sie hier monierten, erst noch als Frau, finde ich super, kann ich auch zu 100 % unterstützen und bestätigen, Sie sind eine intelligente und auch sehr mutige, Gerechtigkeit empfindende Frau.

      DANKE

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    • Juli 19, 2021

      Mein ich nicht, Frau Daniela Bächli,
      Es steht ja der “Familie” frei zu entscheiden, ob die Frau arbeiten geht, der Mann zu hause bleibt, oder beide arbeiten gehen, das/die Kinder in eine KiTa abgeben,…

      alles kann, nicht muss.

      Schlussendlich wird niemand benachteiligt, naja, ausser dass man meiner Ansicht nach zu wenig für die Kinder schaut, was für rechte diese haben. Frage: Was ist das natürliche Bedürfnis des Kindes, das sollte die zentrale Frage sein zum entscheiden.

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    • Juli 19, 2021

      @Wener Nabulon

      “Schlusse​ndlich wird niemand benachteiligt, naja, ausser dass man meiner Ansicht nach zu wenig für die Kinder schaut, was für rechte diese haben. Frage: Was ist das natürliche Bedürfnis des Kindes, das sollte die zentrale Frage sein zum entscheiden.”

      Gan​z genau! Und genau DAS sehe ich bei den SP-Frauen eben gerade nicht!

      So wie sie das abgeblich verschönte Familienbild der SVP kritisiren so propagieren sie ihre Erziehungsanstalten für Kleinkinder, als wäre es ein Sechser im Lotto für unserer Kinder. Ein sechser im Lotto, zieht aber ein Kind, dass auf ein intaktes Familienleben bauen kann. Und das ist inzwischen wohl fast so sleten wie ein echter Lottogewinn. Und DAS nennen die SP Frauen Fortschritt und Individualismus.

      In den Augen des Kindes, könnte man es aber auch Egoismus und Verantwortungslosigke​it nennen, wenn Eltern nicht mher bereit sind, Kompromisse einzugehen, die eigenen Bedürnisse etwas zurück zu stecken.

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    • Juli 19, 2021

      @ Liebe Daniela Bächli,

      Im Namen aller (ungefragten) Kinder danke ich Ihnen für Ihren nachgenannten, zu 100 % zutreffenden Text;

      “Ein sechser im Lotto, zieht aber ein Kind, dass auf ein intaktes Familienleben bauen kann. Und das ist inzwischen wohl fast so sleten wie ein echter Lottogewinn. Und DAS nennen die SP Frauen Fortschritt und Individualismus.
      In den Augen des Kindes, könnte man es aber auch Egoismus und Verantwortungslosigke​it nennen, wenn Eltern nicht mehr bereit sind, Kompromisse einzugehen, die eigenen Bedürnisse etwas zurück zu stecken. “

      Ganz genau so ist es, DANKE im Namen des übergeordneten KINDESWOHL, auch im rechtlichen Sinne verhält es sich so, nicht der zum grossen Teil egoistischen, individuellen Bedürfnisse Erwachsener ist Beachtung zu schenken, sondern eben nur dem KINDESWOHL.

      Liebe Grüsse
      Gilbert Hottinger

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  • April 28, 2013

    Frau NR Yvonne Feri,

    Ich bin der Meinung dass diese SVP-Initiative (selber bin ich parteilos) richtig & fair, also nötig ist, weil 1. diese die Mütter allerhöchstens für 3-4 Jahre dem Arbeitsmarkt entzieht, und 2. mit der Zuwanderung & der Freizügigkeit darum nicht im Widerspruch steht. Sie Frau Feri schreiben;“Die Initiative löst also kein einziges Problem in der heutigen Familienpolitik. Im Gegenteil, sie schafft eines, indem sie eine Herdprämie zu verankern versucht, die die Ungleichheit der Geschlechter in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch vergrössert.
    Dem muss ich widersprechen. Es ist nur eine Frage der Gerechtigkeit, der Gleichbehandlung, wenn jetzt junge Mütter, welche ihre Kinder noch selber aufziehen, ihnen Geborgenheit, Wärme & Liebe geben, mit Fremdbetreuenden „Müttern“ zumindest endlich gleich gestellt werden, vor allem aus ethischer Sicht. Diese Seite vermisse ich in Ihren Voten leider ganz. Diesen Steuerabzug für Mütter, die arbeiten gehen und ihr Kleinkind Fremden zur Betreuung geben, sollte dieser Steuer- & jeglicher Abzug viel eher ersatzlos gestrichen werden, denn umgekehrt. Früher sagte man, gab eine Mutter ihr Baby einfach kalt weg; Du bist eine Rabenmutter, Punkt. Mit der Fremdbetreuung geben sie das Baby mindestens halbwegs weg, und das halte ich für das Baby & Kleinkind bis drei Jahre als sehr schlecht. Wenn eine Frau arbeiten und Karriere machen will, ist das zwar Heute ihr Recht, aber dann soll sie halt auf Kinder ganz verzichten, oder aber sich mindestens die ersten drei Jahre selber um ihr Baby kümmern. Beides geht nun mal nicht optimal, eines der Beiden leidet, insbesondere die Babys & Kleinkinder. Man komme mir jetzt nicht, dass diese es gar nicht merken, ihnen die leibliche Mutter nicht fehle, sie riechen es sogar, auch wenn sie noch nichts sehen. Auch finde ich es unplatziert & sehr abwertend gegen dies Mütter, wenn Sie von *Herdprämie“ schreiben. Auch die „Ungleichheit der Geschlechter“ tangiert es keinesfalls, Sie können nun nicht mal eine Frau mit einem Manne vergleichen, schon rein physisch sichtbar nicht, so wenig wie Sie Apfel mit Birnen vergleichen können. Die Frau hat ihren Wert & Aufgabe, der Mann ebenso. Ist ein Abzug für fremd betreuende Mütter halt aber nun mal eingeführt, dann haben mit Sicherheit Mütter, die ihre Kinder naturgemäss selber betreuen, und Geborgenheit & Liebe ihren Kleinkindern vermitteln, doch noch viel eher, also vorzugsweise, einen solchen Abzug verdient. So steht diese Welt aber Kopf, wie so vieles Heute. Alle Tierarten machen es uns ja so richtig, weil schöpfungsgemäss vor. Ja genau, Tiere sind vielfach intelligenter als wir Menschen. Es geht hier eben auch keinesfalls nur ums Geld alleine, wie sie ausschliesslich argumentieren, leider.

    Ein Mutterlohn als Lösung die ersten 3 Jahre des Kleinkindes;

    Die ganze Problematik und die daraus erwachsenden vielfältigen Probleme könnte man sehr einfach und leicht lösen, auf einen Schlag, indem man junge Mütter mindestens die ersten drei Jahre finanziell mit einem Mutterlohn von z.B. CHF 3000.– p.M. finanziell unterstützt, damit Mutter & Kind zusammen verbringen können, wie sich das gehört, das Kind die Liebe der Mutter zu spüren bekommt, dies auch so erleben darf. Das Tierschutzgesetz schreibt ja auch zwingend vor, dass das Kalb beim Muttertier zu verbleiben hat, wieso hat ein Kind eigentlich nicht auch wenigstens die gleichen Rechte wie ein Kalb ? Die Frage geht an Politiker & Politikerinnen wie Sie im Nationalrat. Die Mutter würde auch AHV einzahlen und hätte später eine anständige AHV-Rente, gerade wichtig bei den vielen Scheidungen, wäre die Mutter so auch eigenständiger. Dieser Mutterlohn müsste aber zwingend 100 % steuerfrei sein, Abzüge lediglich für die AHV, BVG ect., was den Müttern im Alter ja wieder zu Gute kommt. Die enormen Folgeschäden der jetzigen Lösung der Fremd-Betreuung (seelische Verwahrlosung, Wochenende Koma-Saufen, höchste Jugend-Suizid-Rate weltweit ist in der Schweiz, Bindungs-Unfähigkeit,​ wilde Beziehungen ohne jede Rücksicht & Verbindlichkeit, Liebes-Unfähigkeit, Egomanie, brutalo-Video-schauen​, extreme Selbstsucht & Aggressivität ect.) könnten erheblich, wenn nicht fast ganz damit schon mal überwiegend beseitigt werden. Den Beweis liefern die Naturvölker in den Anden, wo die Mütter die Babys & Kleinkinder immer in einem Leibtuch bei sich tragen, selbst bei der schwersten Körperarbeit auf dem Felde. In deren Pubertät kennt man weder Alkohol- noch Drogenprobleme, wie eine Schweizer Ärztin feststellte & in einem Buch beschrieben hat, recherchiert vor Ort. Dann Folgekosteneinsparung​en; Sonderschulen, psychische Behandlungen, Kriminalität, nicht mehr verludernde Beziehungen, gesündere, beständigere Ehe-& wilde Partnerschaften ergeben meiner Einschätzung nach eine über 100-150 fache Kosteneinsparung, im Vergleich was dieser “Mutterlohn” uns Steuerzahler kostet. Machen Sie doch diese Kalkulationen mal durch eine Fachperson, das Resultat ist höchst erstaunlich & überzeugend.

    Dann den nichtmateriellen Aspekt vermisse ich in Ihrem Votum leider ganz, wie auch im ganzen Natinal-Rat-Palaver auch gar nichts auszumachen war. Dann so ein Emanzen-Blödsinn wie von SP-NR-Fehr; „Damit wolle man nur die Frau wieder an den Herd zurück drängen“. Niemand will die Frauen an den „Herd“ zurückdrängen. Jede Frau kann doch Heute ganz frei entscheiden, wo sie ihre Priorität setzen will, wir sind (noch) ein freies Land, nur die Folgen soll sie dann auch selber tragen, und nicht wir alle Steuerzahler wie momentan. Es gibt darüber hinaus eben auch noch diese erwähnten nichtmateriellen Güter – das wichtigste ist natürlich die Mutterliebe – die gerade bei einem Baby das Wichtigste ist für seine gesunde Entwicklung, seine Menschwerdung. Es geht hier primär auch nur um das Kindeswohl, nicht was die Mutter oder der Vater, vielfach aus Eigennutz, will.

    Eine chinesische Weisheits-Lehre sagt diesbezüglich darum treffend;

    „Was das Kind bei der Mutter die ersten 4 Jahre lernt, kann keine Universität später mehr ersetzen“.

    Einfach​e, naturverbunden, bodenständige Menschen begreifen sofort was das heisst. Das meine ich, ist erst eine richtige, sinnvolle Jung-Familienpolitik,​ die ca. 4-5 Milliarden Mutterlohn sollten uns nicht zu Schade sein, gebt Ihr Politiker/innen des Nationalrates ohne mit der Wimper zu zucken, doch 7-8 Milliarden CHF (fast alles gerechnet, plus die zunehmenden Rückkkehrzahlungen v. 5913.– CHF pro Mann & mal z.B. an Drogen-Dealer-Nigeria​ner) jährlich für zu 98 % Scheinasylanten (Nigerianische Drogen-Dealer zu 99.5 %, Vergewaltiger, Diebe am Gast- & Schutzgebenden Schweizer/In ect.) aus.

    Allerdings wäre präventiv zwingend auch eine Bestimmung zu verankern,

    dass auf den Mutterlohn nur Anspruch hat, wer sich mindestens seit 5 Jahren ununterbrochen in der Schweiz aufgehalten hat, um Auslandtourismus i.d. Sache im voraus vorzubeugen, so zu verhindern.

    Also​, zuerst kommen doch die eigenen Kinder und Frauen, wenn es für alle reicht, können auch anständige Fremde noch an den Trog. Echt Verfolgte haben auch weiterhin in der humanitären Schweiz ein Anrecht auf Asyl, was auf den Heute bewusst geduldeten Massenstrom aber nur gerade noch auf ca. 1-3 % zutrifft. Der anhaltend geduldete massenhafte Asymissbrauch hat den Namen Asyl leider inzwischen zu einem Reizwort, ja Schimpfwort bei uns Schweizern verkommen lassen. Wenn unsere Politiker im Nationalrat in Bern hier mal etwas Dampf aufsetzen würden und endlich nur schon auf die Einhaltung des Dublin- und des Schengen-Abkommen pochen würden, die vom Volk angenommen Ausschaffungsinitiati​ve krimineller Ausländer anwenden wollen würden, könnten die so damit eingesparten ca. 4 Milliarden CHF sofort für das Muttergeld verwendet werden, weil die Masse der Heute das Asylrecht krass missbrauchenden viel eher zurückgeschickt werden könnten.

    Also jetzt endlich einen Mutterlohn einführen für die ersten 3 Jahre, durch die Anwendung obgenannter Gesetze, ist diese Finanzierung auch bereits gesichert.

    Unsere Mütter und Kleinkinder/Babys haben diese Fürsorglichkeit in jungen Jahren jetzt verdient, und die Mütter diese finanzielle Unterstützung.

    Ein einfaches Naturgesetz besagt doch auch; Man muss immer zuerst etwas säen, wenn man später etwas anständiges „ernten“ will.

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  • Mai 6, 2013

    zu viele variante, komplexe systeme und überlegungen.
    in mehrere ländern, millionen von kindern besuchen tagesschulen von 7:00/7:30 bis 16:30/17:00/17:30….​. dabei sind alle diese kindern, ganz normale kindern!
    hier selbst in der schweiz gibt es hunderten von privatschulen-tagessc​hulen.
    wenn man fragt die situation von diesen familien in ausland, meistens sind auch diese (wie hier auch der fall in der schweiz ist) allein erziehende eltern, die arbeiten müssen!
    es gibt in ausland, fast in alle ländern, schweizern-schulen, die wie tagesschulen funktionieren, mit schweizern lährern und schweizern managers, die sich nie beklagen über diese schulsystem.
    ich selber habe ich eine schweizer-schule (tagesschule) besucht und trage keine schaden davon, die beziehung zu meiner eltern ist besser sogar als hier bei viele deutschschweizer familien.
    für meine mutter und millionen von eltern, sind die tagesschulen die ideale lösung für familie und beruf! ich könnte am nachmittag mit ihr die hausaufgaben machen und bei der haushalt helfen. am wochenende haben wir sowieso zeit miteinander gebracht.
    die interaktion zwischen schule und eltern bei diziplinar fälle funktionierte ohne problemene. die eltern (auch bei geschiedenen paare) waren zitiert und müssten eingreifen!

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    • Juli 19, 2021

      leider ist nicht so genau umsetzbar.diese muttern die 3 oder 4 jahre gezwungen sind zu pausieren, finden in der arbeitswelt kein einfaches einstieg wieder! eventuel in den service… aber frauen sind sogar immer mehr studiert und verfügen über enormes wissen und potenzial! … jedoch nach 4 jahre ausserhalb der arbeitswelt wird nichts mehr faire gebraucht! sie sollen/dürfen nach der mutterschaftsurlaub ihre tätigkeit weiter nehmen, jedoch 50% bis sie der meinung ist, dass ihres kind mit 3 oder 4 jahre in einer tagesschule anfangen kann. sie braucht die flexibilität der arbeitsmarkt auch später 70% oder 80% arbeiten zu können! aber sie braucht auch eine schule, wo sie das kind bringen kann ohne dass sie muss immer fürchten was es ausserhalb der schule oder kindergarten macht.
      was aber noch viel schlimmer ist die unglachheit von lohn: mann-frau! irgendwie die schweiz lebt in keine reale welt!

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  • August 12, 2013

    Die heutigen Familienrealitäten sind eine einzige Katastrophe! Bevor sich linke Feministinnen selber zu verwirklichen begonnen haben, reichte ein halbes Einzeleinkommen um eine mehrköpfige Familie zu ernähren. Die pösen, pösen Männer haben jahrzehntelang Frauen unterdrückt? Und sie mussten ihnen widerstandslos zu willen sein? Wo bitte, Frau Feri, haben Sie solches je erlebt? In Akademikerkreisen? In Einzelfällen mag das ja vorgekommen sein, aber Schweizer Männer haben schon immer Partnerinnen und keine Sklavinnen.

    Und warum haben die pösen, pösen Männer den Frauen das Stimmrecht so lange verwehrt? Weil sie, politisch auf der Höhe, genau vorhersahen, wohin uns die Reise führt, wenn apolitische Frauen, als willenlose Werkzeuge von Links, missbraucht werden. Tschüss Generationenvertrag, willkommen Schneeballsystem für die Sozialwerke. Und das schlimmste daran? Linke Frauen schwärmen von Einwanderern, die genau dieses abscheuliche Familienbild leben, ihre Frauen und Kinder schlagen, Herr und Meister sind.

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