1. Wahlen

SVP schwächste Partei in Mingers Heimat

Ausgerechnet in ihrer geis­ti­gen Hei­mat, dem ber­ni­schen Schüpfen, dem Wohn­ort von Bun­des­rat Ru­dolf Min­ger, ist die SVP mitt­ler­weile die schwächste von drei Orts­par­tei­en. Die klar stärkste Par­tei ist heute die BDP, die bei den Ge­mein­de­wah­len vom Sonn­tag über 15% zu­leg­te. Der mas­sive Rechts­rutsch der SVP in den letz­ten 20 Jah­ren wird von den Wählern in der ehe­ma­li­gen SV­P-Hoch­burg Schüpfen nicht mehr to­le­riert. Mitt­ler­weile haben sie mit der BDP eine bürgerliche Al­ter­na­ti­ve. Für die SVP kommts noch schlim­mer: Sie fällt im bürgerlich-konservati​ven Schüpfen gar hin­ter die SP zurück.


Ruedi Minger: Als die SVP noch eine konstruktive bürgerliche Partei war
Rudolf Minger wurde 1929 als erster Vertreter der SVP-Vorgängerpartei BGB in den Bundesrat gewählt. Zwölf Jahre vorher war Minger Mitbegründer der ersten BGB-Kantonalpartei in Bern. Mingers Heimat- und Wohnort Schüpfen gilt bis heute als geistige Heimat der SVP.


Rudolf Minger als Bundesrat.


Schüpfe​n: SVP-Rechtsrutsch wird nicht mehr toleriert
Schüpfen war seit Mingers Wahl in den Bundesrat eine SVP-Hochburg, mit einem SVP-Wähleranteil von zeitweise weit über 50%. Vor rund 20 Jahren begann die Schweizer SVP (v.a. der Zürcher Flügel) massiv nach rechts zu rutschen. In den letzten Jahren folgte auch die Berner SVP diesem Rechtsrutsch. Seit 4 Jahren haben die Wähler im Kanton Bern mit der neu gegründeten BDP eine bürgerliche Alternative zur Rechtaussenpartei SVP. Die Wähler von Schüpfen haben diese Alternative wahrgenommen und der SVP ein klare Absage erteilt: Die Rechtsaussenpartei landete deutlich hinter der BDP (41,6%) und gar hinter der SP (30,6%) mit nur 27,7% der Stimmen auf dem letzten Platz.

Schüpfen mit dem Frienisberg im Hintergrund.

 

BDP:​ Die legitime Nachfolge-Partei von Minders BGB
Während die nach rechts gerutschte SVP bei Weitem nicht mehr die Werte eines Ruedi Mingers vertritt, tritt die BDP in Mingers Fussstapfen. Das sehen offensichtlich auf die Wähler in Schüpfen so.

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Comments to: SVP schwächste Partei in Mingers Heimat
  • Oktober 31, 2012

    Herr Dieter Lohmann,
    Mich deucht, Sie sollten die Lebens Geschichte eines Rudolf Minger als Mensch und Bundesrat etwas genauer analysieren, bevor Sie ein in sich selber mit Widersprüchen nur so durchzogenes Thema eröffnen.
    Fragen Sie die Sozis, jene Geschichtsaufbereiter​ welche einer Schweiz andauernd Schandtaten vorwerfen zur Zeit als Deutschland Weltgeschichte geschrieben hat.

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    • Juli 19, 2021

      Sie können mir diese Widersprüche sicherlich erläutern, werter Herr Nabulon, oder?

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    • Juli 19, 2021

      Ja Herr Dieter Lohmann,
      ich könnte jetzt widersprüche aufzählen, Ihnen eine Plattform bieten, mit weiteren undifferenzierten, unsachlichen Räuberpistolen hier Ihren Frust niederzuschreiben.


      Bevor ich das hier geschrieben habe, machte ich mir Überlegungen, wie eine Rudolf Minger SICH HEUTE positionieren würde.

      Denn, wie Rudolf Minger sich damals positioniert hat, das ist bekannt, wenn man etwas Geschichte kennt.
      Wenn die BDP Rudolf Minger als Idol braucht, damit man die SVP in die Neo Ecke stellen kann, wenn Sie das brauchen nun denn.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Nabulon

      Ich stelle fest, dass Sie mir keine Widersprüche aufzeigen können…

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    • Juli 19, 2021

      Herr Selk

      Es geht hier um BDP, SVP und Rudolf Minger. Was bitte schön hat das mit Griechenland zu tun!

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    • Juli 19, 2021

      Nun Herr Dieter Lohmann,
      So viel Zeit musste schon sein, dass Sie ihren Eintrag
      „Herr Nabulon

      Ich stelle fest, dass Sie mir keine Widersprüche aufzeigen können… „
      schreiben konnten.
      Man muss die Sache im Kontext lesen.
      Mit der BDP eine bürgerliche Alternative, im Ihre Worte „bürgerlich-konservat​iven Schüpfen“.

      Was denn heisst „die BDP ist eine bürgerliche – konservative Partei.

      Eigentlich​ haben die WählerInnen von Schüpfen nur folgendes gemacht. Anstelle einer vom Zürcher Flügel dominierten SVP die Stimme zu geben, haben sie die im Kanton Bern beheimatete BDP als bürgerlich-konservati​ve Partei bevorzugt.

      Die BDP mit 41,6% wird mit der doch immer noch 27,6% starken SVP bürgerlich 69.2% gestärkt. Die SP mit den 30,6% steht da auf verlorenem Posten.
      Sie schreiben, früher hatte es mal eine Zeit gegeben, da hatten die bürgerlichen weit ü 50%.

      Heute, nach diesem nach Ihren Worten Bürgerlich-Konservati​ven Rutsch fast 70%.

      Es regieren nach Ihren Worten, eine Bürgerlich-Konservati​ve Partei mit einer Rechtsaussen Partei, das finden Sie Herr Dieter Lohmann toll?

      Ja das finde ich ebenso Toll, im Fall!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Nabulon

      “Was denn heisst „die BDP ist eine bürgerliche – konservative Partei.”

      Richtig,​ das ist so!

      “Eigentlich​ haben die WählerInnen von Schüpfen nur folgendes gemacht. Anstelle einer vom Zürcher Flügel dominierten SVP die Stimme zu geben, haben sie die im Kanton Bern beheimatete BDP als bürgerlich-konservati​ve Partei bevorzugt.”

      Richt​ig. Mit der Ergänzung, dass diese vom Zürcher Flügel dominierte Partei eben in den letzten 20 Jahren massiv nach rechts gerutscht ist und im Gegensatz zur BDP eben keine bürgerliche Kraft mehr ist. Die Wähler in Schüpfen wollen aber eben eine Partei wie sie die Berner SVP noch vor 20 Jahren war, resp. wie es die BGB war und wie es die BDP heute ist!

      “Sie schreiben, früher hatte es mal eine Zeit gegeben, da hatten die bürgerlichen weit ü 50%”

      Falsch! Ich schrieb früher hatte die SVP alleine weit über 50%. Und das nicht nur in Schüpfen sondern in den meisten Berner Landgemeinden.

      ​”Es regieren nach Ihren Worten, eine Bürgerlich-Konservati​ve Partei mit einer Rechtsaussen Partei,”

      Teilweis​e richtig. Schüpfen hat jetzt 3 Bürgerliche Mitte, 2 Linke und 2 Rechtsaussen als Gemeinderäte. Die Mehrheiten wechseln je nach Themengebiet.

      “das finden Sie Herr Dieter Lohmann toll?”

      Es geht. Mir persönlich fehlen natürlich die liberalen Kräft in Schüpfen. Dass im konservativ geprägten Schüpfen konservative Parteien die Mehrheit haben ist aber logisch. Und mir ist die heutige Zusammensetzung lieber als wenn die SVP 5 Sitze hätte (wie das jahrzehntelang der Fall war…)

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    • Juli 19, 2021

      Die Realität ist die, dass die BDP praktisch überall im Kanton Bern und auch in anderen Kantonen massiv zulegt…

      Soviel zu den Fakten!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Dieter Lohmann,
      Logisch, die BDP ist ja auch ein neues so wie es heisst, verträgliches bürgerlich konservatives Format.

      Da widerspreche ich sicher nicht. Und?

      Mich interessiert, was eine CVP eine FDP, eine GLP, SP und Grüne machen. Bei einer CVP und FDP welche Namen das sind.
      Ich mach mir Sorgen, wenn zu viele Sozialstaat-förderer,​ oder so unwissende Umweltschützer, Nachplapperi, gewählt werden, dann mach ich mir Sorgen.
      Soll in allen Kantonen die BDP zulegen, das kommt dann schon gut.

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  • Oktober 31, 2012

    Die SVP ist heute keine bürgerliche Partei mehr und hat auch keine Zukunft als bürgerliche Partei. Diese Rolle hat und wird die BDP übernehmen, wie das Beispiel Schüpfen sehr schön zeigt.

    Internation​al wird die SVP heute im gleichen Atemzug mit NPD, Front National, FPÖ, PVV und Konsorten genannt. Es ist kein Zufall, dass gerade solche Parteien SVP-Plakate übernehmen. Zudem werden SVP-Vertreter wie Freysinger, Wobmann oder Schlüer von rechtsextremen Islamhassern in ganz Europa als Helden gefeiert…

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    • Juli 19, 2021

      Richtig, Herr Lohmann

      Im Ausland wird die SVP längst im selben Atemzug wie die NPD oder der Front National genannt!

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  • Oktober 31, 2012

    Was ist sein einigen Jahren beobachte ist, dass sich die SP praktisch nur noch über die SVP definiert!

    Es ist eine gewaltige Profilneurose. Es ist aber sehr verständlich, hat doch die SVP verhindert, dass sich EU-Turbos an den EU-Pfründen weiden können, es muss schon frustrierend sein, wenn alle Nachbarnstaaten die einträglichen Pöstchen bei der EU besetzen und hier im Lande müssen sie grollend zuhause sitzen und das Leben an sich vorbeiziehen lassen.

    Bitte schnell lesen bevor es gelöscht wird.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Grimm

      Wieso kommen Sie denn jetzt mit der SP daher? Niemand hier hat von der SP gesprochen. Es geht um SVP und BDP! Offensichtlich sind Sie derjenige, der hier eine Profilneurose hat und sich nur über SP- und EU-Hass definieren kann…

      Und zudem mein guter Grimm, bin ich an einem Unternehmen mit Sitz in der EU beteiligt und profitiere so von der EU und ihren Freiheiten…

      Aber​ das haben eben die Isolationisten bis heute nicht begriffen. Es sind gerade die KMU in der EU, die von der EU profitieren und sicher nicht die paar wenigen EU-Beamten…

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    • Juli 19, 2021

      Ich hasse mit Sicherheit die EU nicht, nur muss ich zur Kenntnis nehmen, dass sie mit ihrem Neokolonialen und Imperialen Politikstiel und ihrem erpresserischen Auftreten nicht gerade meine Sympathie hat.

      Ich denke nicht, dass wir Isolationisten sind, wir sind sogar sehr International, auch ich hab Freunde auf der ganzen Welt. Nur weil wir nicht Mitglied dieser EU sind heisst das doch nicht dass wir Isolationisten sind. Wir treiben sogar regen Handel mit den Staaten der EU, Isolationisten isolieren sich und treiben fast kein Handel mit dem Ausland.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Dieter Lohmann,
      Wir wollen jetzt aber nicht Unternehmenspolitik, und Länderpolitik miteinander vermischen, oder wollen wir das?

      Wollen wir nun über das Unternehmen schreiben, bei welchem Sie beteiligt sind, um herauszufinden, wie genau dieses Unternehmen wie so viele andere genau in der Schweiz von Steuern profitieren, von den Banken usw?

      Nein, meine ich, hier ginge es darum dass Sie die SVP als undemokratisch, Rechts- Extrem, bis fast faschistisch oder nazionalsozialistisch​ darstellen wollen.
      Da kommt man ins grübeln.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Nabulon

      1. Eine Aufgabe des Staates ist es, gute Rahmenbedingungen für Unternehmen zu schaffen. Und genau das haben eben die EU-Staaten getan, indem Sie Handelsschranken abgebaut haben:

      – Freier Waren-, Dienstleistungs-, Kapital- und Personenverkehr
      – keine Zölle mehr
      – eine einheitliche Währung

      Für exportorientierte KMU sind deshalb die Rahmenbedingungen in Deutschland oder Österreich wesentlich besser als in der Schweiz!

      2. Ich habe nie gesagt, die SVP sei nationalsozialistisch​. Aber als überzeugter Verfechter eines demokratischen Rechtsstaats, macht es mir Sorgen, wenn die wählerstärkste Partei in diesem Land immer stärker nach rechts rutscht, immer mehr Mitglieder dieser Partei (auch Nationalräte) durch rassistische Äusserungen auffallen und als Vorbild für rechtsextreme Parteien in ganz Europa dient!!!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Selk

      Bitte richtig lesen! Die EU-Staaten haben dies getan, nicht die EU. Die EU selbst kann fast nichts entscheiden. Es sind immer die EU-Mitgliedsstaaten, die bei allen wichtigen Fragen entscheiden.

      Als EU-Unternehmer muss ich es leider so deutlich sagen, tut mir leid: Sie haben keine Ahnung wie stark KMU in der EU von der Abschaffung von Handelsschranken profitieren, resp. der massiven Reduktion von administativem Aufwand.

      Komplet falsch, Herr Selk! Die EU erzeugt nicht Regulatorien, die EU-Staaten schaffen Regulatiorien von 27 Nationalstaaten ab. Übrigens macht da zu einem grossen Teil auch die Schweiz mit ohne allerdings mitentscheiden zu können!!!

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    • Juli 19, 2021

      Mein guter Herr Selk

      1. Die Administation der EU ist äusserst schlank und effizient und entlastet die Administation der ineffizienten Nationalstaaten.

      Selbst Sie sollten begreifen, dass es für eine Währungsunion eine Notenbank braucht und für eine Zollunion eine Organisation die das Zollwesen administativ regelelt! So entfallen für die einzelnen Mitgliedstaaten viele administrative Aufgaben und was noch viel wichtiger ist, sie entfallen für die Unternehmen!!!

      2. Blödsinn! Griechenland war als es der EU beitrat ein Schwellenland und in miserablen Zustand. Heute geht es Griechenland enorm viel besser als beim EU-Beitritt. Das belegen alle Indikatoren!

      Das gleiche gilt für Italien, bevor es von Berlusconi runtergewirtschaftet wurde!

      3. Doch die Schweiz verschwendet Zeit für das ordnerweise Kopieren von EU-Regelungen.

      Ich​ als mündiger Bürger möchte lieber mitbestimmen als nur kopieren und devot nicken. Sie offensichtlich nicht…

      4. Aufwachen, Herr Selk, wir leben nicht mehr im Zeitalter der Nationalstaaten, die uns in die Weltkriege geführt haben, sondern im Zeitalter der Globalisierung und der internationalen Organisationen!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Dieter Lohmann,
      Loben Sie den Tag nicht vor dem Abend. Es braucht kein Nationales Denken, es reichen auch Blockdenken, um Kriege zu entfachen.
      Ich möchte nicht in den Gecshichtsbüchern lesen müssen, dass als Folge eben dieses EU Wahnsinnes, Kriege ausgebrochen sind.
      Unruhen mangels Arbeit, mangels Gerechtigkeit und Mittbestimmung des Volkes in der EU, haben wir schon.
      Jene Leute die auf die Strasse gehen, protestieren für mehr Eigenständigkeit, mehr Demokratie, weniger Abhängigkeit von einer EU.

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    • Juli 19, 2021

      Dass daran EU Unternehmungen schuld sind, die überall hin getingelt sind, wie ein Wanderzirkus, tja, das sind auch Fakten.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Selk

      Ihre erwiesenermassen falschen Behauptungen betreffend EU-Administration wurden bereits im anderen Blogbeitrag von Herrn Lohmann und anderen widerlegt.

      Die EU ist für 500 Mio Einwohner zuständig und hat 23 Amtsprachen und braucht dafür weniger Angestellte als die Stadt Wien!

      Das ist äusserst effizient!!!

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    • Juli 19, 2021

      Fakt ist, dass für Kriege fast ausschliesslich nationalistisches Gedankengut (oder auch anstatt eine Nation eine Ethnie) oder religiöser Fundamentalismus verantwortlich!

      Da​s ein wirtschaftlicher Zusammenschluss resp. ein Friedensblock zu Krieg führen soll, ist ein Hirngespinst.

      Sie sollten bei den historischen Fakten bleiben, Herr Nabulon!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Kurt Schnitzler,
      Es müssen nicht nur die Stellen in Brüssel gerechnet werden, sondern die Stellen in den EU Staaten welche das Thema EU Gesetze usw bewirtschaften müssen ebenso dazugerechnet werden.

      Sogar eine Schweiz als Nicht EU Mitglied hat ja solche Stellen.

      Historische Fakten:Herr Schnitzler.
      In Europa herrschte Arbeitslosigkeit, Armut, der Nährboden für Soziale Unruhen.
      Extremisten verschiedenster Art haben da Ihre Leute abgeholt.

      Schauen Sie genauer hin, was der Wirtschaftliche zusammenschluss bedeutet. Konzerne verlagern jederzeit ihre Arbeitsplätze, immer dahin, wo ein Billiglohnland aufgeht. Dazu bekommen sie Subventionen und Steuervergünstigungen​. Es heisst dann, diese Konzerne schaffen in Land (Name) Arbeitsplätze, welche im Ursprungsland fehlen.
      Der Blog hier ist zu klein, meine Zeit zu knapp, um nun aufzuzeigen wie diese Konzerne herumreisen.
      Am Dienstag habe ich ein Foodcenter der Firma Siemens bekommen, welches das Alte 1995 noch in D gefertigt wurde, das Neue in Ungarn, steht drauf.
      Was machen ehemalige SimensarbeiterInnen in D? Hartz4 beziehen?

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    • Juli 19, 2021

      Herr Nabulon

      Also bitte! Ja denken Sie denn diese Stellen in den einzelnen EU-Staaten würde es nicht geben, wenn es keine EU gäbe. Ja, denken Sie denn es bräuchte niemand, der die zwischenstaatlichen Verträge und Abkommen regelt, der diese Abkommen vorbereitet etc.

      Ohne EU wäre das Ganze noch enorm viel aufwändiger, weil jeder der 27 EU-Staaten mit jedem anderen Bilaterale Vertäge aushandeln und abschliessen müsste, z.B. Freihandelsabkommen, Zollabkommen etc.

      Dank dem EU-Binnenmarkt und der EU-Zollunion ist dieser Aufwand für die einzelnen Staaten massiv verringert!!!

      Am​ meisten Aufwand hat die Schweiz! Wir haben Milliarden in die Administration der Bilaterlen verbuttert und unterhalten einen riesigen Verwaltungsapparat, der sich nur mit den Verhandlungen von Bilateralen Abkommen mit der EU beschäftigt. Und sobald diese abgeschlossen sind, sind sie bereits wieder veraltet und es beginnen schon die Verhandlungen für neue Abkommen usw usw usw…

      Zudem gibt es bei uns einen riesigen Verwaltungsapparat, der nur damit beschäftigt ist, von der EU beschlossene Richtlinien zu kopieren und auf die Schweiz zu übertragen…

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    • Juli 19, 2021

      Herr Selk

      Sie haben – wie man auf berndeutsch so schön sagt – es Gnusch im Fadechörbli!!!

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    • Juli 19, 2021

      Mein guter Herr Selk

      Nun frag ich mich allerdings schon, ob Sie die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert kennen?!?

      1. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs hat sich Europa das erste Mal fundamental verändert:

      Aus Nationalstaaten, die sich wirtschaftlich und militärisch bekämpften wurden Staaten, die wirtschaftlich und friedenspolitisch zusammenarbeiteten. Wichtigste Punkt: Abbau der Handelsschranken!

      ​Die bedingte, dass ein Teil der administrativen Aufgaben an eine gesamteuropäische Organisation verlegt werden musste: Zuerst EGKS, EURATOM und EWG, dann EG und dann EU.

      2. Seit Anfang der 1990er Jahre dann das Ende des Kalten Kriegs einerseits und die Einführung des EU-Binnenmarkts inkl. Zollunion andererseits. Auch eine Zollunion bedingt natürlich, dass man gewisse Kompetenzen und Arbeit zentral erledigt! Und dann natürlich die Währungsunion, für die man nun einmal eine Notenbank benötigt.

      Dafür wurden alle nationalen (17!!!) Notenbanken abgeschafft. Was für die einzelnen Staaten massive Einsparungen zur Folge hatte!!!

      Fakt ist: Die EU hat gesamthaft betrachtet zu einem massiven Abbau der admininstativen Kosten geführt!!!

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  • November 1, 2012

    Es ist schon erstaunlich, dass man in einem demokratischen Staat nicht mal mehr über demokratische Wahlergebnisse berichten darf, ohne gleich als “SVP-Hasser” betitelt zu werden oder dass einem “SVP-Bashing” vorgeworfen wird!

    Werte Herren, ich kann auch nichts dafür, dass die SVP in letzter Zeit bei fast allen Wahlen verloren hat (teilweise massiv):

    – massive Verluste bei den Nationalratswahlen (8 Sitze verloren)
    – massive Verluste bei den Ständeratswahlen; und das auf tiefem Niveau (nur noch 5 Sitze)
    – massive Verluste bei den kantonalen Wahlen in St. Gallen, Thurgau, Schwyz und Uri (insgesamt 26 Sitzverluste!!!)
    – chancenlos bei den meisten Regierungsratswahlen (SVP liegt betreffend Regierungsratsstitzen​ abgeschlagen hinter FDP,CVP und SP)
    – Stagnation in anderen Kantonen (Waadt, Freiburg, Basel-Stadt, Aargau und Schaffhausen; insgesamt nur 6 Sitzgewinne)

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    • Juli 19, 2021

      Sehr schön aufgezeigt, Herr Lohmann!

      Die SVP musste in den letzten Monaten tatsächlich Wahlschlappe um Wahlschlappe hinnehmen.

      Keine Wunder, dass die SVP-Anhänger hier derart frustriert sind…

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  • November 1, 2012

    Das Wahlergebnis von Schüpfen ist symbolisch dafür, dass die SVP von den Wählern zurecht nicht mehr als bürgerliche Partei wahrgenommen wird, sondern als rechte Protestpartei.

    Das​ sieht man auch an den miserablen Ergebnissen der SVP bei Regierungs- und Ständeratswahlen.

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    • Juli 19, 2021

      Richtig, in Exekutivämtern wollen die Wähler eben Leute, die konstruktiv politisieren und Verantwortung übernehmen.

      Dass die SVP bei einem Wähleranteil von über 25% derart wenige Exekutivämter in Kantonen erhält, ist ein klares Misstrauensvotum des Volkes an die SVP.

      Bei Ständeratswahlen ist es ähnlich. Dort geht es um die Vertretung des Kantons, die das Volk nicht der SVP überlassen will.

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  • November 1, 2012

    Kompetente und interessante Artikel zum Thema Wahlen, finden Sie hier:

    http://schle​mihlsblog.wordpress.c​om/?cat=297464

    Der​ Autor hat übrigens das Scheitern der SVP bereits Monate vor den National- und Ständeratswahlen vorausgesagt. Währenddem gewisse SVP-Anhänger hier auf Vimentis behaupteten, die SVP würde in den Kantonen AR, AG, FR oder BL Ständeratssitze holen.

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    • Juli 19, 2021

      Richtig, der Autor hatte schon früh darauf hingewiesen, dass der von der SVP gross angekündigte Sturm aufs Stöckli kläglich scheitern wird. Und er hat recht bekommen…

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  • November 1, 2012

    Ja das wundert mich gar nicht Herr Lohmann. Immer mehr haben von der SVP die Nase voll. Sogar im ländlichen Schüpfen. Gut so. Bei den letzten Nationalrat/Ständerat​swahlen wurden 8 (8 !!! bisherige Nationalräte der SVP nicht wiedergewählt !!!).
    Der SVP-Wähler zweifelt also durchaus an seinen Politikern. Bei der SP wurden alle bisherigen wiedergewählt.
    Seit den NR/SR-Wahlen gab es in 9 Kantonen kantonale Wahlen. Der Trend der SVP ist eindeutig der Abstieg. Die SVP hat ein Minus von 20 Sitzen in den kantonalen Parlamenten erlitten.
    Aber: Sie bleibt (leider) weiterhin die stärkste Partei in den Kantonalen Parlamenten.
    siehe http://www.nzz.ch/akt​uell/schweiz/die-klei​ne-glp-waechst-am-ras​ chesten-1.17735167#di​squs_thread
    Der Verlust der SVP dient vor allem der BDP. Gut so. Die BDP wurde 1919 in Graubünden gegründet (Bündner Demokratische Partei).Von 1919 bis 2008 war der politische Bereich auf Graubünden beschränkt.Von 1971 bis 2008 bildete die BDP Graubünden eine kantonale Sektion der SVP Schweiz, blieb als Partei aber selbständig.
    Ab 2008 (Rauswurf Graubünden) tritt die BDP gesamtschweizerisch auf.
    Fazit: die BDP gabs immer schon seit 1919. Kurze Zeit war sie eine Sektion der SVP.
    siehe http://de.wikipedia.o​rg/wiki/Bürgerlich-De​mokratische_Partei
    s​iehe http://de.wikipedia.o​rg/wiki/BDP_Graubünde​n
    Die SVP ist ein Auslaufmodell.
    Die wahre Kraft ist die BDP (die seit 1919 besteht siehe oben). Immer mehr besinnen sich auf diese .
    Und ja als SP-Mitglied finde ich das erfreulich.

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    • Juli 19, 2021

      Richtig, Herr Kremsner

      Die SVP ist ein Auslaufmodell als bürgerliche-konservat​ive Partei in protestantisch-ländli​chen Gebieten. Diese Rolle hat mittlerweile (wieder) die BDP übernommen. Das zeigt das Beispiel Schüpfen (wie auch dutzende andere im Kanton Bern) sehr schön.

      Die SVP ist heute eine rechtspopulistische Protestpartei, die keine politische Verantwortung übernehmen will. Das realisieren die Wähler. Deshalb schneidet die SVP auch derart schlecht ab bei Regierungsratswahlen!​

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  • November 9, 2012

    Der totalitäre Führungsstil der SVP und der massive Rechtsrutsch wird vom ehemaligen SVP / BGB – Parteivolk nicht mehr verstanden. Die SVP sollte wieder die Volksinteressen in der Mitte des politischen Spektrums anstreben und umsetzen.Eine Volkspartei soll und darf keine einseitige Interessenpartei sein.

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    • Juli 19, 2021

      Dann wählen Sie doch die BDP …

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    • Juli 19, 2021

      Die Gedanken sind frei !!!

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    • Juli 19, 2021

      Der war gut, Herr Müller :-)))

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    • Juli 19, 2021

      Richtig, niemand muss die SVP wählen. Die Wähler in Schüpfen haben das ja sehr schön bewiesen.

      Tatsache​ ist, dass die SVP heute eine totalitäre, rechtspopulistische Partei ist und sicherlich keine bürgerliche Partei mehr! Herr Fröhlich-Gantenbein hat da völlig recht!

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    • Juli 19, 2021

      Ich wähl trotzdem die SVP – nur um den Herr Lohmann zu ärgern 🙂

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