1. Finanzen & Steuern

Tell ist aktuell

Fremde Rich­ter und Vögte, die Ab­wehr sol­cher Ein­mi­schung war der Ur­sprung des Ur­schwei­zer Zu­sam­menschlus­ses der Tal­schaf­ten Uri, Schwyz und Un­ter­wal­den. Die be­kann­teste Be­schrei­bung die­ser Vorgänge stammt nicht von einem Schwei­zer, son­dern von einem Deut­schen. Fried­rich Schil­ler schrieb sei­nen Wil­helm Tell 1804, also nach der französischen Re­vo­lu­ti­on. Er be­han­delte die Fra­gen der An­ge­mes­sen­heit in­di­vi­du­el­len und kol­lek­ti­ven Wi­der­stands gegen Un­recht aus dem li­be­ra­len Blick­win­kel eines Zeit­ge­nos­sen der französischen Re­vo­lu­tion, ohne deren Gräueltaten zu befürworten. Wi­der­stand ist er­laubt, wenn es um die Ab­wehr von Ty­ran­nei geht. Wir haben die The­ma­tik ein­gangs ge­nannt: fremde Rich­ter und Vögte. Im Mo­ment schreit man in Deutsch­land Zeter und Mor­dio. Die Schwei­zer Jus­tiz er­dreis­tet sich, Ver­fah­ren gegen drei deut­sche Steu­er­fahn­der zu eröffnen, weil diese ge­stoh­lene CD mit Bank­kun­den­da­ten ge­kauft ha­ben. Wie li­be­ral ist Deutsch­land noch? Der Zweck hei­ligt of­fen­bar die Mit­tel. Der begüterte Bürger ist schon grundsätzlich verdächtig. Wer ein Konto im Aus­land eröffnet, hat sich zu recht­fer­ti­gen. Die So­zia­lis­ten – und deren Stimme hat man bis­her hüben wie drüben am lau­tes­ten ver­nom­men – sind sich in die­ser Be­ur­tei­lung ei­nig: Wer Geld hat, soll zah­len und die Schweiz sei mo­ra­lisch ver­pflich­tet, dem deut­schen Fis­kus zu hel­fen, seine po­ten­ti­el­len Steuersünder zu ja­gen, sogar wenn das gegen Schwei­zer Recht ver­stos­sen soll­te. Die Deut­schen fin­den, die Schweiz hätte US Steu­er­fahn­der nie ein­ge­klagt. Das mag sehr wohl sein, aber wir haben auch noch nie etwas davon gehört, dass deut­sche Steuerbehörden mit ge­klau­ten Kun­den­da­ten gegen die Prak­ti­ken der Steu­er­oa­sen in Wyo­ming, De­la­wa­re, Flo­rida und Ne­vada vor­gin­gen. Laut einem Ar­ti­kel im Tages An­zei­ger kon­trol­lie­ren die USA 21% des Offs­hore Geschäfts und Gross Bri­tan­nien 20%. Letzt­lich geht es um nackte Macht­po­li­tik. Es lässt sich nie­mand gerne Geld ent­ge­hen. Ein ame­ri­ka­ni­scher Kon­gress­ab­ge­ord­n​e­ter, der sich im Steu­er­streit gegen die Schweiz en­ga­giert, drückte es am Schwei­zer Radio sinngemäss so aus: „Es gibt kei­nen Grund, wes­halb ein US Bürger sein Geld nicht in den USA an­le­gen soll­te. Wenn er es trotz­dem tut, dann hat er po­ten­ti­ell kri­mi­nelle Absichten.“ Um den um­ge­kehr­ten Fall, also Ausländer, die ihr Geld in einer der erwähnten Steu­er­oa­sen in den USA an­leg­ten, würde er sich dann kümmern, so­bald der erste Fall er­le­digt sei. Bot­schaf­ter Jag­metti wurde da­mals zurückberufen und gerügt, als er im Fall der Raub­gold­krise von Wirt­schafts­krieg sprach. Letzt­lich ist es aber genau das. In die­sem Sinn muss die Schweiz auf ihr Recht po­chen. Nur das Recht schützt den Klei­nen von der Willkür der Gros­sen. Viel Ter­rain ist schon ver­lo­ren ge­gan­gen. Es wäre an der Zeit, sich an Tell zu er­in­nern. Wi­der­stand ist er­laubt. Tell ist ak­tu­ell.

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Comments to: Tell ist aktuell
  • April 3, 2012

    Die USA sind nun einmal der Leithammel und haben bis anhin ihre Interessen überall durchgesetzt. Das wir Opfer sind, ist jedoch nicht ganz unverschuldet. Wer wie unsere Banken auf US-Boden zig Gesetze missachtet hat, dem ist nicht zu helfen. Eigentlich könnte von Hochbezahlten Bankmanager interkulturelle Kompetenz erwartet werden. Vor allem bezüglich dem US-Rechtsverständnis.​ Die haben eben keine Kuscheljustiz.

    Aber ich kämpfe ganz sicher nicht für das Recht auf Steuerbetrug. Ich empfinde als Beschämend die Haltung der Schweiz und allen anderen die Steuerbetrug akzeptieren, solange die eigen Wirtschaft davon profitiert. Wir müssten endlich damit Aufhören und allesHebel in Bewegung setzten, damit alle Steuerschlupflöcher dieser Welt verschwinden.

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    • Juli 19, 2021

      “Aber ich kämpfe ganz sicher nicht für das Recht auf Steuerbetrug.”

      Es gibt gar kein Recht auf Steuerbetrug, auch in der Schweiz nicht. Nur sollen die Deutschen selbst dafür sorgen, dass Ihre Einwohner auch brav die Steuern bezahlen. Einen wegen Steuerbetrug namentlich Gesuchten können wir ja ohne weiteres ausliefern, weil Steuerbetrug auch in der Schweiz verfolgt wird.

      Was ich nicht akzeptieren kann, dass der deutsche Staat einfach einmal annimmt, dass alle Deutsche mit Bankguthaben Steuerbetrüger sind. Wollen wir den Deutschen in der Schweiz ein Bankkonto verwehren?

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    • Juli 19, 2021

      Wie schädigt man am Besten erfolgreiche Banken?

      In dem man die Kundschaft unter Generalverdacht stellt.

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    • Juli 19, 2021

      Werner Nabulon, ganz recht. Und man ist der Abschaffung des Kapitalismus schon einen Schritt näher.

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    • Juli 19, 2021

      Für mich heisst Kapitalismus Wettbewerb und nicht das Verstecken von Schwarzgeldern.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Hans Meier,
      Da wird einfach etwas nach geplappert von Regierungsverantwortl​ichen, welche offensichtlich mit den Steuergeldern nicht umgehen können.
      Definition Schwarzgeld?
      Ich durfte sprich musste erleben, wie ein alter Mann seine Rente gespart hat. Monat für Monat, ab seiner Pensionierung. Es war nicht viel, aber da er fast 100Jährig wurde, kam da etwas zusammen. Als AHV, Einkommen wurde das ja versteurt, und das Geld was übrig blieb, wanderte in eine Schublade.
      Um die 400 Monate Geld beiseite legen, weil man sparsam lebt.
      Was glauben Sie, kommt so an Schwarzgeld zusammen?
      Ja, auf einmal ist solches Geld Schwarzgeld. Nach seinem Ableben öffnet man eine Schublade und staunt Bauklötze.
      Und nun soll der Staat seine Freude daran haben?
      Damit Gelüste und Projekte welche es nicht wirklich braucht, finanziert werden können?
      Das sehe ich nicht unbedingt so.
      gruss

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    • Juli 19, 2021

      Hans Meier, Wettbewerb bedeutet auch Wettbewerb der Rechtssysteme. Wenn Deutschland will, dass wir Ihnen helfen, so müssen sie auch uns helfen und nicht in die Pfanne hauen. So etwa wegen dem Anflug auf Kloten. Das sollen beide Länder untereinander ausmachen. So wie wir den Deutschen nicht vorschreiben können, dass die Flugzeuge über fliegen dürfen, kann die Schweiz den Deutschen auch erklären, dass sie keine Lust hat Informationen von Bankkunden herauszurücken. Es sei insbesondere erwähnt, dass es bisher kein Abkommen gibt, welches die Datenlieferung vorschreibt, im Unterschied zum Anflugverfahren.

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    • Juli 19, 2021

      Wettbewerb der Steursysteme:
      Ein Staat könnte sich auch einmal die Frage stellen, ab welchem Steuerprozentsatz wird die Steuer Unanständig?
      Früher war es einmal der 10te, der von den Königen egal ob gute Ernte oder schlechte, eingetrieben wurde. Das führte schlussendlich zu Aufständen.
      Wie viele Prozente dürfen denn die Sozialistischen Regierungen heute eintreiben?
      Muss jemand der Arbeitet, den Halben Tag für andere Arbeiten? 50% Steuern bezahlen?
      Das treibt ja die Löhne in die Höhe, Firmen die im Internationalen Wettbewerb liegen wandern ab, nach China, so geschehen in Deutschland.
      Müssen wir Kultur bezahlen? Müssen wir das vergolden der Strassen mit Kreiseln und Inseli Bäumchen und Grünanlagen bezahlen?
      Wir sollten uns schon einmal fragen, wo macht es Sinn zu investieren, und wo macht es keinen Sinn mehr, Gelder reinzubuttern.
      Ich stelle einfach so fest, diese Regierungsverantwortl​ichen können wie die meisten BürgerInnen ebenso wenig, mit dem Geld umgehen. Hat man keines mehr, geht man zur Bank und nimmt auf Pump welches auf.
      So geht das doch nicht weiter!

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    • Juli 19, 2021

      @Herr Keller Wir müssen gar nicht liefern. Es steht uns frei zu entscheiden. Nur müssen unsere Banken z.Bsp. akzeptieren, dass sie in diesen Märkten die Zulassung zu verlieren. Solange wir nicht bereit sind die damit verbundenen Unannehmlichkeiten zu akzeptieren, solange sind wir erpressbar.

      @Herr Nabulaon jedem Land steht frei sein Steuersystem zu gestalten. Aber jeder muss sich an die Gesetze halten. Wer etwas verändern will, der muss halt andere Parteien wählen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Hans Meier,
      Zuerst die eigenen Bürger ausnehmen, und danach Länder erpressen die andere Systeme haben. Passt ja wunderbar zusammen.

      Meine Oma hat mir einmal beigebracht, möglichst keine Märchen und Lügen zu erzählen, weil eine Lüge die Andere ablöst, um die Vorgängige zu überdecken.

      Und mein Opa hat mir beigebracht, möglichst nie Gelder von Fremden anzunehmen, mit dem Einkommen auskommen, weil sonst müsse man laufend neue Gelder aufnehmen, um die alten Löcher zu stopfen.

      Das waren zwei sehr erfahrene Menschen,im 1890 herum geboren, welche den ersten und zweiten Weltkrieg miterleben mussten. Überigens war es genau diese Art Menschen, Sozial Demokraten, Arbeiterinnen und Arbeiter, welche unser Land aufgebaut haben.

      Sie haben noch etwas gesagt, man solle sich vor Deutschland in Acht nehmen. Bis vor kurzem habe ich nicht an diese Warnung geglaubt, weil wir uns ja entwickelt haben…zum positiven…hat es geheissen.

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    • Juli 19, 2021

      Wer mehr verteilt wird gewählt. Das geht so immer weiter bis zum Kollaps. Die Wähler wollen eben Geschenke.

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    • Juli 19, 2021

      …. und weil sie beim annehmen der Werbegeschenke nicht auf das Kleingedruckte im beiliegendenden Vertrag geschaut haben, bleibt ihnen hinterher nur noch der Ausweg ihre Kohle auf Umwegen irgendwoanders in Sicherheit zu bringen.
      Kann ich was dafür? Habe ich was davon?
      Bin ich dafür verantwortlich?
      Ich war immer dagegen solche Verträge zu unterschreiben – und ich bin es noch. Deshalb lehne ich jede Verantwortung ab, lasse mir auch weiterhin keine Aufschwatzen, bin konsequent gegen alles was nur schon entfernt wie ein weiterer Verlust von Souveränität unseres Staates aussieht.
      Auch wenn sich dadurch der Kollaps nicht aufhalten lässt, weil die destruktiven Kräfte übermächtig sind, soll man wenigstens deutlich benennen um was es hier eigentlich geht: Um sehr unfreundliche Übernahmeversuche!
      W​enn man das zu erkennen fähig ist, kann man diese Vorgänge unmöglich mehr so lapidar abhaken.

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  • April 4, 2012

    Ja, Herr Meier, wenn die Spiesse für alle gleich lang wären, lebten wir in einer idealen Welt – oder vielleicht doch nicht? Es sollte jedenfalls nicht so sein, dass die Steuerparadiese in den USA und GB weiter bestehen dürfen, die Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein aber ihre Gesetze anpassen müssen. Und doch ist es so. Rechtssicherheit ist eines der wichtigsten Güter für die Geldanlage. Niemand übergibt sein Vermögen einem Verwalter, der morgen schon die Namen seiner Kunden veröffentlicht. Verlässlichkeit, Verschwiegenheit und Sicherheit waren wichtige Qualitäten des Schweizer Bankenwesens. Diese sind zusehends verschwunden. Damit ist den gössten Bankenplätzen ein Erfolg gelungen, denn sie können die Gelder der verunsicherten Kunden von Schweizer Banken übernehmen. Wir als Schweizer Bürger leiden darunter, denn die Banken sind wichtige Stützen unserer Wirtschaft. Es stehen Arbeitsplätze dahinter und Steuereinnahmen. Es wäre zu einfach, sich zurückzulehnen und grinsend, weise nickend zuzusehen, wie der Finanzplatz Schweiz den Bach runter geht. Die Banken haben wohl Fehler gemacht, wenn sie zerstört werden, dient es uns aber nicht.

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    • Juli 19, 2021

      Ich sage nur: Selbstverantwortung. Eigentlich versteh ich nicht warum “wir als Schweiz” Banker verteidigen müssen die sich in den USA kriminell verhalten haben. Das war Grobfahrlässig.

      Abgesehen davon ist jedem Land selbst überlassen, wie sie Steuerkriminelle verfolgt. Falls dann zu viele der erwischten in der Schweiz auftauchen…. Naja, das die nicht gerade erfreut sind, kann doch jeder nachvollziehen. Dumm nur das die CH-Banken dies in der USA gemacht haben. Die könne jeder Bank den Stecker ziehen.

      Automatischer Austausch mit den Steuerbehörden sollte eigentlich selbstverständlich sein. ich verstehe die CH-Gesetze die den Missbrauch fördern wirklich nicht. Wir kontrollieren die Geschwindigkeit auf den Strassen schliesslich auch. Oder den Sozialhilfeempfänger wird ebenfalls nicht vertraut. Haben die etwa keine Privatsphäre? Ich sage nur: Kontrollen sind in jedem Bereich angebracht.

      Inte​rnationale Rechtssicherheit wird gerade von Ihrer Partei als schändliche Abgabe von Souveränität bekämpft.. Eigentlich bertreiben doch die USA die von der gewollten SVP-Aussenpolitik. Politik mit dem Vorschlaghammer. Nur sind wir dazu nicht stark genug.

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  • April 4, 2012

    Dieser Film ist sehr informativ. Er berichtet u.a. darüber das auch Deutschland von Steuerfluchtgeldern profitiert (ca. ab Minute 9) es lohnt sich aber alles anzusehen.
    http://ww​w.rottmeyer.de/eurokr​ise-eskaliert-deutsch​land-profitiert/

    A​lso was hat die kollektive moralische Empörung in Deutschland, Amerika etc.in Steuerfragen gegenüber der Schweiz tatsächlich für Hintergründe?

    Alle​ Länder die für Steuerflüchtlinge interessant sind nehmen deren Geld an, oder hat schon jemand von Weissgeldstrategien auf den Kanalinseln, Delaware oder Deutschland gehört?
    Kann es sein das die Schweiz nur deshalb am Pranger steht weil sie/ihre Banken anscheinend Marktleader in diesem “Businesszweig” ist – und nicht zu vergessen – obwohl nicht EU-Mitglied – immer wirtschaftlich einigermassen gut funktioniert?

    Wird​ dieses Thema in unserem Land derartig moralisch breitgetreten, weil hier keine Gelegenheit ausgelassen wird alles zu verpolitisieren und dem Volk Schuldkomplexe ‘reinzudrücken wo es nur geht, auch wenn der kleine Schweizer für das Horten von Fluchtgeldern in den Banken überhaupt nichts kann (aber davon schon auch am Rande profitiert)?
    Moral hat in dieser Debatte in Wahrheit keinen Platz, aber sie vorzutäuschen dient versteckten politischen Zielen.
    Wo es um Geld geht kümmert sich keiner um Moral und Anstand. Die werden nur aus der Mottenkiste geholt um das Volk soweit zu bringen die gewünschte Richtung einzuschlagen.
    Wir Schweizer werden schon zu lange von Politik und Wirtschaft mit Drohungen und moralinsauren Zeigefingern unten gehalten und gebracht hat diese Strategie dem Volk noch gar nichts – ausser einen zusammengestauchten Selbstwert und diversen anderen Nachteilen die uns aus politischen Experimenten und Abstimmungsresultaten​ erwachsen sind!

    Ist das ganze Affentheater nicht einfach nur ein radikaler Verdrängungskampf um die Spitzenposition auf einem lukrativen “Markt” von Ländern die tatsächlich schon Pleite sind und je länger je mehr zu allem fähig scheinen um das Geld wieder einzufangen, dass ihnen wegen ihrer Schuldenwirtschaft je länger je mehr davonrennt?
    Vergesse​n wir bitte nicht die ganze Kriegsrethorik die uns in dieser Beziehung entgegenschlägt. Sowas ist ernstzunehmen. NRW ist momentan das netteste Beispiel dafür. Das Land steht am Rande der Pleite während die Links/Grünen Regierungsmitglieder je über 10’000 Euro im Monat für ihr Schuldenmanagement kassieren. Redet davon irgendeiner? Nein, aber Steinbrück sattelt schon wieder die Pferde!
    Ich persönlich kann das Geschimpfe gegen den Bankenplatz Schweiz auch von Seiten unserer Linken und Grünen nicht mehr hören. Alle ihre Argumente gehen komplett an der Realität vorbei, passen aber sehr gut zur Parteivorgabe den Kapitalismus überwinden – und der EU beitreten zu wollen.
    Wenn man das gegen den erklärten Willen der Schweizer Bevölkerung tun will, dann muss man in erster Linie das Land schwächen wo man kann.
    Also versucht man mit moralischen Druck (mangels anderer Argumente) und zum Teil zweifelhaften Veträgen (die automatische Übernahme von Eu-Recht beinhalten) das Land finanziell und rechtlich zu schwächen und das Selbstbewusstsein der Bevölkerung dazu.

    Den Kapitalismus wird man deswegen nie überwinden – und den Raubtierkapitalismus schon gar nicht. Aber man hat immerhin die Chance das endlich klein zu kriegen was man anscheinend einfach nicht ertragen kann:
    Eigenständigke​it.

    Weissgeldstrat​egien funktionieren erst dann wenn sie global konsequent angewandt werden und das wird man nie erreichen können. Sowas kann nur eine Illusion, eine unerfüllbare Vorgabe bleiben, weil Menschen die Geld haben das sie vor einem gierigen Fiskus verstecken können immer Wege finden das auch zu tun.
    Dazu braucht es nicht mal Banken (oder vielmehr: je länger je weniger!).

    Übrigen​s wird der nächste Schritt nach der Weissgeldstrategie für ausländische Fluchtgelder die “Klarsichtstrategie​” auf die Bankkonten aller Schweizer Bürger sein. Es wird damit enden, dass jeder Steuerbeamte in der Schweiz mit einem Mausklick auf sämtliche Konten jedes Bürgers Zugriff hat. Wer immer für fünf Minuten gerade aus denken kann sieht das kommen!

    Aber dieses hässliche Drohszenario das jetzt gerade wieder von den Interessenten aus bestimmten Lagern in D angeheizt und auch seitens Amerika gegenüber unserem Land eingesetzt wird, kann – je schlimmer die Lage in diesen Ländern wird – tatsächlich ganz ernsthaft unschöne Konsequenzen haben.

    Man soll endlich beweisen, dass man fähig ist sich wirklich um das Wohlergehen und die Stärkung unseres Landes zu kümmern und damit aufhören parteipolitischen Klassenkampf zu betreiben. Die Zeiten in denen man ungestraft “Gutmensch” spielen konnte sind vorbei.

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  • April 4, 2012

    Unsere Mitte bis Links Politikerinnen und Politiker wollten das so. Nun ist da, was gesucht wurde.
    Und seit neustem hat ein Printmedium unsere SP Bundesrätin angezeigt. Das nennt man Politik heute, sich von den Linken Medien aufstacheln lassen, bis es wirklich zu einer Explosion kommt.
    Lügen Geschichten schreiben, den Volkszorn anstacheln, laue Gesetze welche wirkliche Verbrecher laufen lässt, Arbeitende Bürger egal aus welchen Ländern mit Steuern ausnehmen wie WollMilchSäue, das so lange bis eine Revolution ausbricht. Wir sind auf dem besten Weg dazu.

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    • Juli 19, 2021

      Wer profitiert von einer Revolution in Europa?
      Vielleicht bilden sich einige ein sie könnten es.
      Aber tatsächlich wird das niemandem was bringen, ausser Blut Schweiss und Tränen.
      Und wer räumt auf?

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    • Juli 19, 2021

      Viele Fragen und keine Antworten.
      Bis Dato haben Revolutionen Strukturen zerschlagen,
      es musste wieder von vorne neu angefangen werden.
      Gelitten haben alle, am meisten jene welche auch vorher nichts hatten.
      Solle es so weitergehen? Kehrt sonst Vernunft ein?
      Diese Regierungsverantwortl​ichen nehmen das Volk doch schon lange nicht mehr ernst. Und ich meine hier nicht nur das Schweizer Volk. Da wird Ideologien nachgeeifert, bezahlen dürfen die Anderen.

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    • Juli 19, 2021

      Man könnte aus der Geschichte lernen, aber das müsste man wollen und dazu müsste einem die Menschheit an sich etwas bedeuten, nicht nur die eigene Karriere und die Macht die man damit zu erreichen hofft.
      Tja, schlechte Aussichten für die Friedliebenden.

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    • Juli 19, 2021

      Was heisst friedliebend?
      Heisst​ das, sich überall schikanieren lassen, und ist man nicht mehr bereit oder fähig, ist der Staat dann nicht mehr Friedliebend.
      Gehen die hin, bezahlen Dieben Gelder für Diebsgut, sprich gestohlene CD.
      Ja, es ist die Pflicht, einen gewissen Satz an Steuern zu bezahlen. Früher wurden die Leute gefoltert, wenn sie dank einer schlechten Ernte den 10ten nicht bezahlen wollten, weil sie verhungerten.
      Diese Könige gibt es nicht mehr, diese Steuervögte gibt es auch nicht mehr, naja, fast nicht mehr, heute werden sie Steuerfander genannt.
      Die meinen wohl allesamt, sie würden Robin Hood heissen. Nein, es wurde nichts daraus gelernt.

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    • Juli 19, 2021

      Ja, heute heisst friedliebend wohl sich schikanieren und ausnehmen lassen. Deshalb: Schlechte Zeiten.
      Gefoltert werden wir auch heute, nicht mehr mit der eisernen Jungfrau, aber mit der Angst vor “materiellem Verlust” Masche etc.
      Mal sehen wie lange wir noch darauf hereinfallen und gegen unsere eigenen Interessen handeln.

      Vielleich​t so lange bis wir nichts mehr zu verlieren haben und dann “machen wir Revolution” wie ihn Griechenland und Spanien etc..

      Sehr sinnvoll das alles.

      Frohe Ostern!

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    • Juli 19, 2021

      Herr Daniel Studer,

      C/P,”Die Zeitung teilt sich die Rolle eines deutschen Leitmediums zu, tatsächlich übernimmt sie immer wieder die Rolle einer rechtspopulistischen Partei, die im deutschen Politikbetrieb fehlt.”

      Bitte immer ganze Sätze kopieren, wenn Sie schon kopieren, und nicht wie die Schweizer JournalistenInnen auch die weiteren JournalistenInnen, bei halben Zitaten aufhören.

      Es zeigt aber IHREN Geist und Wille, alles zu verdrehen, Herr Daniel Studer.
      Danke um Ihre in diesem Fall, ehrlichkeit.

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  • Juli 11, 2014

    “Fremde Rich­ter und Vögte, die Ab­wehr sol­cher Ein­mi­schung war der Ur­sprung des Ur­schwei­zer Zu­sam­menschlus­ses der Tal­schaf­ten Uri, Schwyz und Un­ter­wal­den. (…)”

    Das stimmt historisch überhaupt nicht, Herr Siegenthaler. Die Verkommnisse von 1273 und von 1291 richteten sich vor allem gegen die territoriale Ausdehnung des Klosters Einsiedeln – unter dem Patronat der Habsburger. Der Vertrag von 1291 wurde zwischen herrschenden Familien von Schwyz, Uri und dem Urserental (“die ob dem Wald”) abgeschlossen, die den Gotthardverkehr kontrollierten.

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    • Juli 19, 2021

      Wijlbold van Wildesteen (PvdA= Papst von den A…) schreibt:

      “Das stimmt historisch überhaupt nicht, Herr Siegenthaler. Die Verkommnisse von 1273 und von 1291 richteten sich vor allem gegen die territoriale Ausdehnung des Klosters Einsiedeln ”

      Der Widerstand richtete sich gegen Habsburg, da das Kloster Habsburg gehörte und mit Kirche damals wenig zu tun hatte….

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