1. Verkehr

Verkehrspolitik mit der Abrissbirne

Links-Grün hat mit der Rück­wei­sung eines Stras­sen­pro­jekts im Her­zen von St.­Gal­len den Zer­störungs­feld­zug​ in der städ­ti­schen Mo­bi­lität lan­ciert. Künf­tig sol­len selbst zen­trale Er­schlies­sungs­ach­​sen der Kan­tons­haupt­stadt zu Wohl­fühl-­Be­geg­nun​gs­zo­nen wer­den.

Da präsentiert der Stadtrat von St.Gallen im Strassenbereich St.Leonhardstrasse/Ko​rnhausstrasse ein mit grün beladenes Projekt: Baumreihen, Grünstreifen, Veloparkplätze, eingeschränkte Fahrbereiche. Und was macht die links-grüne Mehrheit im Stadtparlament? Sie schickt das Geschäft zurück an den Absender mit dem Auftrag, im Herzen unserer Kantonshauptstadt eine Art Quartierbegegnungszon​e zu kreieren.

Das Chaos auf einer der zentralsten Kreuzungen im Herzen von St.Gallen soll gezielt herbeigeführt werden. Ein Chaos, dass sich auf den ganzen Bahnhofsbereich ausbreiten darf. Denn einziges Ziel ist die Vergrämung des motorisierten Individualverkehrs. Im ideologischen Kampf gegen das Auto nimmt man in voller Kenntnis der Fakten in Kauf, dass auch die Bus-Nutzer in den südwestlichen Stadtquartieren (konkret im Riethüsli, Bach St.Georgen, Hinterberg, Stocken und Oberhofstetten) künftig dank dem links-grün orchestrierten Verkehrschaos ihre Anschlüsse verpassen. Busse sollen es nicht mehr zeitgerecht über eine der zentralsten Kreuzungen unserer Stadt schaffen. Auch die Parkplätze bei der Hauptpost sollen verschwinden. Ein funktionierendes Postwesen für unserer Wirtschaft ist Links-Grün egal – man soll seine Päckli gefälligst zu Fuss für den Versand aufgeben. Dass Rettungsgassen bei Störfällen nicht mehr funktionieren: wen kümmert es.

Dass man solche irre Ideen von Grünen und der SP erwarten darf, sind wir inzwischen gewohnt. Dass nun auch die städtische GLP in diesen Verkehrs-Fundamentali​smus einsteigt, ist nicht nur an diesem besonderen Ort dicke Post. Die GLP lässt sich in der linken Armada für eine Verkehrspolitik mit der Abrissbirne einspannen. Sie zeigt endlich ihre hässliche Fratze in Verkehrsfragen.

Dass man die Erreichbarkeit des Kerngebiets unsers Wirtschafts- und Wohnstandorts St.Gallen massiv schwächt, wird zum Bumerang werden. St.Gallen ist auf über 40’000 Zupendler angewiesen, um das Fachkräftepotential in wertschöpfenden Bereichen zu decken. Gerade im Umfeld der St.Leonhardstrasse bieten Banken, Versicherungen, Beratungsgesellschaft​en und andere wichtige Unternehmensfunktione​n hochwertigste Jobs an, die von Kunden erreicht werden müssen. Diese Firmen benötigen zudem einen funktionierenden Aussendienst. Mitarbeitende müssen gleichentags Termine in St.Gallen, Sargans, Chur oder Zürich wahrnehmen, zu Kunden fahren, Güter ausliefern, Reparaturen ausführen und so wertvolle Dienstleistungen erbringen. Oft braucht es dazu auch das Auto, wenn man sich der Realität des Lebens nicht komplett verweigert.

Links-Grü​n will dies aber abwürgen, Staus bewusst provozieren, will den Kollaps – sucht die Schikane. Man solle gefälligst nur noch mit dem öffentlichen Verkehr (öV) oder Velo in die Stadt fahren. Das sind Aussagen von praxisfernen, oft privilegierten Innenstädtern, die sich aus ihren staatlich geschützten Jobs hinaus eine Innenstadtlage leisten und so einfach alles zu Fuss oder Velo erreichen und meinen, der Rest unserer Welt sei wie ihr geistiges Dorf organisiert. Auch dass Menschen in St.Gallen in Aussenquartieren wohnen und gerne ihre Besorgungen in der Stadt machen, kommt im links-grünen Wahn nicht vor. Der öV schliesslich ist bis heute ein einziges Fiasko mit einer nicht funktionierenden S-Bahn und Busconvoys, welche unsere Strassen verstopfen. Die zuständigen linken Stadträte haben seit Jahren nur Däumchen gedreht.

Die Rückweisung des Strassenprojekts bei der St.Leonhard-/Kornhaus​strasse im Herzen des Zentrums unserer Metropolitanregion steht für einen Paradigmenwechseln in der Verkehrspolitik von St.Gallen. Der links-grüne Plan zur Forcierung der Nichterreichbarkeit von St.Gallen ist lanciert. Links-grüne Kreise wollen uns in die verkehrstechnische Steinzeit zurückführen.

Auch die politische Balance Stadt – Land scheint die links-grünen Verkehrsideologen nicht zu kümmern. Anhaltende Schikanen der Stadt wird man im Umland bald einmal satt haben. Spüren werden das die Genossinnen und Genossen aus SP/Grünen und GLP spätestens dann, wenn kantonale Finanzierungen von neuen Museen und Bibliotheken den Bach runter gehen. Wer braucht im Umland schon Solidarität und Ausgleich mit der Stadt, wenn Verkehrswege im irren Wahn gekappt werden. Ein langwieriger Abnützungskampf ist jetzt schon garantiert, der auf beiden Seiten nur Verlierer kennen wird.

Publiziert bei DieOstschweiz: 

https​://www.dieostschweiz.​ch/artikel/verkehrspo​litik-mit-der-abrissb​irne-pQaN5D4

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