1. Wahlen

Wahlen Tessin: Linke verlieren erneut

Nach Auszählung eines Gross­teils der Wahl­zet­tel für die Par­la­ments­wah­len bestätigt sich der Trend der Re­gie­rungs­rats­wah​­len: Die FDP bleibt zu­sam­men mit der Lega Wahl­sie­ge­rin. Auf der Ver­lie­rer­seite ste­hen die Lin­ken und die CVP.

Bei den Wahlen ins Tessiner Kantonsparlament liegen inzwischen die Resultate eines Grossteils der Gemeinden vor, darunter die bevölkerungsreichste Stadt Lugano – und die FDP liegt weiterhin vorne. Die Freisinnigen kommen derzeit auf einen Wähleranteil von 26,5 Prozent.

Gegenüber dem Ergebnis von 2011 entspricht dies einem Plus von 1,3 Prozentpunkten. Nach derzeitigem Stand hält die FDP damit die Lega auf Distanz.

 

Gemäss dem vorläufigen Resultat kommt die Lega derzeit auf einen Wähleranteil von 24,4 Prozent – ein Plus von 1,6 Prozentpunkten gegenüber 2011. Der Tod ihres Gründers Giuliano Bignasca im März 2013 scheint die «Leghisti» also keine Wählerstimmen gekostet zu haben – im Gegenteil. Am Sonntag hatte die Partei bereits ihre beiden Sitze in der Kantonsregierung verteidigt.

CVP bleibt drittstärkste Kraft

Nach der FDP und der Lega bleibt die CVP drittstärkste Partei mit einem vorläufigen Wähleranteil von 18,6 Prozent. Allerdings liegen die Christdemokraten damit deutlich hinter ihrem Ergebnis von 2011 (20,5 Prozent) zurück.

Demgegenüber​ scheinen die linken Parteien im Tessin Wähleranteile einzubüssen: Die Sozialdemokraten erreichen derzeit einen Wähleranteil von 14,7 Prozent (2011: 15,1). Die Grünen kommen noch auf 6,0 Prozent (2011: 7,6). Am Sonntag hatte sich die Partei mit ihrem Chef Sergio Savoia erfolglos um einen Sitz in der Kantonsregierung beworben.

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Comments to: Wahlen Tessin: Linke verlieren erneut
  • April 20, 2015
  • April 20, 2015

    Interessant, Alle Parteien, welche linke oder extrem-linke Politik betreiben, haben verloren, insgesamt 3.9%

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  • April 21, 2015

    Die Wahlen im Tessin sind ein Spiegelbild der Stimmung in der Bevölkerung. Die Tessiner haben Angst um ihre Arbeitsplätze. Die Tessiner haben Angst um ihre Sicherheit. Die Tessiner haben Angst, dass fremde Unternehmen das Tessin überrollen. Die Tessiner haben Angst, dass , wenn keine 2. Gotthardröhre während der Instandstellung des jetzigen Tunnels, sie Touristen verlieren. Tessiner haben die grösste Arbeitslosenquote in der Schweiz. Bei den Jugendlichen sind es fast 16%.
    Die Lega war vor 4 Jahren zusammen mit der SVP angetreten. 2015 ist sie allein angetreten, das bedeutet bei gleichem Resultat einen grossen Sprung nach vorne.
    Bundesbern und andere Kantone wollen scheinbar nichts wissen von den Problemen in der Südschweiz. Für die Tessiner ist klar: Bilaterale haben ihnen nur Negatives gebracht. Tessiner die Anderes sagen, haben persönliche Interessen. Der neue Vertrag mit Italien, der auch das Problem der Grenzgänger lösen sollte, ist kein Fortschritt für den Kanton. Laut Berechnungen des Kantonsrates bringt er dem Kanton weniger Einnahmen als vorher. Zudem werden die Grenzgänger nochmals besser gestellt und rauben den Tessiner Arbeitsplätze.
    Die Lega (RR Zali) hat verschiedene Vorkehrungen getroffen, um den Verkehr aus Italien etwas in Schranken zu lenken. Die Lega (RR Gobbi) hat begonnen nachts die kleinen Grenzen zu schliessen und wesentich mehr Kontrollen der Grenzgänger zu machen. Zudem lässt er an der Grenze “Pradroncini” überprüfen, was von den Tessinern geschätzt wird. Die linken Parteien geben der Lega (was die Grenzgänger und Padroncini betrifft) immer wieder Recht, aber tun nichts.
    http://www3.​ti.ch/elezioni/Canton​ali2015/ViewSeggi.php​?File=000_00_1&ElTipo​=GC
    http://www3.ti.c​h/elezioni/Cantonali2​015/ViewRisPartito.ph​p?File=000_00_1&ElTip​o=CS
    Sie lesen hier auch, dass die Lega bei den Kantonsratswahlen noch mehr zugelegt hat, dank diesen 2 Kantonsräten.

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    • Juli 19, 2021

      “Die Tessiner haben Angst, dass fremde Unternehmen das Tessin überrollen.”

      …un​d wählen die “Standortförderungs”-​Parteien, die alles tun, um genau diese Unternehmen mit Tiefststeuern ins Land zu locken.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Pfister, dass die FDP viel Stimmen hatte ist geschichtlich bedingt: Der Bankenplatz Tessin wurde jahrzehntelang von dieser Partei dominiert. Ein Gleichstand mit der Lega ist ein immenser Rückschritt. Die Lega gibt es erst seit kurzer Zeit.
      Es ist natürlich so, dass auch die FDP verspricht Arbeitsplätze zu erhalten, aber zusätzlich die von Ihnen zitierte Standortförderung betreibt. Das wird sich rächen, aber sie ist im Moment noch stark vertreten.
      Schade eigentlich, dass die echten Probleme kaum wahrgenommen werden. Ruedi Noser sagte ja auch, dass die Tessiner selber schauen sollen. Die können dies allerdings nur begrenzt, denn es werden von Bern Riegel geschoben. Als neutraler Beobachter sehe ich die Stimmung eskalieren. Echt erfahren, was hier im Tessin passiert, da muss man hier wohnen und die Bevölkerung hören.

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    • Juli 19, 2021

      Ein Mindestlohn würde die Probleme im Tessin lösen.
      1. würden dann im Tessin Tessiner Löhne bezahlt und keine (tiefern) italienischen
      2. hätten die Arbeitgeber keine finnaziellen Anreize mehr, Tessiner durch Italiener zu ersetzen.

      Das Ja zur MEI hat die Probleme nicht gelöst, sondern nur die Diskussion vom eigentlichen Problem auf die Auslnder abgelenkt.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Pfister, Sie kennen leider die Verhältnisse im Tessin nicht.
      1. Ein Mindestlohn von 4000.- Fr. wäre für viele Tessiner Betriebe zu hoch.
      2. Von der Tessiner Regierung wurde vorgeschlagen, dass jeder Betrieb zusammen mit den Angestellten einen Mindestlohn festlegen könnte. Die Umsetzung läuft.
      3. Sie kennen die Machenschaften vieler ansässiger italienischer Betriebe nicht. Sie stellen (im Einverständnis mit Grenzgängern) diese zu 70% an. Mindestlohn sagen wir 3500.- (bezahlt wird 2450.-) Die Arbeiter arbeiten aber 100%. Das ist kaum zu kontrollieren und mit 2450.- haben die Grenzgänger einen höheren Lohn als Unidozenten in Italien. Das ist nur ein Beispiel von vielen dieser Machenschaften.
      4. Ein Mindestlohn löst das Problem der Padroncini gar nicht.

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    • Juli 19, 2021

      1. das ist nur vorgeschoben. Die Bürgerlichen wollten nicht anderen Mindestlohn, sondern gar keinen. Sie hätten einen Gegenvorschlag mit regional abgestuften Mindestlohn mache können. Oder mit einem tieferen Mindestlohn. übrigens: die AHV-Renten sind auch schweizweit einheitlich.

      2. Es gibt im Tessin ja jetzt eine kantonale Mindestlohn-Initiativ​e. Mal schauen, ob die angenommen wird.

      3. woher wissen Sie, dass da betrogen wird, wenn man es nicht kontrollieren kann? Wenn es so ist, muss man die Kontrollen verschärfen. Da sind ja auch jeweils die Linken dafür und die Bürgerlichen dagegen.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Pfister, viele wissen, dass betrogen wird. Das zu beweisen ist dann eine andere Sache. Dazu müssten die Grenzgänger bei einer Klage einverstanden sein. Diese werden aber die Situation nicht stören.
      1. Wieso ist das vorgeschoben. Herr Pfister über den Mindestlohn von 4000.- Fr hat das Volk abgestimmt. Daran ist nichts zu rütteln
      2. Wir werden sehen, ob das Volk die Initiative im Tessin annimmt. Wenn es nicht so ist, hat es entschieden. Das Volk bestimmt.
      3. Ich habe selber einige Missstände gemeldet. Die Kontrolleure sind gekommen. Auf Grund der Vereinbarungen mit Italien (Bern) konnte nichts geahndet werden. Der italienische Staat bietet keine Hand, auch wenn er müsste. Jedoch wir Schweizer bleiben gesetzestreu und werden hintergangen.

      Ihre​ Argumentationen sind mir zu kopflastig, ohne die effektive Situation zu kennen.

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    • Juli 19, 2021

      Richtig Stefan Pfister. Zum Glück wollten die Bürgerlichen keinen MIndestlohn. Nicht wie die Linken die einen Sozialismus für die Schweiz anstreben, Mindestlohn, Maxilohn, Grundlohn etc. und die Schweiz so in den ruin führen wie andere Länder bereits sind oder bald werden. Die Linken schaffen es einfach nicht zu verstehen, dass eine freie Wirtschaft die beste Wirtschaft für ein gesundes Land ist…

      Immer nur Totalüberwachung, alles überwacht von Linken, die natürlich fürstlich bezahlt werden wollen vom Steuerzahler..Nee Nee das is nöd guet

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