1. Sicherheit & Kriminalität

Wer seine Vergangenheit nicht kennt (kennen will)……

Wer seine Ver­gan­gen­heit nicht kennt, hat keine Zukunft!

Der Wehrwille der Eidgenossen, der Drang frei zu sein, selbstbestimmt das Leben gestalten zu können, ist geschichtlich verbrieft und in historischen Schriften faktisch überliefert. Wer dies noch immer nicht wahrhaben will, kann sich in Museen und an Gedenkstätten schlau machen. Viele andere Völker in Europa und der ganzen Welt, gingen den gleichen Weg, auch in der jüngeren Geschichte.

Die Landesverteidigung der Schweiz hat eine lange historische Vergangenheit. In den beiden Weltkriegen des letzten Jahrhunderts ist es gelungen für unser Land den Frieden zu sichern. Trotz einigen Unkenrufen politisch motivierter Historiker und notorischen Armeeabschaffern, hat die Wehrbereitschaft der Schweiz (geistige und faktische Landesverteidigung) massgeblich dazu beigetragen, unser Volk und unser Land vor kriegerischen Auseinandersetzungen zu bewahren.

Nach dem Friedensschluss in Europa 1945 hat die langanhaltende Periode des Kalten Krieges begonnen. Psycho-Terror auf höchstem Niveau. Angesichts des darniederliegenden Europas, wurde im Osten die Rote-Armee und im Westen die US-Armee massiv aufgerüstet. Neue Waffensysteme AC bestückt (atomare und chemische Sprengköpfe) befanden sich zu Tausenden in den Waffenlagern hüben und drüben. Der westlichen NATO (Nordatlantische Truppen-Organsiation)​ wurde die östliche WAPA (Warschaupakt-Allianz​) gegenüber gestellt. Mittel- und Langstrecken-Raketen,​ mit AC Sprengköpfen, standen auf beiden Seiten abschussbereit auf Knopfdruck. Gegenseitige Drohgebärden gehörten zum politischen Alltag. Das Auslösen von Kampfhandlungen hätte eine noch nie dagewesene Kriegsmaschinerie in Bewegung gesetzt, mit Zerstörungskraft von ungeahntem Ausmass. Erst mit der Auflösung der Sowjetunion und dem Fall der Mauer sind die gegenseitigen Bedrohungen abgeklungen.

Es stimmt, damals hatte die Schweizer Armee noch einen omnipresenten “BöFei” (frei nach NR Jo Lang, böser Feind), denn er bedrohte Europa täglich (während 24 Std) und überall. Wie ein Damoklesschwert hing die Vision über der Schweiz, eines allzeit möglichen AC Angriffs, gefolgt von flächendeckendem Vorstoss mit einer Armada schwerer Panzer (<50t), begleitet von Kampftruppen (infanteristisch bewaffnet auf geländegängigen Leichtpanzern und Fahrzeugen). Dieser “BöFei” hatte auch die Luftüberlegenheit, sichergestellt durch hunderte von Erd- und Luftkampf-Fliegern. Sein Bedrohungspotential hat er vermehrfacht mit AC Raketen unterschiedlicher Reichweiten.

Der Militärdienst junger Schweizer stand damals unter der Prämisse gegen diesen “BöFei” antreten zu müssen, und unter der Zielsetzung diesem eine kriegsgenügend ausgebildete Truppe entgegen setzen zu können. Dieser Herausforderung haben sich tausende junger Männer und Frauen gestellt. Nicht alle mit Begeisterung, aber alle in der festen Ueberzeugung, im Notfall unsere Landesgrenzen, unser Volk und unsere Freiheit schützen zu wollen.

Die aktuelle Bedrohung ist deutlich anders geartet. Dazu sprechen die Sicherheitsberichte eine deutliche Sprache. Sie findet auf ganz anderen Ebenen statt und besteht eindeutig, für die Menschen nicht immer erkennbar, permanent. Sie ist ohne Früherkennung und ohne Gegenmassnahmen eine Gefährdung für jeden von uns. 

Die Anpassung der Armee an diese veränderte Situation, ist ein Gebot der Zeit. Was wir aber nicht zulassen dürfen ist die Aushöhlung des Wehrwillens auf allen Ebenen der geistigen Landesverteidigung. Mit dem Ziel letztlich die Armee abzuschaffen, welche uns mehrfach den Frieden sicherte, und dadurch mithalf den Wohlstand unseres Landes aufrecht zu erhalten. 

Wer diese historischen Tatsachen leugnet, um seinen Ideologien zum Durchbruch zu verhelfen, hat nicht nur den Pfad der Ehrlichkeit verlassen. Er stellt auch seine Vertrauenwürdigkeit als Mitglied unserer Gesellschaft und als Politiker aufs Spiel. Durch sein Verhalten kann er im extremen Fall selber zum Sicherheitsrisiko werden.

Wenn heute junge Menschen, die zu unerer Geschichte stehen und ihren Wehrwillen dokumentieren, indem sie aktiv Militärdienst leisten, in einer Sendung des staatlichen Fernsehens (so geschehen auf dem Bundesplatz, SF TV “Club”) von Andersdenkenden mit Häme überschüttet werden, dann müssten bei einer Mehrheit der Schweizer “alle Alarmglocken” läuten. 

Eine ehemalige Stadträtin (die mit Schimpf und Schande ihr Amt abgeben musste, wegen massivem Sozialbetrug durch ihre Klientel) spielt sich auf (für den Friedensrat) wie wenn sie selber den “ewigen Frieden” garantieren könnte. Ein Wirtschaftsprofessor,​ mit pädagogischem und meinungsbildendem Auftrag, benützt die Nähe zu jungen Menschen um eine Vision zu verbreiten, nach der die Armee zu einem vom Staat finanzierten Pfadfinder-Corps mutiert. Ein NR (im Jargon “BöFei-Jo”) der sich für die Wiederwahl bemüht, zieht den “Bö-Fei” ins Lächerliche und propagiert seine realitätsfremde (ja schon fast esotherische) Theorie einer Schweiz, die diesem “Bö-Fei” den roten Teppich auslegt, wenn er uns dann besuchen will.

Ja, “wer seine Vergangeheit nicht kennt (kennen will), hat keine Zukunft!” Ganz besonders wenn er seine Ideologie höher gewichtet, als den wahren Sachverhalt.    

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Comments to: Wer seine Vergangenheit nicht kennt (kennen will)……
  • September 30, 2011

    Der Wehrwille wird ausgehebelt durch die Wirtschaft die keine aktiven ADAs einstellt. Da laufen die Leute davon. Das WK-System ist mit der heutigen Wirtschaft nicht mehr kompatibel. Das andere sind die heutigen Milizoffiziere die nur noch 4 oder 5 Wahl sind und früher nie befördert worden wären. Da konnte ich zu oft Leute mit nicht existierender Sozialkompetenz erleben. Da flieht jeder anständige der noch in die Armee geht. Die Rekordhohen Abgänge lassen grüssen. Die Armee hat ein massives Personalproblem. Wahrscheinlich ist das Milizsystem ab Offizierstufe tot.

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    • September 30, 2011

      Hallo Herr Meier, Sie haben ein wesentliches Problem (es ist nicht das einzige im derzeitigen Zustand der Armee) erkannt. Allerdings bin ich mit der zweiten Feststellung nicht einverstanden. Es ist aber richtig, dass die Auswahl der Kader weder professionell noch genügend sorgfältig vorgenommen wird. Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob die Art der Auswahl wegen den bescheiden vorhandenen Anwärtern so vorgenommen werden muss,dh die 1. und 2. Wahl (wie Sie sich ausdrücken) hat an einer Weiterausbildung kein Interesse.
      Sicher ist in diesem Bereich steht sehr viel Arbeit an. Letztlich geht es auch darum, dass junge Menschen die bereit sind für die Landesverteidigung Verantwortung zu übernehmen, nicht in ihrer zivilen beruflichen Karriere benachteiligt werden. Laut Prof Eichenberger (SF TV Club, Sendung vom Bundesplatz), er ist Wirtschaftsprof an der Uni Freiburg, scheint dies heute in der Berufswelt zum Nachteil der Militärkader zu laufen.
      Besten Dank für Ihre Stellungnahme und Grüsse Kurt Brugger

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    • Oktober 1, 2011

      Eine Militär und Zivielkarriere sind nicht mehr möglich. In meinem Arbeitsumfeld ist niemand mehr aktiv oder er verzichtet auf die Ferien (wenn auf die Ferien nicht sowieso verzichtet wird). Da sind bereits die Tage als Soldat zu viel. Dabei sind die Auslandsauffenthalte nicht einmal dabei.
      PS: Bei meienr Ausmusterung war ich einer der wenigen mit allen Diensttagen (Soldat). Die meisten gehen nur wegen dem ALter.

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    • Juli 19, 2021

      Guten Tag Herr Meier, ich gebe Ihnen recht, obwohl ich nicht mehr dienstpflichtig bin (altershalber), habe ich die gleiche Feststellung gemacht. Aus meiner Sicht kann ich dazu sagen, an den Kadern (ganz besonders an den Offizieren) gab es schon zu meinert Zeit viel Kritik. Das lag aber nicht am Milizsystem, sondern ganz einfach daran (dasselbe können Sie auch in der Wirtschaft feststellen), dass bei den Offizierskadern vereinzelt der Wille nicht vorhanden war, Vorbild zu sein (nicht nur Vorgesetzter). Wer seine Aufgabe und die Verantwortung die er damit übernahm, nämlich andere Menschen ausbilden und diesen während der Dienst-und Freizeit Vorbild
      sein,nicht nach bestem Wissen und Gewissen ausführt, der hat schlicht und einfach seinen Auftrag nicht erfüllt. Zu meiner Zeit wurden solche Kader von ihren Vorgesetzten zurechtgewiesen oder nötigenfalls ersetzt. Dasselbe können Sie auch in Ihrem beruflichen Umfeld erleben. “Nimm die Menschen wie sie sind, andere gibt es nicht”. Gruss K.Brugger

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  • Oktober 2, 2011

    Sehr geehrter Herr Brugger
    Ich zittiere:Der Wehrwille der Eidgenossen, der Drang frei zu sein, selbstbestimmt das Leben gestalten zu können…..

    UNAB​HÄNGIG zu sein von den Scheuklappen und dem Zwang einer Parteibrille – die Wahrheit nicht nach „Taktik” und Wählerfang zu formen.

    UNABHÄNGIG zu bleiben von Verbandsegoismus, „Abwerbung” und Konkurrenzengstirnigk​eit. Wir sind kein Verband, keine Partei, sondern einfach Schweizer.

    UNABHÄNGIG zu bleiben vom Zwang, durch Halbwahrheiten oder Verschweigen Geldgeber zu vergrämen oder Anzeigenkunden zu verlieren.

    UNABHÄNGIG zu bleiben von beruflicher oder geschäftlicher Vermischung von politischer Arbeit mit privatem Geldverdienen. Alle Mitarbeiter haben ihren Beruf, alle Mitarbeit ist ehrenamtlich.

    UNABHÄNGIG zu sein von überholten Vorstellungen wie „links”, denn nationalbewusste Menschen sind oft „sozialistischer” als so genannte Linke, weil sie statt Klassenkampf das Gemeinwohl des ganzen Volkes erstreben.

    UNABHÄNGIG zu sein von Ideologien, die jedes Gemeinschaftsbewussts​ein verhindern, die Völker spalten und beherrschbar machen.

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    • Juli 19, 2021

      Grüezi Frau Wulkow, danke für Ihren Beitrag, er ist inhaltlich sehr interessant. Gerne breite ich Ihnen meine Gdanken dazu aus. Sie sprechen ganz spezifisch die Unabhängigkeit der Mitglieder unserer Gesellschaft an. Der Wille zur Unabhängigkeit der Schweizer, ist von verschiedenen und individuellen Wünschen und Eigenschaften geprägt. Sicher ist, alle möchten sich in unserer Gesellschaft entfalten können, im Alltag und in allen Bereichen des Lebens, den eigenen Wertvorstellung entsprechend sich einbringen können. Die Gesellschaft in der wir leben, braucht daher Strukturen damit
      dies möglich ist. Eine Volkswirtschaft, eine Rechtsordnung, ein Regierungssystem welches von politischen Gruppierungen getragen wird. Einen Staat also. Da die oben genannten Wertvorstellungen so verschieden sind wie die Menschen selber,
      müssen sich diese Gruppierungen so einbringen, dass sich dieser Staat zum Wohle aller entwickeln kann. In der Schweiz haben wir zudem die direkte Demokratie, dh das Volk (der Suverän) steht über den wichtigen politischen Entscheidungen. Es kann diese über Mehrheitsentscheide korrigieren.

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