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Zu viel in zu kurzer Zeit

Die Volks­i­ni­tia­tive «Für eine nach­hal­tige und res­sour­cenef­fi­zi­​ente Wirt­schaft (Grüne Wirt­schaft)» will den so ge­nann­ten «ö­ko­lo­gi­schen Fuss­ab­druck» der Schweiz bis 2050 um 65% re­du­zie­ren. Diese For­de­rung ist so ra­di­kal, dass sie nur mit ra­di­ka­len Mass­nah­men er­reicht wer­den kann.

Hohe Umweltabgaben würden Nahrungsmittel, Mieten sowie Mobilität verteuern. Neue Benzinsteuern, teure Vorschriften für Gebäude, kleinere Wohnungen, Energiesteuern, Heizöl-Verteuerung, neue Steuern auf importierte Esswaren wie Kaffee, Früchte etc. wären die Folge. Unsere Strukturen müssten so stark verändert werden, dass es unsere gesamte Wirtschaft ins Wanken bringen würde. Extreme Regulierungen und Vorschriften würden unsere Wettbewerbsfähigkeit stark behindern, Handelshemmnisse neu geschaffen. Mit einem grossen Beamtenapparat müssten die strengen Vorschriften kontrolliert werden, eine aufgeblähte Bürokratie wäre die Folge. Wir würden uns als grüne Insel in Europa derart selber einschränken, dass wir uns nur selber schaden.

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass wir mit unseren Ressourcen sorgfältig umgehen müssen. Ich setze aber auf Eigenverantwortung und Freiwilligkeit, Sensibilisierung der Bevölkerung, Innovation, Anreize und technischen Fortschritt.

Die Initiative für eine Grüne Wirtschaft will zu viel in zu kurzer Zeit. Darum stimme ich NEIN am 25. September 2016.

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Comments to: Zu viel in zu kurzer Zeit
  • September 12, 2016

    Zitat zum Sonntag von Prof. A. Gunzinger: (gefunden auf facebook)
    “Wenn Sie in Quartalen denken, müssen Sie nichts tun. Wenn Sie in Generationen denken, müssen Sie handeln.”
    Herr Vitali, denken Sie in Quartalen?

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  • September 12, 2016

    2 Bemerkungen:
    1. warum müssen wir überhaupt eine Armee organisieren? Eigenverantwortung würde doch sicher genügen…. oder vielleicht gibt es doch eher Aufgaben, bei welcher die Eigenverantwortung nicht funktioniert?
    2. Wie ich Sie schon mal gefragt habe. Wie plant Ihre Unternehmung das Jahr 2050? Gibt es auch längerfristige Ziele? Natürlich müssen Sie die Antworten nicht lesen. Als Nationalrat sind müssen Sie sich ja nicht mit dem Volk befassen, sondern das Volk beschallen…

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  • September 12, 2016

    ..nach wie vor bekomme ich es nicht in die Reihe,wie gross eigentlich dieser Schaden des sog. Co2 Austosses eigentlich ist.Im sehr rudimentären Chemie-Unterricht habe ich mal gelernt,das Co2 u.a. für das Pflanzen-Wachstum von grosser Bedeutung ist.Nun plötzlich soll dieser Co2 Austoss schädlich für unsere Welt sein.Kein Wort darüber,ob und wie stark die Intensität unserer Sonne in ihrem Zyklus von mehr Sonnenbestrahlung und dann über Dekaden wieder weniger Sonnen-Aktivität,unse​r Klima beeinflussen tut.Nachrichten darüber,dass unsere Meere dereinst 2 cm ansteigen werden,sind keine vertrauenswürdige Aussagen,weil wohl nach,wie vor schwer nachweisbar.Für mich mich sind das in die Welt gesetzte Aussagen,um politische Anliegen durchzusetzen.Grüne Wirtschaft?..was für eine Wirtschaft soll den das sein?
    Wir haben wunderbaren Strom aus den Wasserkraftwerken,ist​ also erneuerbar,Hybrid-Aut​os reduzieren den Benzin-Verbrauch,Holz​schnitzel-Heizungen sind immer mehr im Trend.Diese grüne Schikanen-Wirtscdhaft​ ist unerträglich,teuer,un​d ist von einer Regulierungs-Hysterie​ getrieben.
    Darum ganz klar von mir ein NEIN…weil schwer durchsetzbar…!!

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    • Juli 19, 2021

      Die Pflanzen brauchen CO2 um Sauerstoff zu produzieren. Leider können sie mit mehr CO2, nicht einfach mehr Sauerstoff herstellen (dazu brauchte es mehr Chlorophyll, mehr Pflanzen) . Das bedeutet es bleibt mehr CO2 in der Atmosphäre. Also was passiert, wenn ein Zimmer nicht gelüftet wird? Müdigkeit und Kopfschmerzen sind nur der Anfang 😉

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    • Juli 19, 2021

      Unsere wunderbare Wasserkraft hat aber noch riesige Mängel, die wir hier in der Schweiz beheben müssen! Nur 10% der Aale und anderer Fische, die in unseren Gewässern leben und dann zurück zum Laichen in die Saragossasee müssen, erreichen noch den Rhein bei Basel. In den Schaufeln der Turbinen wird der grosse Teil, 90%!!!, zerschnetzelt, zerstückelt! Der europäische Aal ist daher vom Aussterben bedroht. Wir haben noch keine Möglichkeiten geschaffen, nicht einmal gesucht, um den Fischen einen sicheren Abstieg zu gewährleisten. Wenn der Wolf 90% unserer Schafe reissen würde, was wäre dann los?

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  • September 14, 2016

    Hand aufs Herz, Herr Vitali, 2050 sind Sie 95. Zugegeben, recht optimistisch, aber auch nicht unsterblich. Als Parlamentarier sollten Sie eigentlich weiter denken; es handelt sich nämlich um die Welt Ihrer Enkel und Urenkel. Ihr Moto sei “Taten statt Theorien”, sagen Sie. Taten kommt von tun, mutig, entschlossen, verantwortungsvoll. Aber diese Art von Politik gibt höchstens “en Gstellte!”

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  • September 15, 2016

    Bis 2050 ist noch lange Zeit. Wir müssen einfach Prioritäten setzen. Arbeitsplätze und Wohlstand nützen uns nichts, wenn unsere Lebensgrundlagen ( Boden, Wasser, Luft ) zerstört wären. Ich brauche für mich und meine Nachkommen eine gesunde Umwelt. Wir haben in der Schweiz nicht viele natürliche Ressourcen, deshalb hat ein sorgfältiger Umgang auch einen guten Einfluss auf das Ausland. Vielleicht werden ja durch ein Umlenken auch neue Arbeitsplätze geschaffen? Einfach nur NEIN, kann ich schwer akzeptieren. Dann will ich mindestens einen guten Gegenvorschlag in diese Richtung. Sofern es auch der FDP mit der Umwelt ernst ist. Freiwilligkeit wird nicht ausreichen. Gerade die vorbildlichen Unternehmen verschaffen sich ja dann als Alleinkämpfer einen Wettbewerbsnachteil und kommen deshalb mit ihren Innovationen nicht durch. Wirtschaftlichkeit und Arbeitsplätze dürfen nicht alles rechtfertigen. Die reiche Schweiz könnte hier Vorbild sein.

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    • Juli 19, 2021

      Was soll diese Diskussion?

      Wenn unsere Super-EUturbos so weiter wurschteln, dann erledigt sich das automatisch. 2050 wird uns die EU erklären, was wir tun sollen oder nicht. Wenn wir wirklich etwas für die Umwelt tun wollen brauchen wir kein Gesetz für 2050, sondern Massnahmen die HEUTE und für JETZT gelten.

      Von mir gibt es ein Nein – schon weil das ganze überflüssig ist. Nicht weil ich nichts gegen die Umweltverschmutzung tun will oder möchte, sondern weil wir das heute und jetzt tun müssen und nicht mit unsinnigen Zielen von 2050 welche sich vielleicht “erledigen” da unsere Gesetze dann vielleicht nicht mehr gültig sind.

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  • September 17, 2016

    Nein die Zeit ist nicht zu kurz bis 2050.

    Aber die ganze Initiative ist überflüssig. Denn bis 2050 wird sich das ganze Tun und Nichttun der Menschheit derart verändern, dass eine solche Initiative überhaupt nicht mehr Massgebend ist.

    Wir und nicht die Politik sind für die Umwelt zuständig und verantwortlich. Wenn wir also ein Umdenken erreichen möchten müssen WIR das tun und nicht ein Gesetz. Und dieses Umdenken wird bestimmt vor 2050 eintreten.

    Initiat​ive ist überflüssig, der Grund wird bis 2050 nicht mehr bestehen, oder unser hier gewünschte Gesetz wird irgendwo in den Archiven zur Makulatur. Denn wenn wir so weiter machen, werden unsere Gesetze nicht mehr gültig sein. Und der Grössenwahnsinn der EU wird unsere Gesetze als Schubladentiger verkommen lassen.

    Das ist nun mal die Grundlage und nicht der Gutdenkervorsatz, den man mit dieser Initiative erreichen möchten.

    Wenn wir etwas tun wollen, dann müssen wir es heute und jetzt tun und nicht mit einem Wunschdenken bis 2050.

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  • September 17, 2016

    Mit der Annahme der Initiative erreichen wir selbstverständlich, dass die Umwelt vielleicht geschont wird.

    – Wenn Arbeitsplätze ausgewandert sind, dann wird die Umweltverschmutzung an anderem Ôrt gemacht.
    – Die Bürger kein Geld mehr haben um etwas zu kaufen, weniger Resourcen verwendet werden.

    Aber auch weniger Geld bedeutet, weniger Möglichkeit zum Kauf umweltfreundlicher Produkte, und man wird wieder einfach NUR das billigste Kaufen (wenn überhaupt). Und das Billigste ist nun mal nicht das Umweltfreundliche. Ausser man hat so wenig Lohn, von fehlenden Arbeitsplätzen, dass man es überhaupt nicht mehr kaufen kann. Dann ist erreicht was man möchte. Einbruch vom Resourcenverbrauch, da uns das Kapital fehlt um es zu kaufen. Aber auch das Kapital um bessere und umweltgerechtere Produkte zu entwickeln, welcher so oder so keiner mehr kaufen kann in der Schweiz.

    Interessa​nt ist aber, dass der Rest der Welt sich weiter entwickelt und die Schweiz zum Urgestein im Umweltdenken wird. In die Steinzeit zurück geht, in der Hoffnung der Rest (etwa 99,99% der Welt) wird das Gleiche tun. Naja – man kann ja so Grossspurig denken und glauben wir seien die Weltverbesserer und könnten den 99,99% der Welt das Aposteltum in die Köpfe bringen.

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  • September 19, 2016

    Umweltschutz funktioniert nur global!

    Was bitte nutzt es, wenn wir hier über CO2 Ausstoss im Individualverkehr diskutieren? Das sind Tropfen auf den heissen Stein!

    Entlang des Amazonas, sollen rund 40 Staudämme gebaut werden
    Die Ozeane sind mit Plastikmüll verseucht und leer gefischt
    Nestle kauf weltweit Frischwasserquellen auf
    Regenwälder werden weiter abgeholzt
    etc.etc.

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    • Juli 19, 2021

      Ja, nur können Sie dagegen nichts tun Frau Stutz.
      Hier in der Schweiz können Sie aber etwas tun. Und nur um das geht es hier.
      Es ist absolut nicht relevant was das Ausland tut. Klar können wir die Erde nicht retten, aber die Schweiz besser machen können wir.

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    • Juli 19, 2021

      Herr Zoller, exgüssi aber…

      Aber glauben Sie diesen “Mist” wirklich?! Wir haben nur diese eine Erde und es ist im Fall die Selbe, wie die im Ausland! Und wenn “wir” sowieso nichts DAGEGEN tun können, können wir uns die Mühe, und Vor allem die Steuergelder def. sparen! Das ist reine Gewissensberuhigung. Ich für meinen Teil, brauche das def. nicht und unterstütze lieber Organisationen, die ein GEHT NICHT nicht akzeptieren und vor allem, begriffen haben, dass es nur die eine Natur zu schützen gibt und eben nicht, Ihre oder Meine….

      http://www.seashepherd.o​rg

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    • Juli 19, 2021

      http://www.nzz.ch/was​serschloss-schweiz-1.​16921466 Die Schweizer Alpen sind Quelle und kontinentale Wasserscheide: Der Rhein fliesst in die Nordsee, die Rhone ins westliche Mittelmeer, der Tessin (Po) in die Adria und der Inn (Donau) ins Schwarze Meer. Die Schweiz ist somit das Wasserschloss Europas. Was wir also betr. Umweltschutz tun hat einen Einfluss auf andere Länder. Zudem macht auch die Luft nicht vor Grenzen halt. Wird zudem über ein Verteilschlüssel betr. Asylbewerber (Migration) mal besprochen könnte man die Verursacher in die Pflicht nehmen. Also kann es durchaus Sinn machen um als Schweiz zur Umwelt Sorge zu tragen (auch im Ausland. Nur werden dort von den Unternehmen die Gegebenheiten/Gesetze​ ausgenützt…).

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    • Juli 19, 2021

      Frau Stutz ich glaube Sie haben mich missverstanden.

      “I​ch für meinen Teil, brauche das def. nicht und unterstütze lieber Organisationen, die ein GEHT NICHT nicht akzeptieren und vor allem, begriffen haben, dass es nur die eine Natur zu schützen gibt und eben nicht, Ihre oder Meine…. “

      Schon klar, aber Sie können hier in der Schweiz politisch nicht bewirken, dass beispielsweise China den Smog in den Griff bekommen soll. Aber Sie können politisch bewirken, dass hier in der Schweiz etwas passieren soll. Somit sind Aussagen à la “Es muss die ganze Welt mitziehen, alles andere bringt nichts” der falsche Ansatz.
      Mir ist auch klar dass eine saubere Schweiz nicht automatisch eine saubere Welt bedeutet. Aber immerhin eine saubere Schweiz.

      Seashephe​rd ist eine grossartige Organisation die ich ebenfalls unterstütze und die auch tatsächlich was bewirkt. Hätten alle Länder eine entsprechende Gesetzgebung die auch durchgesetzt und angewendet würde, bräuchte es solche Organisationen nicht. Diese Initiative geht in genau diese Richtung…

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  • September 19, 2016

    “Zu viel in zu kurzer Zeit”

    Mit der von Ihrer Partei seit Jahrzehnten wirkungslos propagierten “Eigenverantwortung”,​​​ Herr Vitali, hätte man natürlich viel länger Zeit, die Reduktionsziele zu erreichen, ewig – bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag​​​.

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  • Oktober 29, 2016

    Ich bin Grüner
    Ich sehe bei den AKWs keine Fortschritte, nur viel Atommüll! Die meisten Fortschritte sehe ich in der Natur, die von der geldgierigen Wirtschaft verbetoniert wird! Die Fortschritte in der Landwirtschaft haben durch die Chemie ungesund und fast nicht mehr brauchbar gemacht! Der Fortschritt bedeutet, dass die Früchte die wir ernten 90% weniger Vitamine haben, als noch vor 50Jahren, wir müssen dieses Devizit mit Vitaminkapseln ergänzen! Wir haben die geldgierige bürgerliche Wirtschaft viel zu lang, machen lassen und haben fast keine Zeit mehr um dieses egositische Verhalten, zu korrigieren!

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  • Oktober 29, 2016

    Ich bin Grüner und bin gegen aufgeblasene Strukturen!
    Ich bin für eine direkte Demokratie mit sozialem Leitbild ohne Bundesrat und Parlament!
    Das Volk soll das Leitbild bestimmen und leben!
    Keine politisches System mehr, dass aufgeblasen ist und Milliarden kostet!
    Minimale, einfache Regeln, sollen den Durchblick für alle bringen!
    Die Vernunft soll über komplizierten Gesetzen stehen, Richter und Anwälte sollen nur noch bei
    Schwerverbrechen und Staatsverträgen eine Rolle spielen!
    Einfache vorgegebene Prozesse sollen Kleinkriminelle und Mittelkriminelle Täter mit kurzen oder
    mittellangen Strafen mit Fussfesseln, beim Aufbau der nachhaltigen Terra Preta in der Landwirtschaft
    bestrafen! Keine Gefängnisse mehr, nur noch Zuchthäuser für Schwerverbrecher die eine Gefahr für Mitmenschen sind!

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  • Januar 16, 2017

    Es ist ja nicht gerade neu, dass Parteien, welche etwas “fordern” , zuerst mit Maximalforderungen anrücken, damit am Schluss noch ein Teil der gesetzten Ziele erreicht werden.
    Aber leider zeigt sich immer wieder, dass “Freiwilligkeit, Selbstverantwortung, und auch Innovation und technischer Fortschritt an “menschliche” Grenzen stossen.
    Erleben wir nicht gerade eben, wie die Autoindustrie, sich über die abgemachten Gesetze zur Luftreinhaltung hinweggesetzt haben, indem sie statt noch sauberere Motoren zu bauen, Software entwickelten, welche bei Motorenprüfungen die Ergebnisse fälschten. Diese Gesetzesübertretung kann Arbeitsplätze gefährden. Schlimmer sieht es bei den ” Machern” aus. Ich nenne sie “moralisch-kriminell”​ . Sie haben ihre eigenen Kunden mit falscher Werbung, Versprechungen und gefälschten Zahlen hinters Licht geführt.
    Aus solchen Gründen entstehen auch neue Gesetze, wenn die oft angeführte” Selbstverantwortung” nicht richtig verstanden wird.

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